Gastrezension: Die letzten Jedi-Kampagnen DLC in Star Wars: Battlefront II


Pünktlich zum Kinostart von Star Wars: Die Letzten Jedi erschien für Star Wars: Battlefront II ein thematisch daran angelegten DLC. Neben 2 neuen Multiplayerkarten kamen ebenso drei neue Missionen für den Singleplayer hinzu, die gut über eine Stunde unterhalten können.

Erwartungshaltung

Nachdem mich das Hauptspiel, wie in meiner Review umfangreich beleuchtet, sehr enttäuscht hat, war meine Erwartung an diesen DLC ehr gering. Das jedoch war bzw. ist im Nachhinein positiv einzuschätzen, da es mich so überraschen konnte.

Was bringt uns der DLC?

Wir spielen, wie zuvor auch, Iden Versio, ihren kleinen Droiden und sehen das erste Mal ihre Tochter Zay. Natürlich ist auch der sympathischste Charakter des Hauptspiels, der Duros Shriv, wieder dabei.
Zusammen bekämpfen wir Kindesentführer, decken die Rekrutierungsmaschinerie der Ersten Ordnung auf – welche in Star Wars: Das Erwachen der Macht kurz von Kylo Ren gegenüber Hux bezüglich ihrer Erfolgschance nach dem Desertieren von Finn kritisiert wurde – und erhalten dadurch eine Antwort auf die Frage woher die Erste Ordnung diese Masse an Soldaten hat. Unsere Suche nach Gleb und Del bringt uns schließlich wieder nach Vardos. Dort verebbt die Relevanz für die Filmhandlungen kurz um einen dramatischen Twist zu erzählen, welcher sich aber gegen Ende der Mission wieder relativiert. Doch auch hier finden sich Querverweise, u.a. auf die Vernichtung der Neuen Republik. Schließlich verfolgt Iden dann ein Ziel um dem Widerstand zu helfen.
Weiter möchte ich auf dieses letzte Kapitel des Story-DLCs gar nicht eingehen, da die Gefahr besteht die ersten 10 Minuten des neuen Star Wars-Films zu spoilern. Doch was ich sagen kann ist, dass durch diese Mission der Anfang des Filmes zumindest logischer und damit nachvollziehbarer erscheint, wobei man die zusätzliche Information nicht unbedingt benötigt.

Battlefront II, speziell der Singleplayer, wird seine schreckliche KI nicht los und verzichtet auch nicht auf teils schreckliche Emotionslosigkeit. Gegen Ende der Story erschüttert ein Schicksalsschlag die Truppe rund um Iden und die Reaktionen darauf sind durchwachsen. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die sehr starke Verknüpfung mit der neuen Trilogie sehr positiv überrascht hat. Es mag daran liegen, dass mir die ersten 2 Missionen aus dem Hauptspiel, als wir die Finte für Endor verschleiern und dann auf Endor gegen die Rebellion kämpfen, am besten gefallen haben. Ganz einfach, weil man es geschafft hat auf Ereignisse aus den Filmen eine andere Sichtweise folgen zu lassen. Genau das gleiche haben wir in diesen drei DLC Missionen.

Das Ende dieses DLCs sagt einerseits: „wir haben noch weitere Missionen geplant“, andererseits sagt mir meine Kenntnis des Filmes, dass es gewisse „Freunde“ vorwegnehmen würde, die auch in Die letzten Jedi nur erwähnt, aber keinesfalls aufgesucht werden. Näher möchte ich darauf wie gesagt aus gegebenen Anlass nicht eingehen.

Fazit

Der DLC hat mich, nachdem man den billigen Seitenwechsel aus dem Hauptspiel verkraftet hat, sehr positiv überrascht, was aber auch an meiner niedrigen Erwartung gelegen haben mag. Bis auf fehlende Gesichtsemotionen von Idens Tochter Zay und einer billigen Seifenoper in der 2. Mission, war dieser DLC von hoher Geschwindigkeit und Relevanz für die neue Trilogie gekennzeichnet.
Dies bringt mich dazu zumindest insoweit aufzuwerten, dass ich guten Gewissens drei Holocrons für diesen DLCs geben kann.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Über den Autor

Tobias
Tobias begeistert sich für so ziemlich alles aus dem Star Wars Universum. Primär interessieren ihn Romane und Videospiele aus einer weit weit entfernten Galaxis. Im normalen Leben studiert er in Bamberg Politikwissenschaft und Geschichte.

1 Kommentar

  1. Moritz

    Vielen Dank für die Rezension! Ergänzend dazu vielleicht der Hinweis, dass auch arte sich dem kritischen Blick auf Star Wars Battlefront 2 gewidmet hat:

    https://youtu.be/-ECe58QdFxI

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