Die Dinge stehen nicht gut auf Batuu, und in Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #2 deutet nichts darauf hin, dass Lord Vader einfach nur mal für einen entspannten Kurzurlaub und ein paar Insta-Bilder vorbeischauen will. Oder doch?
Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.

Der Inhalt

Rey ist weiterhin bei Oga zu Gast und lauscht seiner Erzählung der Vorkommnisse, als damals mal Vader im Black Spire Outpost vorbeischaute. Darth Vaders Ankunft warf damals – wie nicht anders zu erwarten – einen „Schatten über Batuu“, keine Frage. Und ebenfalls wie immer ist die Freude in der lokalen Bevölkerung darüber nicht ungeteilt. Aber was will man machen?
Leia und ihr Team sind da unfreiwillig zur Verhandlungsmasse in den Überlegungen der verschiedenen Kreise vor Ort geworden, denn nicht alle stehen den Rebellen positiv gegenüber, sondern sind nur zu gern bereit, einen persönlichen Profit aus der Situation zu schlagen. Und so ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Sache ruchbar bzw. handgreiflich wird und sich unsere Helden durch eine wechselnde Zusammenstellung von Widersachern durchkämpfen müssen. Selbst Chewbacca darf sich etwas an Vader ausprobieren, aber der hat glücklicherweise unvorhergesehen andere Probleme. Und natürlich darf bei dem Ganzen der ominöse grüne Stein, der ja so machtvoll ist, nicht fehlen. Jeder darf und will ihn mal fotogen gen Himmel recken.
Leider ist der Kampf um den Stein damit aber noch nicht beendet, denn außer Widersachern hat die Rebellion auch ein paar Unterstützer vor Ort, und so wird sich die Sache wohl auch noch ins nächste Heft weiterziehen.
Die Umsetzung
MacGuffins sind ja ein beliebtes Stilmittel, aber kein Ersatz für eine Geschichte. Es stand ja schon beim letzten Heft zu befürchten, dass es sich bei der Reihe mehr um eine Werbekampagne als um eine wirkliche Geschichte handelt. Aber die Story ist extrem schwach und dreht sich nur um den Tanz ums goldene Kalb bzw. um den Kampf um den grünen Stein. Bei DER Penetranz in der Darstellung dürfen wir davon ausgehen, dass es sich dabei um neuen Merch handelt, für dessen Werbekampagne man die Comic-Leser einfach selber bezahlen lassen wollte. Mehr braucht man leider zu dieser äußerst schwachen Story nicht zu sagen.









Jethro Morales und Roi Mercado geben sich viel Mühe, gute Miene zum bösen Spiel zu machen und die Fans wenigstens mit ein paar ansehnlichen Panels zu versorgen, wenn die Story selbst schon so eine Nullnummer ist. Auch Rachelle Rosenberg leistet wie immer gute Arbeit. Es sind auch einige durchaus gelungene Panels dabei herausgekommen. Von daher sollte man nicht allzu viel meckern. Was sollen sie auch machen, wenn die Aufträge im Bereich der Star Wars-Comics gerade rar sind. Was mir recht stark aufgefallen ist, ist der Umstand, dass sich der Darstellungsstil und Detailgrad aus unerklärlichen Gründen immer mal wieder von Panel zu Panel verändert und zwischen eher schemenhaft und sehr detailliert hin und her springt. Ob dies an der Arbeitsteilung der beiden Künstler liegt, bleibt leider erst einmal offen.
Fazit
Eine leider komplett irrelevante Story, die nur als künstlicher Existenzberechtigungsnachweis für irgendwelchen neuen Merch im Souvenirshop des Black Spire Outpost dient. Das Heft kann man sich komplett sparen. Die zwei Holocrons gibt es nur für die Grafiken.
Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #3 ist für den 24. Juni geplant. Ganz so lange müssen wir aber nicht auf Nachschub warten, denn nächste Woche geht die Jubiläumsserie zu Rogue One mit dem Oneshot Rogue One: Jyn Erso #1 weiter.
Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.











