Rezension: Darth Vader, Band 10: Phantome – mit Gewinnspiel!

Hä?

Luke Skywalker

Ich muss mich einmal mehr für mein Arbeitstempo bei euch entschuldigen. Darth Vader, Band 10: Phantome liegt jetzt schon eine ganze Weile auf meinem Schreibtisch und ich bin ehrlich, es war eine Mischung aus „Keine Zeit“ und Unwillen, endlich etwas zum Abschluss der Darth Vader Reihe von Greg Pak zu schreiben. Soft- wie Hardcover erschienen im November 2025 und sammeln die bereits in der Heftreihe erschienenen Teile der Geschichte Phantome, sowie das Die dunkle Bedrohung Jubiläums-Special, welches ebenfalls von Pak geschrieben wurde. Damit ist es der letzte Band der zu diesem Zeitpunkt laufenden Comicreihen, zwischen den Episoden V und VI, in Deutschland erschienen ist.

Die Zeichnungen für Phantome wurden angefertigt von Adam Gorham, Luke Ross, Paul Fry und Raffaele Ienco, die Farben von Alex Sinclair, Federico Blee, Frank William und der Firma Guru-eFX, für das Special zeichnete Will Sliney, Guru-eFX kolorierte. Die deutsche Übersetzung stammt einheitlich von Matthias Wieland.

Die Story endet leider genauso wirr, wie sie sich die übrigen Sammelbände über durchgezogen hat. Wir begleiten Vader und die Kollegen des Schismas, die sich plötzlich auch wieder gegenseitig bekriegen, es gibt hier Verrat, dort hat der Imperator seine Finger im Spiel, hier wurde nur so getan, als ob, dort werden sinnlos Leute geschlachtet, nur um am Ende genau dort anzukommen, wo die Geschichte Jahre zuvor begonnen hat. Nach dem Lesen der gesamten Vader Reihe kommt man sich vor wie nach einer extrem langen und extrem wirren Halloween-Folge der Simpsons, die die Figuren komplett abstrahiert hat, am Ende zum Status Quo zurückkehrt und letztlich keinen Impact hatte. Dabei sehen wir immer wieder dieselben Leitmotive, die aus der komplizierten Handlung eine Sammlung aus Klischees mit einfachen, statt komplexen Charakteren macht, die wiederum ihren Höhepunkt auf zwei Dritteln der Reihe hatten und im vorliegenden Band flach sind, wie das Papier, auf das sie gedruckt wurden. Ich zitiere einfach mal dreist Tobias Rezension aus dem Marvel Mittwoch zu Heft 50 im September 2024:

Das seelenlose Storytelling aus dem Lehrbuch beginnt schon damit, dass alle, die irgendwie komplex sein sollten oder wollten, ganz schnell wieder schwarz und weiß werden.

Tobias

Letztlich kann man, glaube ich, sehr gut ohne Paks Darth Vader auskommen, ohne etwas zu verpassen.

Das ebenfalls enthaltene Jubiläumsspecial zu Die dunkle Bedrohung ist eine extrem schnelle und abstrahierte Zusammenfassung des gleichnamigen Films. Wenn man nur zehn Minuten Zeit hat, die Story zu erfassen, dann eignet es sich sicher gut. Bei 20 Minuten Zeit würde ich allerdings schon wieder auf den eigentlichen Comic zum Film, oder das Graphic Novel verweisen, die vom Prinzip her das gleiche tun, aber eben nicht nur auf 20-30 Seiten.

Sehr positiv hervorheben möchte ich allerdings alle Zeichnungen und Farben im Band. Nicht nur für das Special, sondern auch für Phantome haben sich alle Beteiligten noch einmal richtig ins Zeug gelegt und die maue Story zumindest hübsch verpackt. Seien es nun wilde Weltraum-Aliens, mein persönlicher Hasscharakter Ochi von Bestoon, Superschurken-Vader mit Schild und Speer, Anakin in Rückblenden, oder unsere Helden Luke und Leia, alle sind super getroffen.

Man soll ja immer positiv enden, daher wollen wir es an der Stelle auch dabei belassen.

Wir bedanken uns bei Panini für die Bereitstellung des Rezensions – und Gewinnspielexemplares.

Schreibe einen Kommentar