Gastrezension: Die Einzelspieler-Kampagne in Star Wars: Battlefront II

Einleitung

Star Wars: Battlefront II präsentiert uns nach sieben Jahren wieder eine Kampagne im Star Wars-Setting. Diese dreht sich rund um Iden Versio und das Inferno Squad und setzt direkt während den Geschehnissen von Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter an.

Gameplay

Das Spiel bietet mehr als genügend Abwechslung, nicht in dem Sinne oft dem Blaster zu weichen, dies tun wir nur mit Luke und Kylo Ren, sondern in der Gestaltung der Missionen. Wir fliegen mit TIE-Jägern, landen im feindlichen Schiff und kämpfen uns durch die Reihen der Rebellen. Dies war mehr oder weniger bereits durch die ersten drei Testkapitel abzusehen. Trotzdem muss ich sagen, dass die Kapitel an sich immer unterhalten haben und Abwechslung brachten. Die Frage ist ob diese Abwechslung so gut ist. Denn von insgesamt 13 Kapiteln steuern wir in fünf Helden des Spiels. Das weiß zwar zu gefallen, aber Idens Charakterentwicklung wird dadurch hintenangestellt und führt dazu ihre Motive, gerade für Nicht-Buchleser, als nicht nachvollziehbar zu klassifizieren. Genauso verhält es sich auch mit dem Charakter Gideon Hask. Weder seine Motivationen noch der Ursprung seines blinden Eifers werden dargelegt, wahrscheinlich um ihn in „Gut und Böse“ Manier als Unsympath und Feind zu installieren. Dies wird seiner Geschichte und seiner eigentlich mehr oder weniger starken Freundschaft mit Iden und Del Meeko nicht gerecht!

Grafik und Sound

Dazu müssen eigentlich wenig Worte gesagt werden: Originale Raumschiffmodelle, originale Sounds und Soundtrack sowie eine hervorragend detaillierte Grafik schaffen eine zuvor selten, bei einem Star Wars-Spiel, gesehene Immersion in die weit weit entfernte Galaxis. Doch wischt man die hervorragende Aufmachung des Spiels weg bleibt der Kern einer ausführlichen und angebrachten Kritik: der Story!

Die Story

Sie überzeugte mich nicht! Wieso? Nun ja, wir erleben den Anfang eigentlich sehr fesselnd mit und sind hautnah bei der Zerstörung des zweiten Todessterns dabei. Wir kämpfen mit unseren TIE-Jägern, steuern unseren kleinen ID10 und schlachten uns durch Rebellenschiffe. Doch nach ungefähr zwei Stunden Gameplay kommt es zum Plottwist, welcher eigentlich gar keiner zu sein scheint.

Hinweis: Die nachfolgende Rezension enthält leichte Spoiler.
Nachdem Vardos, die Heimatwelt der Versios, im Zuge der Operation Asche ausgelöscht werden soll, stößt dieser Befehl bei Iden auf Unbehagen. Dieses entwickelt sich schließlich dazu, dass Del Meeko als auch Iden die Mission verraten und Gideon sich Ihnen entgegenstellt. Nun ist klar wieso man Gideon kein eigenes Kapitel zugestand: Er soll der böse Gegner sein und so wenig wie möglich verstanden werden. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass Del Meeko ein Kapitel zusammen mit Luke Skywalker vor dessen Desertation erhielt. Nach diesem Verrat beschließen sie, der Rebellion/Neuen Republik über Operation Asche Auskunft zu erteilen, stellen gleichzeitig aber klar, keine Rebellen sein zu wollen. Nach nur knapp 20 Minuten Gameplay und der Hilfe beider Protagonisten bei der Befreiung von Naboo sind sie plötzlich Rebellen und die ganze Sache „bedeutet ihnen etwas“. Diese rasante Entwicklung hin zu überzeugten Rebellen ist nicht nur schade, sondern wird den Protagonisten als auch der Erwartung, eine „imperiale Kampagne“ zu spielen, nicht gerecht. Es fällt mehr als deutlich auf, dass die Entwickler versucht haben, schnell einen Seitenwechsel zu vollziehen, um dann einen Kampf für die Rebellion ins Zentrum zu stellen. Das ist gerade nach dem Roman Battlefront II: Inferno-Kommando (wir denken an das Verstümmeln lassen oder das Anstoßen mit Alderaanischen Getränken) sehr ernüchternd. Doch war dieser Wandel abzusehen. Im letzten Kapitel unterhalten sich Del Meeko und Iden Versio und es wird klar, dass die völlige Überzeugung langsam schwindet. Sie verstummen jedoch, als der Schlächter der Rebellen, Gideon Hask eintrifft. Deshalb hat mich diese Entwicklung nicht gewundert, genauso wenig hat sie mich weder überzeugt noch abgeholt.

Eine weitere Fehlinformation ist die Versprechung, die Entstehung der Ersten Ordnung miterleben zu können. Wir erleben lediglich die Schlacht von Jakku mit, welche aus anderen Romanen bekannt ist, und springen danach mehr als 20 Jahre in die Zukunft, um sowohl Sturmtruppen der Ersten Ordnung als auch Kylo Ren zu sehen. Die Entstehung, wie sie bisher am ehesten Claudia Gray in Blutlinie beschrieben hat, kommt also wieder nicht in einem Spiel vor, sondern wir setzen kurz vor Episode VII: Das Erwachen der Macht ein.

Zuletzt möchte ich noch einmal auf den Turning Point von Iden Versio eingehen. Der Weg dahin wirkt nämlich mehr als konstruiert. Wir kennen Vardos als DIE imperiale Vorzeigewelt. Wenn es nun angegriffen werden soll, ergibt das keinen Sinn. Denn zu allem Überfluss ist auch noch Vardos die erste Welt der Operation Asche. Wenn man jedoch diesen Planeten zerstört, keimt doch nicht plötzlich Angst in der Galaxis. Das Imperium vernichtet eine loyale imperiale Welt und erwartet Angst seitens der Neuen Republik? Das ist höchstens Selbstironie aber kein Schüren von Angst. Was damit geschürt wird ist Widerstand und Hass der verbliebenen Loyalisten und somit unterminiert das Imperium seine eigene, sowieso schon geschwächte, Position! Ich ziehe hier gerne den Vergleich zum Nero-Befehl Hitlers 1945. Dabei ging es auch darum, eigene Infrastruktur zu zerstören. Aber bis kurz vor der Kapitulation wurden Berlin sowie der Reichstag gehalten. Vardos ist ähnlich wie Berlin eine imperiale Hochburg. Sollte man die Ressourcen von Operation Asche nicht ehr darauf verwenden, helmtrommelnde Ewoks auszulöschen oder ein feierndes Coruscant? Wie gesagt: die Zerstörung von Vardos dient einzig dazu, schnell einen Seitenwechsel zu ermöglichen, und dies wirkt einfach nur billig und sehr klischeebehaftet.

Umfang

Ich habe bereits erwähnt, dass wir nach knapp zwei Stunden Spielzeit Rebellen sind, und dies musste auch so schnell erfolgen, denn die Story schaffte es bei mir gerade einmal auf 4,5 Stunden. Es ist zwar bereits klar, dass weitere Kapitel mit den kostenlosen DLCs kommen werden, aber trotzdem enttäuschte mich der Umfang etwas. Man verschwendete Kapitel für Helden und ließ Iden damit zu wenig zur Geltung kommen. Man erklärt dem Spieler nichts über die Ursprünge der Charaktere und deren Motivationen – wer das Buch nicht kennt bleibt oft fragend zurück – und man hält viele Versprechungen seitens der Trailer und Ankündigungen EAs nicht ein!

Fazit

Star Wars: Battlefront II ist ein grafisches, cineastisches Meisterwerk. Die Kampagne weiß auch zu unterhalten, nicht zuletzt durch die verschiedenen Heldenkapitel, aber für die Geschichte, die erzählt werden soll, sind diese teils unnötig und lenken zu stark von Iden und dem Inferno Squad ab. Man kann insgesamt knapp fünf Stunden Spaß an der Kampagne haben, sofern man seichte Unterhaltung mag. Wenn nicht, sollte man sich lieber ein Let’s Play ansehen und sich vorstellen Iden wäre, nach dem Vorbild des Romans, undercover bei der Rebellion und versucht die Neue Republik von innen heraus zu vernichten. Da dies aber nicht so ist, gesellt sich zu der atmosphärischen Aufmachung eine klischeehafte Story der Läuterung und diese konnte mich in der Rückschau nicht überzeugen, gleichwohl aber unterhalten.

Doch von einem Star Wars-Spiel und nach diesem Roman erwarte ich mehr als Unterhaltung. Deshalb gebe ich 2 von 5 Holocrons. Eins für die abwechslungsreiche Spielgestaltung und eins aufgrund des Unterhaltungswertes, nicht zuletzt durch Soundtrack und Grafik. Die Kampagne unterhält zweifellos, erfüllt aber nicht die an sie gestellten Erwartungen!

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Anbei gibt es eine Videokritik, welche ich im Zuge der kompletten Aufzeichnung erstellt habe.

Über den Autor

Xeson

Tobias begeistert sich für so ziemlich alles aus dem Star Wars Universum. Primär interessieren ihn Romane und Videospiele aus einer weit weit entfernten Galaxis. Im normalen Leben studiert er in Bamberg Politikwissenschaft und Geschichte.

21 Kommentare

  1. TarkinTarkin

    Ich kann die Kritikpunkte nur in allen Punkten bestätigen. Es ist gelinde gesagt eine Frechheit was man hier abliefert. Wenn ich mir die Werbung, die Behind-The-Scenes, Interviews und auch noch den Early Access anschaue, ist das Kundenveräppelung hoch 10. Dass Battlefront II derzeit so massiv in der Kritik steht, dass selbst die Glücksspielkommission einschreitet und der Disney Chef selber mal bei EA durchklingelt zeigt das EA hier komplett versagt hat. 2 Holocrons sind noch zu gut für den Mist. EA gehört die Lizenz entzogen und man sollte sich nach einem anderen Partner umschauen. Hoffe auf ein ähnlich hartes Durchgreifen wie einst bei Perlmutter, seitens Disney.

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    1. Xeson (Autor des Beitrags)

      Ich kann deine Position mehr als nachvollziehen. Aber ich habe bewusst versucht den Singleplayer eigenständig zu betrachten und nicht das gesamte Spiel zu rezensieren. Man muss den Entwicklern (leider) zugestehen, dass sie grafisch und cineastisch einen guten Job gemacht haben. Aber die Story war von vorne bis hinten eine Farce. Beziehungsweise ein spielen mit den Erwartungen der Kunden. Hätte man nicht schon vor fast einem Jahr mit einer „imperialen Storyline“ geprahlt, wäre die Kritik nicht allzu schlecht ausgefallen. Als ob man die Spieler vor dem bösen Imperium bewahren müsste… 🙁

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  2. TarkinTarkin

    Keine Sorge, die Wut ging nicht gegen deine wirklich gute Rezesion. Ich kann auch alle guten Punkte die du hervorgehoben hast bestens nachvollziehen, aber nach all dem Hype, der Vorarbeit durch Bücher und dem Heißmachen der Spieler, kann ich halt auch das nicht mehr positiv bewerten. Gute Grafik und gute Inzinierung sind halt heutzutage fast schon Standard bei AAA Titeln wie Battlefront. Ich mußte mir auch einfach nur mal Luft machen, da ich wirklich nicht nur maßlos enttäuscht sondern ehrlich gesagt Stinksauer bin, was man uns hier für knapp 70 € vorsetzt und das kommt höchst selten vor, da ich in Sachen Spielen normalerweise ne ganze Menge verzeihen kann, aber hier ist halt das Maß einfach nicht nur voll, sondern vielfach übergelaufen. 🙁

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  3. Carl GeorgCarl Georg

    Man hört von dem Spiel so gut wie nur Schlechtes. Wollte es mir erst kaufen, wenn der Preis gefallen ist, aber wegen der Storykampagne. Aber wenn die so schlecht ist werde ich in den nächsten Monaten davon absehen. Ich finde es schade, dass es von Star Wars aktuell nur mobile Spiele gibt oder Multiplayer. Ich will wieder ein schönes, Einzelspieler Rollenspiel, wo man das Gefühl hat, dass der Charakter nicht nur ein hirnloser Blasterkerl ist, sondern einer mit einer selbst erstellten Persönlichkeit, die sich über die Zeit entwickelt…

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    1. Xeson (Autor des Beitrags)

      Ich kann dir guten Gewissens SWTOR empfehlen, ich weiß dass es ein MMO ist, aber die Storymissionen sind mittlerweile fast isoliert schaffbar und bieten immerhin 8 verschiedene Geschichten. Mit einem eigenen Charakter und spannenden Gefährten ist es eigentlich ein Singleplayer den man ansehen sollte. Das entschuldigt jedoch keinesfalls die mangelnde Versorgung mit schönen Star Wars Singleplayern. Aber wenn ein Studio eines entwickeln möchte, wird es ja von EA geschlossen, siehe Visceral Games :(.

      EDIT: Habe gerade gesehen, dass du in der Materie SWTOR schon drin bist. Sorry wusste ich nicht 😉

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      1. Jan

        Wenn man allerdings (wie ich) schon alle 8 Klassen durchgespielt hat, vermisst man dann doch ein schönes Einzelspieler-RPG aus dem Star Wars-Segment.
        P.S.: Danke für die Rezensionen, kann basierend auf dieser nochmals gut überlegen, ob ich mir das Spiel in seinem momentanen Zustand holen will.

      2. Carl GeorgCarl Georg

        Vielen Dank! Ja, ich spiele das schon seit anderthalb Jahren, hab aber bisher nur zwei Klassenstorys durch. Der imperiale Agent war super, besonders die Gefährten, eine teils wirklich symphatische Truppe.
        Aber das ist das einzige aktuelle EA-Spiel das ich kenne, das keine wirkliche Abzocke ist (auch wenn ich kaum EA-Spiele spiele, aber ich höre fast nur schlechtes).
        Hoffe immer noch auf ein Kotor III bzw. freue mich auf das Fan-Kotor-Remake von Apeiron.

        @Jan, aber was mir gefällt ist auch, dass man nach dem Finale noch weiter machen kann. Fand es bei Kotor z. B. blöd, dass man nach dem Finale und Credits wieder im Hauptmenü gelandet ist und sich z. B. nicht mehr die Welten anschauen konnte oder unfertige Mission abschließen (natürlich außer Taris, da ergibt das Sinn).

      3. Xeson (Autor des Beitrags)

        Weiß nicht welche Klasse du noch durch hast, aber ich kann dir nur den Sith Inquisitor empfehlen. Der Aspekt der dunkeln Macht mit ihren Ritualen und Geheimnissen hat mich nun schon zum 4. mal dazu gebracht die Story durchzuspielen. Meine Lieblingsklasse 😉

      4. Carl GeorgCarl Georg

        Hallo Xeson,
        ansonsten habe ich den Jedi-Ritter durchgespielt. Aber den Sith-Inquisitor (und Schmuggler und Botschafter und Soldat) habe ich schon angefangen. Mir fehlt aktuell die Zeit und etwas die Motivation weiterzumachen, es dauert glaub ich noch bis die Geschichte fesselnd wird. 😀

  4. Tim

    Ein Vergleich zwischen Hitler und dem zweiten Weltkrieg und dem Kampf zwischen Imperialen und Rebellen zu ziehen finde ich geschmacklos und nicht aufgeklärt…

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    1. Xeson (Autor des Beitrags)

      Nun leider muss ich dich enttäuschen, denn George Lucas hat sich maßgeblich am Zweiten Weltkrieg orientiert. Sei es das Geräusch der Tie Fighter oder auch die Architektur. Siehe zum Beispiel die Farbgebung des Imperiums und die Parallelen zwischen Zahnrad und Hakenkreuz.
      Auch das Design des Standardwaffe der Sturmtruppen E-11 ist an Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg angelehnt.
      Ich vergleiche im übrigen nicht den Kampf an sich, sondern die sich ähnelnde Taktik „verbrannter Erde“ beider Regime.

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      1. Ivan

        Naja, das E-11 wurde aus Sterling-Maschinenpistolen gebaut, die aber nicht wirklich aus dem Zweiten Weltkrieg stammen. Entworfen und betriebsfähige Prototypen? Sicherlich, aber das wäre wie den VW Käfer auf die Produktion während des Krieges zu reduzieren, etwas für das er heute absolut nicht steht.

        Womit ich nicht sagen möchte, dass es nicht auch Waffen aus dem Zweiten Weltkrieg in Star Wars gegeben hat, aber es ist eben alles in allem ein bunter Mix, von dem manche Waffen auch deutlich älter oder aktueller sind.

  5. Carl GeorgCarl Georg

    Hallo Tim,
    im welchen Sinne findest du das unpassend? Star Wars ist von vielem aus der Geschichte inspiriert (Wandlung der Republik zum Imperium z. B. vom Römischen Reich) und dann das Imperium bzw. die Erste Ordnung besonders vom Dritten Reich. Die Szene in der General Hux eine Rede vor den Sturmtruppen hält, hinter im Rote Banner, das ist sicher aus dieser Zeit inspiriert.
    Darum finde ich das jetzt in der Rezension nicht unangebracht, ich fand den Vergleich treffend.

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  6. InesInes

    Ich bin ja keine Gamerin und habe mir die Kampagne daher nur als Lets Play angesehen. Ich war auch sehr enttäuscht über den schnellen Seitenwechsel von Iden und Del. Im Roman „Inferno Squad“, welchen ich extrem feiere (siehe mein Rezension), wurden alle vier Mitglieder der Einheit als durch und durch loyal zum Imperium dargestellt. Dass Iden vielleicht nicht ihren Heimatplaneten vernichtet sehen will – okay, das kann ich noch nachvollziehen. Aber dass man dann innerhalb so kurzer Zeit einfach zur Rebellion wechselt als vormals absolut überzeugter und nicht zweifelnder Imperialer – nee, das war einfach zu viel. Ich finde es auch schade, dass man sich schon wieder entschieden hat, die 08/15-Geschichte vom bekehrten Imperialen zu erzählen. Auch loyale Imperiale, die bis zuletzt zum Imperium stehen, verdienen doch mal eine Geschichte aus ihrer Sicht. Hier hat man echt eine große Chance verpasst.

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    1. Xeson (Autor des Beitrags)

      Ich hatte wie bereits angedeutet extrem große Erwartungen an das Spiel, habe es herbeigesehnt. Endlich mal eine imperiale Kampagne. Als der Twist kam wunderte mich es weniger, als das es mich wütend machte. Ich sage einfach diese billige Klischeenummer haben weder die Schauspieler noch die Protagonisten, welche wir aus dem Roman kennen, verdient. Es musste leider einfach so kommen, dass man nicht mal böse sein kann. In dieser Hinsicht liebe ich SWTOR. Da kann ich einen Sith spielen und zwar durchgehend imperial!

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      1. TarkinTarkin

        Mann muß sich an dieser Stelle einfach mal vorstellen, was für ein potentzial, welche Dramatik da möglich ist. Man kämpft auf Endor und über dir fliegt der Todesstern in die Luft. Imperator tod. Vader tod. Superwaffe zerstört. Flotte geschlagen. Was da in einem imperialen Soldaten vor sich geht, kann man nur erahnen. Anstatt dann Operation Asche auszupacken, wie wäre es mit einem verzweifelten Kampf von Imperialen um Vadros gewesen, die von Iden angeführt werden, die natürlich ihre Heimatwelt verteidigen will. Rebellen gewinnen trotzdem und dann baut sich alles Richtung Jakku auf, wo am Ende nur noch die Flucht in die unbekannten Regionen bleibt, wo man den Aufbau der Ersten Ordnung erlebt, vielleicht sogar mit einer Rückkehr der Warlords. Mann … dass hätte ich so gefeiert. Die Fans hätten EA dafür geliebt, da bin ich mir sicher, aber es kam leider alles anders. 🙁

  7. BennyBenny

    Kann mir jemand auf die Sprünge helfen. Hab das Spiel Dienstag schon durch gehabt. Aber grade wegen dem Plott es dann nichtnmehsr in der Kampagne gespielt. Was ist eigentlich der Hintergrund von Operation Asche? Rebellen vernichten? Ist an mir vorbei gegangen. ..

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    1. FlorianFlorian

      Ich empfehle dir den Comic Imperium in Trümmern in Kombination mit – leider – der Nachspiel-Trilogie; genauer gesagt Band 3, Das Ende des Imperiums. Da wird das erklärt. Im Grunde ist es einfach eine Verbrannte-Erde-Taktik des Imperators – „Wenn ich es nicht haben kann, dürft ihr es auch nicht haben.“

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  8. BendixBendix

    Ich muss sagen, dass mich der Seitenwechsel von Iden tatsächlich überrascht hat. Wobei ich damit aber wohl eher den Zeitpunkt meine. Ich hätte wenn überhaupt gedacht, dass sie am Ende oder kurz davor dem Imperium bzw. der Ersten Ordnung den Rücken kehrt, aber nicht schon so früh. Deshalb kam das für mich ziemlich unerwartet.

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  9. MorniaMornia

    Danke für diese Rezension, du hast mich davor bewahrt, viel Geld aus dem Fenster zu werfen 😀
    Ich bin unfassbar entsetzt, den Inhalt der Kampagne lesen zu müssen, das erste, was mir da durch den Kopf ging, war ein großes WTF?!
    Der Roman war so großartig und hat mich als loyaler Anhängerin des Imperiums wirklich freudig auf das Spiel gestimmt, vor allem, da ich PC Spiele nur spiele, wenn sie auch Story bieten (weswegen BF I hier nie ins Haus kam)
    Das Vorabberichterstattungen und die Ankündigungen von EA so weit von der Realität des Spiels abweichen, stimmt mich traurig, denn langsam kann ich diese ganzen Geschichten von übergelaufenen Imperialen nicht mehr lesen.
    Wir sind doch keine 5-jährigen Kinder mehr, die sich nur dann an Geschichten erfreuen, wenn die sogenannten ‚Guten‘ gewinnen.
    Eine tolle Grafik konnte eine schlechte Geschichte noch nie rausreissen, sonst würde ich nicht bis heute regelmäßig alle paar Jahre wieder KoTOR zocken.
    Ich denke, ich werde mir das Spiel in ein paar Monaten für kleineres Geld besorgen; der Vollständigkeit halber.

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    1. Xeson (Autor des Beitrags)

      Die Geschichte enttäuscht, aber ich denke mit dem Kauf in ein paar Monaten macht man hier nichts falsch. Erstens gibt es dann noch die kostenlosen DLCs direkt dazu und nicht erst in gestaffelten Zeitabständen und die Story wurde ebenfalls noch erweitert. Wer weiß inwieweit sich das Progresssystem bis dato noch (zum besseren?) ändert. Wie gesagt unterhaltsam ist die Kampagne, leider aber ein Reinfall in puncto Story 🙁

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