Rezension: Adventures in Wild Space 2: The Nest von Tom Huddleston [Verlosung beendet]

In meiner Rezension zu Adventures in Wild Space 1: The Snare versprach ich euch, dass meine Rezension zu Band 2 „in Kürze“ folgen würde. Das war im März. Wie ihr schon gemerkt habt holen wir bei der Jedi-Bibliothek diese Woche einige noch ausstehende Rezensionen nach und somit liefere ich auch noch meine Meinung zu Band 2 der Adventures in Wild Space-Reihe, welcher den Titel The Nest trägt und vom Autor Tom Huddleston geschrieben wurde, der damit sein Star Wars-Debüt feiert. Als Wiedergutmachung für die Verzögerung dürft ihr euch am Ende auch auf eine kleine Verlosung freuen…

The Nest ist im Februar beim britischen Egmont-Verlag erschienen, welcher folgende Inhaltsangabe liefert:

Es ist eine dunkle Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis…

Als die Eltern von Milo und Lina Graf von Agenten des bösen Imperiums verschleppt werden, müssen sich die Kinder auf eine gefährliche Reise durch die unbekannten Weiten des Wilden Raums begeben, um sie zu retten – und um Hoffnung für die Zukunft zu finden.

In diesem zweiten vollständigen Romanabenteuer verfolgen Milo und Lina ihren neuesten Hinweis auf eine abgelegene Dschungelwelt – wo eine furchteinflößende Bestie lauert…

Dieser Hinweis ist eine rebellische Übertragung, die die Graf-Kinder bei der Flucht von Thune abgefangen haben. Diese verfolgen sie mit ihrem Schiff Whisper Bird auf besagte Dschungelwelt, wo sie einen verlassenen Forschungsposten vorfinden. Doch ganz verlassen ist der Planet nicht… Bald werden die Kinder in eine Großwildjagd einer – man erlaube mir den Ausdruck – verrückten reichen Göre verwickelt, während sie versuchen, dem Ursprung des Signals auf die Spur zu kommen.

Band 1 der Reihe war ein eher heiteres Abenteuer in einer dicht bevölkerten Stadt. Diesmal bekommen wir ein Wildnis-Survival-Abenteuer geliefert. Schaut man sich die Cover und Beschreibungen der nächsten Bände an, The Steal und The Dark, so wird klar, dass diese Genre-Wechsel weiterhin Teil der Reihe sein werden. Diese sind auch nötig, denn die Reihe legt bei ihrer Haupthandlung bisher ein recht langsames Erzähltempo an den Tag. Bedenkt man, dass die Reihe derzeit bis Band 6 geplant ist, vermutlich aber auch darüber hinaus fortgesetzt werden wird, so ist dies auch weiter zu erwarten. Und da braucht es eben abwechselnde Genres in den einzelnen Bänden, damit die Abenteuer frisch und unterhaltsam bleiben.

Dies gelingt Tom Huddleston in The Nest auch, denn der Band hat eine ganz andere Grundstimmung als The Escape und The Snare. Der Abenteueraspekt bleibt erhalten, doch der Kampf Mensch gegen Natur steht im Vordergrund und liefert eine andere Atmosphäre als zuvor der Kampf gegen Captain Korda. Zudem knüpft Huddleston sprachlich und erzählerisch gut an Cavan Scott an, der die vorherigen Geschichten geschrieben hat, sodass der Autorenwechsel nicht mal wirklich auffällt.

In diesem Abenteuer kommen die Talente der Kinder auch wieder gut zum Einsatz. Tom Huddleston nutzt, genau wie Cavan Scott, Milo Grafs Affinität zu Tieren und die generelle Naturkenntnis der beiden Kinder als Plotelement. Im Laufe der Geschichte werden mehrere Hinweise auf die Auflösung der Zwangslage gestreut, die ein erfahrener Leser allerdings schon vor den Hauptfiguren dekodieren kann. Die Alterszielgruppe der Reihe besitzt diese Fähigkeit aber noch nicht unbedingt, sodass dies dem Autor nicht negativ anzurechnen ist. Dennoch ist dieser Roman für Überraschungen gut, die ich schon in der letzten Rezension angedeutet habe – besonders Star Wars Rebels-Fans werden nach dem Ende gespannt sein, wie es in Band 3 weitergeht…

Auch das Worldbuilding, das Huddleston beim Beschreiben der Dschungelwelt anwendet, ist gut und angemessen. Wir bekommen Hinweise auf die Vergangenheit der Welt, die einen erneuten Besuch in einer anderen, früheren Ära interessant machen könnten, und bekommen einen guten Eindruck davon, wie die beiden Kinder mit ihren Forschereltern früher Planeten erkundet haben. Diese Reihe mag manchen Lesern vermutlich uninteressant oder seltsam vorkommen, da sie nur sehr, sehr lose mit den Hauptereignissen der Saga verknüpft ist (wobei sich das in Band 3 mit der Rebels-Verbindung schlagartig ändern könnte). Auf mich übt sie aber gerade deswegen einen besonderen Charme aus, da sie ihren ganz eigenen Stil hat und nur im Schatten der großen Ereignisse stattfindet.

The Nest ist eine geradlinige, aber dennoch spannend geschriebene Erzählung, die erst am Ende für die Haupthandlung relevante Wendungen bringt. Der Großteil der 160 Seiten wird von dem Dschungelabenteuer belegt, welches unterhaltsam ist, aber auch den Eindruck eines Füllers erweckt. Es scheint, dass sich die Grafs größeren Fortschritt bei ihrer Suche erst durch das Überstehen eines solchen Abenteuers erarbeiten müssen, und aus erzählerischer Sinn ist dies auch nachvollziehbar, doch zugleich macht es den Leser ungeduldig. Dennoch: Die Charaktere sind sympathisch (besonders der Droide Crater hat es mir nach wie vor angetan), die Story ist solide und die Illustrationen von David M. Buisán gewohnt großartig.

Band 1 habe ich vier von fünf Holocrons gegeben, doch auch wenn die Qualität der Reihe ansonsten konstant ist, ziehe ich hier ein weiteres Holocron für das nur langsame Voranschreiten der Haupthandlung ab. Ich vergebe also solide 3 von 5 Holocrons und freue mich schon darauf, wenn es Ende Juni weitergeht!

In Deutschland startet diese Reihe übrigens im Oktober bei Panini unter dem Titel Im Wilden Raum – eine Übersicht der deutschen Bände und mehr Infos findet ihr hier.

Adventures in Wild Space 2: The Nest (Donnerstag, 25. Februar 2016)

Adventures in Wild Space 2: The Nest (25.02.2016)
Medium/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Taschenbuch
Erscheinungsdatum:25.02.2016
Autor(en):
Zeichner:
Cover:
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:
Seiten:160
ISBN:978-1-4052-7994-9
Preis:£6.99
Kanonstatus:
Ära:
Chronologie:-16 VSY
Nachschlagen auf:Amazon.de (Amazon.com, Amazon.co.uk)
Sammlung:
Nicht im Besitz
Will ich
(Vor)Bestellt
Im Besitz
Nicht gelesen
Gelesen

Verlosung

Neueinsteigern in die Reihe bieten wir hier nochmal die Chance, „Band 0“ der Adventures in Wild Space, die 96-seitige Novelle The Escape, zu gewinnen! Wir verlosen 3x Adventures in Wild Space: The Escape von Cavan Scott unter allen richtigen Einsendungen, die uns diese Frage beantworten können:

Wie heißt das Schiff von Milo und Lina Grafs Eltern, mit dem die Kinder nun unterwegs sind?

Die Lösung sollte nicht allzu schwer zu finden sein, wenn ihr diese Rezension gelesen habt. 😉 Einsendschluss ist am 23. Juni 2016 um 11:38.

Schickt uns die Antwort und eure Adresse mit dem Betreff Wilder Raum an gewinnspiel@jedi-bibliothek.de.

Die Gewinner

Die Teilnahmefrist ist abgelaufen und wir haben die Gewinner gezogen! Folgende Teilnehmer können sich über ein Exemplar von The Escape freuen:

  • Ralf K. aus Regen
  • Mechthild H. aus Ginsheim-Gustavsburg
  • Marvin M. aus Schwabhausen

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Über den Autor

Florian

Florian
Florian ist Gründer und Admin der Jedi-Bibliothek und im "echten Leben" Englisch- und Spanischlehrer. Er arbeitet außerdem für das Offizielle Star Wars Magazin als Übersetzer und betreut für die Panini-Heftreihe die "Skytalker"-Leserbriefe. Er sammelt vor allem Romane und Comics, doch weiß auch ein schönes Sachbuch zu schätzen. Er ist leidenschaftlicher Prequels-Fan und schaut für sein Leben gern Serien.

2 Kommentare

  1. MatthiasMatthias

    Wenn man bedenkt, dass die jeweiligen „Bücher“ bei normaler Druckgröße wohl 2-3 Kapitel wären, dann wird dies über 6-8 „Bücher“ vermutlich der teuerste SW Roman, den man sich kaufen kann.

  2. Frogo

    Da ist was dran ;). Naja, hat immerhin den Vorteil, dass man sie recht schnell durchgelesen bekommt. Kommt mir gerade ganz recht, da ich mit dem Lesen der SW-Bücher nach einer Pause nun wieder etwas hinterherhänge 😉

    Fand den Band definitiv in Ordnung, gefiel mir bislang am besten, auch wenn die Jäger doch etwas übetrieben eindimensional waren. Das Lob der Zeichnungen kann ich aber nur bedingt teilen – klar sind sie gut, nur leider decken sie sich häufiger nicht mit den beschriebenen Details. So ist z.B. von einem Heckantrieb die Rede, obwohl das abgebildete Schiff nur Steuer- und Backbordantriebe hat. Oder jemand hat ein Cape, aber auf dem Bild ist nichts davon zu sehen. Auch die Beschreibung des Monsters (insb. der Gliedmaßen) deckte sich nicht mit den Bildern. Sowas finde ich schon schade, weil natürlich die Bilder das sind, was dann im Gedächtnis bleibt. Und teilweise die Spannung raubt, wenn die Bilder die beschriebenen Ereignisse vorwegnehmen 😉

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