Marvel-Mittwoch: The High Republic: Eye of the Storm #1, Bounty Hunters #20 und Star Wars #20

An diesem Mittwoch setzt Marvel gleich mal alle guten Vorsätze zum neuen Jahr um und erfreut uns Leser mit drei Heften auf einmal. Dabei bekommt jeder ein bisschen was. Die Fans der Hohen Republik dürfen sich mit Eye of the Storm #1 auf eine neue zweiteilige Mini-Serie freuen. Anhänger von Luka Skywalker erfahren in Star Wars #20 mehr darüber, wie sich Luke als Jedi weitergebildet hat und wer es etwas aktionorientierter mag, der ist bei Bounty Hunters #20 an der richtigen Stelle.

Und damit ihr bei so viel Neuigkeiten nicht unversehens in etwaige Spoiler hineinlauft, hier noch mal die ausdrückliche Warnung, dass die Rezensionen und ggf. auch Kommentare des Marvel-Mittwochs Spoiler enthalten und der Leser selber entscheiden sollte, ob er hier direkt weiterliest oder sich erst die Hefte selber zu Gemüte führen möchte.

Eine besondere Lesereihenfolge für die beiden zum Crimson Reign-Crossover gehörenden Hefte gibt es nicht, da es dort derzeit keine Überschneidungen gibt.

The High Republic: Eye of the Storm #1 – rezensiert von Janina

Nachdem wir schon durch Das Licht der Jedi und Tempest Runner mehrere Orkanläufer im Detail erlebt haben, dürfen wir mit Eye of the Storm endlich auch mehr zu Marchion Ro erfahren. Hier ergeht auch nochmal eine zusätzlich Spoilerwarnung für die vorherigen The High Republic-Werke, insbesondere das noch nicht im Deutschen erschienene The Rising Storm!

Der Inhalt

Mit Eye of the Storm werfen wir zunächst noch einen Blick in die Vergangenheit. Wir erfahren zum einen endlich, welcher Spezies Marchion Ro nun eigentlich angehört, und viel wichtiger, woher eigentlich die Namensidiomatik der Nihil stammt. Brise, Sturm, Orkan und Auge, alle haben ihren Ursprung in Wind und Wetter und da verwundert es doch wenig, dass Marchions Heimatplanet eben solch ein stürmisches Klima widerspiegelt. Everon ist definitiv kein tolles Urlaubsziel, wie Charles Soule mithilfe von Guillermo Sannas eindrucksvollen Illustrationen auch auf wenigen Seiten demonstriert. Ein Planet der seine Einwohner quasi Stück für Stück dezimiert und sie dazu bringt, niemandem außer sich selbst zu vertrauen, das ist Everon. Schlussendlich müssen die Evereni die Welt sogar verlassen, nur um prompt zu merken, dass sie nicht alleine in der Galaxis sind. Und wie ein Teufelskreis sorgt das gewissermaßen antrainierte Misstrauen der Evereni dafür, dass sie zur Sorte “Erst schießen und dann fragen” gehören und sich wenig beliebt machen. In der ersten Szene, denn der Comic ist in drei verschiedene Szenen aufgeteilt, wird also der Grundstein für die Kompromisslosigkeit und das Kalkül der Evereni gelegt, das uns in der nächsten Szene dann an bereits bekannten Individuen verdeutlicht wird.

In Szene zwei springen wir dann auch schon in die Kindheit Marchions, 20 Jahre vor der Großen Katastrophe. Der junge Marchion unterhält sich mit der bereits uralt anmutenden Mari San Tekka, während Papa Asgar und Oma Shalla von oben zugucken und über den kleinen Marchion sinnieren. Und da wartet auch schon der erste Konflikt, denn während Asgar die Nihil, die von Shallas Mutter kreiert wurden, sofort nutzen will, zeigt sich Shalla eher geduldig dabei, sie einzusetzen. Dabei erfahren wir auch, dass es Asgars Verdienst ist, mit Mari San Tekka die Pfadmaschinen entwickelt zu haben. Deswegen ist er auch ungeduldig, sie einzusetzen, und wenn Großmutter Shalla nicht der gleichen Meinung ist, dann schafft man sich eben Abhilfe. Ohne den Störfaktor Shalla kann Asgar sich dann auch sofort darum kümmern, dass die Nihil seine neuen Ideen akzeptieren, was natürlich nicht ohne eine Demonstration von Asgars Möglichkeiten geht, sprich der Pfadmaschine, mit der Marchion gegen Schiffe der Nihil antreten darf. Dabei treffen wir auf ein paar alte Bekannte, den Dowutin Pan Eyta und den Weequay Kassav Milliko, der auch schon Asgar gegenüber den aufmüpfigeren Meckerer gibt. Da Marchion mit der Pfadmaschine leichtes Spiel mit den Nihil hat, kann Asgar kurz darauf auch seinen Plan erläutern und da er als Auge lediglich einen Anteil, aber nicht die Führungsposition einnehmen will, stimmen Eyta und Milliko schnell zu, es winkt ja auch gehörig Profit. Damit sind die Orkanläufer, denen Lourna Dee noch fix hinzugefügt wird, auch vollständig und feiern ihren mittlerweile bekannten Slogan “Ride the storm” mit ihren Anhängern.

Die dritte und letzte Szene springt weitere zehn Jahre voraus und zeigt Asgars Todesszene, die ja bereits in Im Zeichen des Sturms vorkam. Ganz nach Papas Vorbild ist Marchion auch absolut unbeeindruckt und greift sich lediglich den Helm Asgars, um sich bei den Orkanläufern als Nachfolger zu erklären. Sehr schön ist an dieser Stelle, dass Milliko den genau gleichen Wortlaut gegenüber Marchion anschlägt, den er zehn Jahre vorher Asgar gegenüber geäußert hat, nämlich Zweifel an den Fähigkeiten des Nachfolgers. Wenig verwunderlich ist daher, Marchions Abneigung für den Weequay, die man in Das Licht der Jedi deutlich sieht. Mit einer blutigen Vision für die Jedi, die sich Marchion ausmalt, bleiben wir in dieser Ausgabe auch erstmal zurück. Als Einstieg in die Vergangenheit von Marchion schafft Charles Soule es gekonnt, mittels weniger Bemerkungen die Weichen für den späteren Bösewicht zu stellen. Dabei deckt er aber auch nicht alle Karten auf, denn als Leser bleibt man immer noch mit einigen wichtigen Fragen zurück, wie zum Beispiel warum Mari San Tekka so gar nicht gezwungen wirkt, sondern eher freundschaftlich gegenüber Marchion und zumindest auch Asgar keinerlei Widerstand leistet. Die Details um die San Tekka-Ro Beziehung und die Zusammenführung der Nihil bleiben also vorerst im Dunkeln. Stattdessen dürfen wir Marchion bereits als Kind überzeugend kompromisslos sehen. 

Die Zeichnungen

Allgemein sind Guillermo Sanna die Zeichnungen sehr gut gelungen, insbesondere die Ro-Familie muss man dabei erwähnen. Marchion und Asgar sind durchweg überzeugend detailreich gezeichnet, was besonders für viel Lob in den sozialen Medien sorgen dürfte, wo man sich schon seit den Covern auf Marchion freut. Auch die Umgebungen sind solide, wenn auch häufig recht einfach gehalten. Das ist hier aber völlig okay, weil das Augenmerk meist auf den Personen selbst liegt. Besonders herausgestochen sind die visionsähnlichen Panele des Comics, bei denen wir zum einen die bereits erwähnten sterbenden Jedi sehen, aber auch Marchions Vater und Großmutter sowie Mari San Tekka selbst. Gewissermaßen also ein Foreshadowing in stilistischer Form. Ein kleiner Wermutstropfen ist dennoch enthalten und zwar ausgerechnet bei der Darstellung von Kassav Milliko. Wer nicht weiß, dass er ein Weequay ist, wird es vermutlich auch nicht in dem Comic erkennen können. Gegen Ende wechselt er dann sogar die Hautfarbe und sieht aus wie ein maskierter Han-Solo-Verschnitt. Das ist aber auch der einzige Punkt den ich zu bemängeln habe. 

Fazit

Charles Soule gelingt es erneut, einen fulminanten Einstieg zu bieten. Eye of the Storm wartet dabei zwar mit einigen interessanten Details für die Vergangenheit der Nihil und Marchion auf, vor allem aber wird der Charakter von letzterem hier bereits Stück für Stück näher beleuchtet. Für eine nur zweiteilige Comicgeschichte, auch wenn sie mit 40 Seiten Überlänge hat, wird hier einiges geboten.

Bounty Hunters #20 – rezensiert von Matthias

Der Inhalt

Bounty Hunters #20 (12.01.2022)
Bounty Hunters #20 (12.01.2022)

T’onga und ihre Crew aus Kopfgeldjägern hat es mittlerweile nach Lotho Minor verschlagen, wo sie in dem den Planeten umgebenden Trümmergürtel nach den Überresten von 4-LOM suchen, die Zuckuss dort geortet hat. Nachdem sie sich alle noch mal die Gefahren, die von 4-LOM nach seinem Umbau ausgehen könnten, bewusst gemacht haben, betreten sie vorsichtig einen wohl erst kürzlich aufgegebenen Frachter, wie er von den Hutten auf Nar Shaddaa gerne verwendet wird. Und Vorsicht scheint durchaus geboten, denn keiner weiß so genau, in welcher Form 4-LOM aktuell unterwegs ist, aber erste Anzeichen lassen nichts Gutes erahnen und der plötzliche Kommunikator-Ausfall bei Zuckuus auch nicht.

Währenddessen trifft General Vukorah unerwartet im Palast des Unbroken Clans auf Corellia ein. Dort konfrontiert sie den Großen Anführer des Clans mit seiner eigenen Untätigkeit seit dem Tod seiner Tochter. Mit ihrer Mitteilung, dass sie mehr für den Erhalt des Unbroken Clans getan habe als er, leitet sie ihren nun daraus folgenden Anspruch auf die Übernahme der Macht im Clan ein. Sie habe sich getreuer als eine Tochter verhalten, also habe sie jetzt den Anspruch, ihn in seiner Rolle als Führer zu beerben. Dies sieht der Große Anführer naturgemäß anders, da sie nicht das königliche Blut der Hunderten von Generationen in sich trage, sondern nur eine der Straßenratten gewesen sei, die man aufgesammelt habe. Daraufhin zieht Vukorah ein geheiligtes, aber verschollen geglaubtes Schwert und beendet sein Leben und beginnt ihres als neue, selbstgekrönte Große Anführerin. Ihre Leibwachen haben zwischenzeitlich die übrige Belegschaft getötet oder zur Gefolgschaft überredet. Stolz lässt Vukorah daraufhin Qi’ra informieren, dass der Unbroken Clan nun fest hinter ihr stehe und ihre Anweisungen erwarte.

Zurück an Bord des aufgegebenen Huttenfrachters hat T’ongas Team zwar ein paar der technischen Probleme überwunden, aber alle gemeinsam stehen sie nun vor dem Problem, dass 4-LOM in seiner aktuellen Hybrid-Form Zuckuss unbedingt töten will. Dieser kann den Angriffen zwar immer ausweichen und appelliert immer weiter an 4-LOM, sich an die gemeinsame Vergangenheit zu erinnern, aber hat damit zunächst keinen Erfolg. Als die übrigen Team-Mitglieder nun anfangen, 4-LOM anzugreifen und zu verletzen, geht Zuckuss dazwischen und verbietet ihnen, 4-LOM weiter zu bekämpfen. Es kommt dann zu einer persönlichen Konfrontation zwischen den beiden, die damit endet, dass 4-LOM mal wieder seinen Kopf verliert. Damit kann Zuckuss nun auch die weiteren Schritte seines Plans angehen, denn 4-LOM hat die Systeme des Frachters so umkonfiguriert, dass er Zuckuss rufen und gleichzeitig alle Signale in zwölf Sektoren abhören konnte. Einen Umstand, den Zuckuss zur Suche nach bestimmten Übertragungen nutzen will. Nachdem er die im Kopf seines ehemaligen Partners befindlichen Systeme wieder in den normalen Kopfgeldjäger-Modus zurückversetzt und an die Schiffssysteme angeschlossen hat, macht sich 4-LOM auch sofort, wie gewünscht, auf die Suche nach Cadeliah und hat auch Erfolg. Aber sein Erfolg ist nicht unerkannt geblieben und so setzt Crimson Dawn Deathstick auf T’ongas Team an. Und auch Dengar erhält von Crimson Dawn einen neuen Auftrag, während er gerade dabei ist, Manaroo seine romantische Seite zu zeigen.

Die Umsetzung

Ethan Sacks fokussiert die Geschichte in diesem Heft ganz auf die beiden Konfrontationen zwischen Vokurah und dem bisherigen Clan-Oberhaupt und zwischen Zuckuss und 4-LOM. Während das Duell innerhalb des Unbroken Clans eines auf Leben und Tod ist, welches nur einer der beiden überleben kann und wird, will Zuckuss 4-LOM nicht töten, sondern aus seiner bisherigen Lage befreien und zur Zusammenarbeit überreden, was aber auch nur gelingen kann, indem er ihn in seiner jetzigen Form tötet, um ihn dann in seiner früheren Form wieder auferstehen zu lassen. Dieser Kontrast ist ganz interessant und gut umgesetzt. Mal sehen, ob und, wenn ja, welche Bedeutung dies für die zukünftige Geschichte hat. Bei dem Kampf gegen 4-LOM kann man zwar bekritteln, dass es mal wieder sinnlose Action gibt, aber die hält sich diesmal sehr in Grenzen. Das herrschaftsübertragende Duell im Unbroken Clan hingegen ist auch in den Zeichnungen entsprechend episch aufgezogen und hat sogar einen sagenumwobenen Gegenstand, der die Hunderten von Generationen verbinden soll, nun, da die Blutlinie des Unbroken Clan gebrochen scheint. Dass Vukorah dem sterbenden Anführer in seinen letzten Sekunden noch verrät, dass er eine Enkelin hat, Cadeliah, birgt aber bereits das drohende Ende für Vukorahs Machtanspruch in sich und spannt den Spannungsbogen für die kommenden Hefte, auch jenseits der Crimson Reign-Story.

Paolo Villanelli und Bryan Valenza liefern wieder in jederlei Hinsicht hervorragende Arbeit ab. Es stimmt einfach alles, von den detaillierten Zeichnungen und Hintergründen über die Kolorierung bis hin zur Organisation und Komposition der Panels. Sie beweisen hier erneut, dass sie derzeit das Spitzenteam im Star Wars-Umfeld sind und nehmen und nutzen alle sich ihnen daraus bietenden Freiheiten, um uns Lesern so jeden Monat einen echten optischen Leckerbissen zu präsentieren.

Fazit

Grundsolides Heft mit sehr guten Zeichnungen, welches die Geschichte planvoll und mit nur wenig übertriebener Action vorantreibt. So kann es gerne noch lange weitergehen.

Star Wars #20 – rezensiert von Maximilian

„Oh, come on.“

Luke Skywalker
Star Wars #20 (12.01.2022)
Star Wars #20 (12.01.2022)

Die Star Wars-Hauptreihe geht heute in ihre 20. Runde, die den Titel Dangerous Lessons trägt. Das Kreativteam besteht aus Soule, Castiello und Rosenberg und im Prinzip hat sich am Storytelling seit dem letzten Heft nichts geändert.

Auf seiner Rundreise durch die Galaxis im letzten Heft, die überraschend schnell vonstatten ging, wenn man es sich mal recht überlegt, hat Luke überraschend ein Jedi-Holocron aufgespürt. Und zwar ausgerechnet das seines aktuellen Meisters Yoda! Wenig überraschend, dass die Lehren des Holocrons mit denen des noch lebenden Meisters übereinstimmen und der junge Luke daher ein wenig frustriert ist. In dieser Frustration schaltet Skywalker allerdings eine ihm bisher unbekannte Information frei: den Standort von sogenannten Vergenzen der Macht, wozu der Tempel auf Coruscant ebenso gehört wie Jedha. Oder aber das „Lebende Meer von Gazian“, welches bisher völlig unbekannt war. Offensichtlich müssen Luke und R2 direkt hin (was wieder extrem schnell geht) und Luke betritt den Planeten unbehelligt. Sofort versinkt er in einem Meer aus Pilzen, oder zumindest Lebensformen, die wie Pilze aussehen. Diese dringen sofort in seinen Körper ein und integrieren sich in sein Gehirn, sodass er beginnt, Dinge zu sehen und zu hören.

Und so beginnt sein Gespräch mit einem Jedi aus der Hohen Republik, der Lesern dieser Epoche wohlbekannt ist: Elzar Mann! Dieser erklärt Luke, dass dieses Meer aus Pilzen eine Kopie eines jeden Bewusstseins anfertigt, welches es betritt. Natürlich kann diese Kopie nur Dinge wissen, die der jeweilige Besucher zur Zeit des Besuches ebenfalls gewusst hat, doch lernt Luke im Verlaufe des Gesprächs trotzdem das eine oder andere von Meister Mann. Im Detail möchte ich aber nicht auf den Rest eingehen.

Genauso interessant wie der Inhalt des Gesprächs über den Zweck des Ordens der Jedi und die Rolle der Jedi als Individuen und deren freien Willen, was schon ziemlich philosophisch ist, sind die Orte, die im Hintergrund zu sehen sind. Zuerst ist es einfach ein roter Hintergrund, der wohl teilweise das Pilzmeer referenzieren soll, doch besuchen wir auch den Planeten Ahch-To, den Luke bisher, soweit ich weiß, noch nicht kennt, den alten Jedi-Tempel auf Coruscant, sowohl innen, als auch außen, ein Schlachtfeld, ein Amphitheater, eine Anhöhe und ein Meer. Dabei treffen wir auf mehrere alte Bekannte. Heraus stechen Anakin Skywalkers Lichtschwert, Meister Yoda, Qui-Gon Jinn, Obi-Wan Kenobi in jungen Jahren und Avar Kriss.

Besonders wichtig scheint zu sein, dass man das Meer verlassen oder dort bleiben kann. Luke entscheidet sich für das erste. Das Skelett, welches ihm eines der Bücher überreicht, welches Meister Luke viele Jahre später in einem Baum aufbewahrt, scheint sich eher für das Bleiben entschieden zu haben. Leider wird in meinen Augen nicht ganz klar, ob es sich hier um Meister Mann handelt oder um einen namenlosen Jedi. Da ich in der Hohen Republik auch nicht up-to-date bin, weiß ich auch nicht, ob es eine Todesversion von Mann gibt.

Die Zeichnungen des Heftes wirken dieses Mal eher hart und kantig, was den vielen Dialog in den Vordergrund rückt. Ich gebe auch offen zu: Wenn er es nicht explizit gesagt hätte, hätte ich Elzar Mann nicht erkannt. Ansonsten hingegen finde ich auch den visuellen Teil des Comics gut gelungen.

Wichtig bei solchen Integrationen von Charakteren anderer Reihen ist in meinen Augen, dass man alles verstehen kann, ohne die andere Reihe gelesen zu haben, was hier auch gegeben ist. Obwohl es für das Lesevergnügen selbstverständlich besser ist, den Charakter, der hier gehypt werden soll, auch kennt.

Wer auf dialoglastige Philosophiestunden mit Lehrinhalt zwischen Charakteren steht, die sich eigentlich nicht begegnen können, dem sei dieses Heft wärmstens ans Herz gelegt. Für Freunde Luke Skywalkers kann dieser Teil seiner Entwicklung wohl ebenfalls interessant sein, aber ich bin ehrlich: Für alle anderen ist das Heft eher nichts. Ich habe die Lehrstunde von Mann allerdings genießen können, bin aber skeptisch, wohin sie Luke führen wird.

Das nächste Heft wird dann Trapped on a Star Destroyer heißen und dem Namen nach wohl Shara Beys Geschichte fortsetzen.


Nächste Woche wartet der Marvel-Mittwoch mit zwei Heften auf. Zum einen mit The High Republic #13: Jedi’s End, Part 3 und zum anderen mit Doctor Aphra #18: Conjurations. Die Eye of the Storm-Reihe findet am 16. Februar ihre Fortsetzung, die Star Wars-Hauptreihe am 2. März und die Bounty Hunters sogar erst am 16. März, da der Erscheinungskalender in den nächsten Monaten schon mit den zum Abschluss der ersten THR-Welle gehörenden Heften und ganzen neuen Reihen sehr vollgepackt ist. Langeweile wird also definitiv nicht aufkommen.

Wir bedanken uns bei Marvel für die digitalen Vorab-Ausgaben, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.

Logo zu Star Wars: Die Hohe Republik

Star Wars: Die Hohe Republik ist ein mehrjähriges Buch- und Comicprogramm, das 200 Jahre vor den Filmen spielt und die Jedi in ihrer Blütezeit zeigt. Weitere Infos, News, Podcasts und Rezensionen gibt es in unserem Portal und in der Datenbank. Beachtet auch unseren Guide zur Lesereihenfolge.

6 Kommentare

  1. Und hier noch ein Hinweis, den Charles Soule über Twitter gegeben hat:

    Eye of the Storm #1 kann zeitlich unabhängig davon gelesen werden, welche Werke aus der demnächst abgeschlossenen Phase 1 man schon gelesen hat.

    Eye of the Storm #2, welches Mitte Februar erscheint, sollte allerdings das Letzte sein, was man zur Phase 1 liest.

Schreibe einen Kommentar