Rezension: The Bad Batch: Rogue Agents #4 von Dark Horse

Pünktlich zur Sommerferienzeit darf sich auch die Schadenscharge auf etwas Ruhe freuen. Zuvor müssen sie aber noch ihr aktuelles Abenteuer im heutigen Heft zu Ende bringen. Nur Aurra Sing erweist sich mal wieder als Spaßbremse. Was die Schadenscharge während ihrer Zugfahrt (Last Train to Criterun) so erlebt, schauen wir uns in dieser Rezension an.

Der Inhalt

Der geniale, aber auf der Flucht befindliche Wissenschaftler Lazlo will zu Beginn des Heftes möglichst weit weg, so weit weg, wie ihn die Zugverbindung eben bringen kann. Aber das ist nicht weit genug weg, um der Schadenscharge zu entgehen, die ihm dicht auf den Fersen ist.

Von Aurra Sing mal ganz zu schweigen, die ebenfalls an Bord des Zuges ist und nur den richtigen Moment abgepasst hat, um sich persönlich vorzustellen. Derweil gibt es auf dem Dach des Zuges – wie es sich für dieses Genre gehört – ein kleines Scharmützel mit Coles Trüppchen. Wie so oft endet auch diese Auseinandersetzung damit, dass ein Wagen abgekoppelt wird, obwohl dies quasi nie das gewünschte Endresultat hat. Und auch Lazlos Verhör im Wageninneren verläuft nicht wie gewünscht.

Es geht etwas hin und her, aber am Ende läuft es dann doch so, wie solche Sequenzen im bzw. auf dem Zug halt immer laufen und wie wir es von der Schadencharge auch erwarten.

Gerade als sie „Ende gut, alles gut“ sagen wollen, summt der Holo-Buzzer, und die Gruppe darf – Flucht der guten Tat – gleich wieder losziehen, um die Galaxie zu retten. Die nächste Heft-Reihe lässt also vielleicht schon mal grüßen.

Die Umsetzung

Autor Michael Moreci arbeitet die Geschichte sauber, aber wenig einfallsreich ab. Trotz aller Wendungen bleiben alle Figuren jedoch immer in ihrem Rahmen. In Sachen Humor und kecker Sprüche scheint er schon auf die Notvorräte zurückgreifen zu müssen. Mit all dem kann man zwar die Leserschaft brav unterhalten, aber nicht wirklich begeistern. Aber immerhin bringt Dark Horse überhaupt noch Comics heraus, bei Marvel scheint man da teilweise schon kurz vorm Scheintot zu sein.

Deutlich besser gefallen mir die Leistungen des Künstlerteams rund um Reese Hannigan. Die Zeichnungen sind recht detailliert und sauber ausgeführt. Die Köpfe und Gesichter, immer ein Problem bei Zeichnungen, sind durchgängig gut gelungen, und auch Elisabetta D’Amicos Tuscheanteile sind funktionell eingesetzt. Michael Atiyeh hat bei der Kolorierung gute Arbeit geleistet. Die Farben passen, sofern sie nicht bewusst verfälscht wurden, um den Fokus des Lesers zu lenken. Sehr interessant fand ich die Umsetzung der Blaster-Schüsse als linien- oder punktförmige Farbflecken, die die Action gelungen wirkend verstärkten, sowie die dynamischen Farbhintergründe. Bobby Bradford und Tyler Smith hatten bei all der Action natürlich alle Hände voll zu tun und haben diese Aufgabe wie gewohnt sehr ansehnlich gelöst. Das sehr solide Cover stammt von Valeria Favoccia und passt recht gut zum Heft, inhaltlich und auch rein optisch.

Fazit

Das letzte Heft und mit diesem auch die ganze Reihe haben genau das geliefert, was man von so einer Reihe erwarten durfte. Ein bisschen kurzweiliger Lesespaß ohne allzu große Raffinessen. Dabei war der grafische Anteil deutlich besser, als das, was wir von solchen Reihen üblicherweise sehen.


Am 5. August geht es bei Dark Horse mit The High Republic Adventures: Pathfinders #4 weiter.

Wir danken Dark Horse Comics für die Bereitstellung der Vorschaubilder und des elektronischen Rezensionsexemplars.

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