Han erlebt in Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #4 einen wirklichen Bad Day at Black Spire. Glücklicherweise kommt es für uns Leser nicht ganz so schlimm.
Achtung: Wie immer besprechen wir im Marvel-Mittwoch die Handlung der Comics, sodass sowohl der Beitrag als auch die Kommentare Spoiler enthalten können.

Der Inhalt

Die Geschichte wird weiter auf zwei Zeitebenen erzählt, zum einen Rey in der Gegenwart und die Abenteuer der klassischen Helden irgendwann nach der Hochzeit von Han und Leia auf der anderen, die weiterhin von Oga erzählt wird.
Die relevante Handlung beginnt damit, dass die gesamte Heldenschar wieder nach Batuu zurückkehrt, um das grüne Jedi-Amulett, für das sich so viele Bewohner geopfert haben, zurückzubringen, weil das Teil jenseits von Batuu nur noch grün scheint, aber zu nichts nütze ist. Man könnte fast meinen, ein Mitarbeiter der Rechtsabteilung wollte hier etwaigen Produkthaftungsklagen möglicher Käufer dieses Merchandising-Artikels schon mal vorbeugen. Und natürlich ist dafür das volle Heldenaufgebot erforderlich, auch wenn sie sich umgehend alle in kleine Grüppchen zerstreuen, um dies oder jenes zu erledigen. Jeder Grusel-Fan weiß jetzt schon, dass das keine gute Idee war. Auch Han wünscht sich nur einen ruhigen Tag, aber kaum hat er dies ausgesprochen, bricht die Hölle los.
Wie es scheint, haben diverse zwielichtige Gestalten Han nicht in so uneingeschränkt guter Erinnerung, wie es Han selber gerne hätte, und so bringt der Aufenthalt statt kühler Drinks wilde Schießereien, Verfolgungsjagden und was sonst so dazugehört. Natürlich bemerken die anderen davon rein gar nichts, weil sie sich das ausgebrochene Chaos in bewährter Form schön wegerklären.
Aber noch ehe wir die Aufklärung dieser Ereignisse bekommen, muss Rey selber zur Aktion schreiten, denn jemand hat der Ersten Ordnung ihren Aufenthalt bei Oga gesteckt, und die schauen daraufhin – dienstbeflissen wie sie sind – dort vorbei, um diesem Hinweis nachzugehen. Das letzte Heft scheint also nach so vielen Worten doch noch etwas Action für Rey bereitzuhalten.
Die Umsetzung
Ethan Sacks versucht, die allzu banale Handlung durch Humor und Wortspiele aufzulockern, was ihm in Ansätzen auch gelingt. Ansonsten ist es aber eine durch und durch vorhersehbare 08/15-Handlung. Auch der Versuch, mit dem Auftauchen der Ersten Ordnung etwas Spannung zu erzeugen, bleibt im Keim stecken. Nun gut, viel hatten wir nach den ersten drei Heften eh nicht mehr erwartet. Immerhin hat man mal etwas zu schmunzeln.






Die zeichnerische Umsetzung ist Jethro Morales und Roi Mercado dafür deutlich besser gelungen. Die menschlichen Gesichter fallen ihnen wie immer etwas schwer, aber der Rest ist ziemlich gut getroffen. Beim Paneling agiert man erfreulich frei und trägt damit einiges zur Dynamik des Erzählflusses bei. Gelungen ist auch die farbliche Anlage durch Rachelle Rosenberg. Clayton Cowles durfte sich beim Lettering nicht nur wegen all der Aktion, sondern auch wegen Chewies klarer Ausdrucksweise wieder etwas austoben. Die Cover von Phil Noto, Leinil Francis Yu und Giuseppe Camuncoli gefallen mir eigentlich durchweg gut, aber nicht sehr gut.
Fazit
Es hätte schlimmer kommen können, aber auch deutlich besser. Ich würde das Heft mal als irrelevantes Fastfood einstufen. Macht für drei Minuten satt, aber mehr nicht.
Am 19. August findet die Reihe mit Galaxy’s Edge: Echoes of the Empire #5 dann ihr Ende. Am 22. Juli hat dann der neue Star Wars-Comic-Verlag Mad Cave Studios mit The Mandalorian and Grogu: Danger in the Dark sein Debüt, ehe sich Marvel am 12. August mit The Fall of Kylo Ren #1 zurückmeldet.
Wir bedanken uns bei Marvel für die Bereitstellung der digitalen Vorabexemplare, ohne die unser Marvel-Mittwoch nicht möglich wäre.










