Rezension: The Clone Wars 4×15: „Transformer“

Unsere heutige Rezension zur Folge Transformer – meiner Meinung nach übrigens ein völlig absurder Titel – eröffnet einen vierteiligen Handlungsbogen, der Undercover-Arbeit und Kopfgeldjäger in den Fokus rückt. Hierbei handelt es sich um die 15. Folge der vierten Staffel, die in den USA am 20. Januar 2012 unter dem Titel Deception das erste Mal ausgestrahlt wurde. In Deutschland lief die Episode am 23. Juni 2012. Geschrieben wurde sie von Brent Friedmann und inszeniert von Kyle Dunlevy.

„Kriegsführung beruht auf Täuschung.“

Offizielle Folgenbeschreibung: Obi-Wan wurde anscheinend vom Scharfschützen Rako Hardeen getötet. Tatsächlich gehört Kenobis „Tod“ zu einem Plan der Jedi, bei dem Kenobi die Identität von Hardeen annimmt, um ein Attentat auf Palpatine zu verhindern. Gelingt es Obi-Wan im Gefängnis, sich in die Verbrecherbande von Moralo Eval und Cad Bane einzuschleusen und ihren Plan, den Kanzler zu töten, zu vereiteln?

Star Wars: The Clone Wars Episodenguide
Heute ohne Feuer

Die Folge beginnt mit einer dramatischen Jagd auf einen Scharfschützen, der das Feuer auf unser Jedi-Trio eröffnet hat. Bei dieser stirbt Obi-Wan Kenobi angeblich. Wie praktisch, dass diesmal bei dem Begräbnis mit dem Feuer gespart wird. In Wirklichkeit ist Obi-Wan natürlich noch am Leben und soll lediglich den Kriminellen Rako Hardeen mimen und im Gefängnis den Terroristen Moralo Eval aushorchen, der angeblich einen Anschlag auf Kanzler Palpatine geplant hat.

Ein doch ganz nettes visuelles Easteregg fällt auf, als Kenobi zur Tranformation in Rako Hardeen rasiert wird. Das 3D-Modell sieht tatsächlich doch aus wie ein junger Ewan McGregor. Die Hauttransformation allerdings fand ich jetzt doch etwas arg spinnig, auch wenn natürlich erklärt werden muss, dass Kenobi Rako Hardeen täuschend ähnlich sieht.

Die interessante Nebenhandlung dieser und der nächsten Folgen ist außerdem, dass Anakin und Ahsoka in diesen Plan nicht eingeweiht sind. Man kann hier schon sehr gut die ersten Probleme bei Skywalker sehen, die mit Episode III ihren Höhepunkt finden. Glücklicherweise bringt er Hardeen – pardon seinen Meister – jedoch nicht um, sondern liefert ihn, wie es sich gehört, bei den Behörden ab, sodass dieser im gleichen Gefängnis wie Eval landet.

Hallo, wie geht’s denn so?

Was folgt, ist eine zwar wenig originelle „Ich verschaffe mir Respekt und so die Aufmerksamkeit meines Ziels“-Handlung, aber glücklicherweise treffen wir dabei auch noch auf einen alten Bekannten. Cad Bane ist (natürlich) in der gleichen Zelle und soll Eval dabei helfen, sie alle aus dem Gefängnis zu schaffen.

Tatsächlich bekommt eine allzu vorherzusehende Folge hier jedoch ihren Wendepunkt. Der Plan zum Ausbruch wird gar nicht erläutert und stattdessen treffen wir im Folgenden auf einige weitere Bekannte, die in die gesamte Sache involviert sind. Es ist irgendwie auch ganz schön zu sehen, dass Bossk immer noch auf Boba Fett aufpasst, und diese Fülle an doch bekannten Figuren, die nun alle mal kurz aufeinander Bezug nehmen dürfen, macht die zweite Hälfte dieser Folge sehr unterhaltsam.

Boba und Bossk sorgen für Aufruhr.

Als Auftakt dieses Handlungsbogens, der vier Folgen lang geht, braucht diese Episode ein bisschen, um in Schwung zu geraten, allerdings ist das auch völlig in Ordnung. Was mich ärgert, sind eher Dinge wie zum Beispiel Obi-Wans skurrile Transformation. Wenn das so einfach wäre, warum machen die Jedi das nicht öfter? Richtig, weil das eigentlich viel zu einfach ist und deshalb nur in einer Serie funktioniert, die als Zielpublikum doch eigentlich eher Kinder hat.

Fazit: Transformer läuft etwas gemächlich an, wird in der der zweiten Hälfte der Folge aber doch packend und eröffnet damit einen der sehr interessanten Handlungsbögen der Serie, der sich nicht mit offenen Kriegshandlungen beschäftigt und stattdessen ein wenig mehr die Kopfgeldjäger ins Licht rückt. Die Folge ist ganz solide, aber ein paar Abzüge gibt es für die etwas faule Art und Weise, das Ganze ins Rollen zu bringen. Deshalb bekommt die Folge von mir drei von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Vorherige Episode: Der andere Weg (Staffel 4, Episode 14)
Nächste Episode: Freund und Feind (Staffel 4, Episode 16)

Über den Autor

Janina

Janina
Janina ist Autorin in der Jedipedia.net und passionierte Spielerin des Online-Rollenspiels Star Wars: The Old Republic. Daneben studiert sie Orientalistik und Anglistik in Bamberg.

3 Kommentare

  1. JohannJohann

    Bin ganz grundsätzlich bei dir, für den deutschen Titel sollte es aber eine automatische Reduzierung auf null Holocrons geben.

    1. JaninaJanina(Autor des Beitrags)

      Naja, wwenn ich mir da noch in den Jahrzehnten die übersetzten Romantitel anschau, da gibt’s ähnliche Ausrutscher. Davon will ich jetzt nicht die ganze Rezension abhängig machen.

  2. Schosch

    Ich mag die Folge nicht.

    Zum einen finde ich die Idee mit der transformation extrem abgedreht und dumm. Auch das es hier wieder mehr um die Kopfgeldjäger und insbesondere Cad Bane geht finde ich ebenfalls sehr sehr schlecht da Cad Bane für mich mit Abstand der schlechteste Charakter in TCW ist. Ganz nett anzusehen ist noch der ausbruch aber dadurch das Cad Bane mit sdabei ist finde ich sie trotzdem extrem zäh und schlecht.

    Letztendlich muss ich sagen das diese Folge für mich zu den schlechtesten Folgen der Serie gehört und für mich eine der schlechtesten wenn nicht sogar den schlechtesten 4 teiler Handlungsbogen in ganz TCW einleitet und ich diese Folge auch immer nur gucke um die Serie komplett zu haben. Daher ist meine Bewertung in dem Fall klar ich würde der Folge 0 von 5 Holocrons geben!

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