Rezension: The Clone Wars 3×14: „Hexen des Nebels“

Aus deiner Wut wächst deine Stärke.

Count Dooku

Mit Hexen des Nebels beenden wir den Dathomir-Dreiteiler von Katie Lucas. Es ist die 14. Folge der dritten Staffel The Clone Wars und schließt erneut direkt an Monster an. Die Regie übernahm Giancarlo Volpe, der ja auch schon den ersten Teil übernommen hatte. Die Premiere fand am 21.01.2011 statt und in Deutschland sahen wir die Folge am 09.04. desselben Jahres.

Der Pfad des Bösen mag große Macht versprechen, doch keine Loyalität.

Savage Opress (Bild von der jedipedia.net)

Hexen des Nebels ist eine der Folgen, deren Werbung mir von damals auf SuperRTL immer noch im Kopf geblieben ist, einfach weil sie mich so über alle Maßen getriggert hat. Damals hat man beschlossen, die Sound-Spur von der Bild-Spur zu trennen und Obi-Wans Ausruf „Darth Maul ist am Leben?“ mit dem Bild von Darth Mauls Büste vom Ende der Folge zusammen zu zeigen. Bähm! Die perfekte Werbung. In der Folge selber ist es allerdings leider nicht so gut gelungen. Hier fragt Obi-Wan das bei einem Überwachungsholo, welches von Opress aufgenommen wurde, als er die beiden Jedi auf Devaron in der letzten Folge getötet hat. „Darth Maul ist am Leben?“ Nein! Natürlich nicht! hast du Tomaten auf den Augen, oder was? Darth Maul und Savage Opress haben absolut keine Ähnlichkeit, wenn man einmal von derselben Spezies absieht. Maul ist bedeutend kleiner, weniger muskelbepackt und rot, während Opress ein Hühne ist, der außerdem gelbe Haut hat. Bei der Macht, Kenobi! Reiß dich zusammen!

Savage wird unterdessen von Darth Tyrannus trainiert, welcher ihm offen sagt, dass er mit ihm Lord Sidious unterwerfen will. Ein wenig leichtsinnig vom Count, wenn ihr mich fragt, wenn man bedenkt, dass er den Zabrak grade erst kennengelernt hat. Wer weiß, ob der Gute nicht eventuell doch ein Spion ist? Beim Training fällt eine gewisse Analogie zu Lukes Jedi-Training auf Dagobah auf, denn Savage beschreibt die Aufgabe, die Dooku ihm stellt, als unmöglich, woraufhin dieser ihn eines Besseren belehrt. Allerdings ist das die einzige echte Gemeinsamkeit. Die restlichen Analogien sind Analogien, weil es das komplette Gegenteil von dem ist, was Yoda Luke lehren wird. Statt sich von Emotionen zu befreien, soll Savage seinen Hass bündeln, statt besonnen zu reagieren, soll er auf seine Emotionen hören, statt die Macht durch sich fließen zu lassen, soll er die Macht lenken.

Die Folge hat allerdings dieselbe Schwäche wie auch schon ihre beiden Vorgänger: Sie ist zu schnell. Laut den Männern im Dorf auf „der anderen Seite von Dathomir“ sind zehn Tage vergangen, seitdem Savage geholt wurde. Seitdem hat er den halben Planeten in einem Gleiter umrundet, wurde verzaubert, nach Serenno geschafft, hat ein erstes Training absolviert, auf Devaron zwei Jedi getötet, ein zweites Training absolviert und – zack! – ist er laut Mutter Talzin bereit für seine Aufgabe. Da fragt sich nicht nur Ventress, ob die Zeit wirklich schon reif ist, sondern auch der Zuschauer. In den letzten drei Folgen ist die Galaxis wieder so zusammenschrumpft, dass es wirkt, als könne man innerhalb von Sekunden von einem Ort zum nächsten reisen. Insbesondere bei dem in dieser Folge vorkommenden Toydaria ist dies einfach nicht machbar.

Gastauftritte haben König Katuunko von Toydaria, welchen wir in den ersten Folgen bereits kennen gelernt haben, und mein Lieblings-Easter-Egg der Serie: die Republic Commandos vom Delta-Squad aus dem Videospiel und den Romanen der Republic Commando-Reihe. Sie werden zwar nicht namentlich genannt, aber die vier sind dank ihrer einzigartigen Rüstungen eindeutig zu erkennen.

Das Ende der Folge ist leider mehr oder weniger vorhersehbar und kommt ziemlich genau so, wie ich in der letzten Rezension schon angedeutet hatte. Leider ist die Folge an dieser Stelle unglaublich berechenbar und die „große“ Überraschung im Epilog der Folge ist nur beim ersten Anschauen überraschend. Beim zweiten und dritten Ansehen und mit mehr Background wird schnell klar, dass es keinen Storytelling-Grund hatte, sondern nur folgenden: „Sith sells“.

Nichtsdestotrotz bekommen wir eine solide Folge geliefert, die einiges an Action beinhaltet, und diese Dank innovativen Kameraperspektiven auch anschaulich präsentiert. Entsprechend kann ich dem Abschluss dieses Dreiteilers ohne Weiteres vier von fünf Holocrons geben.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

vorige Episode: Monster (Staffel 3, Folge 13)
nachfolgende Episode: Wächter der Macht (Staffel 3 Folge 15)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

1 Kommentar

  1. Schosch

    Ich finde die Folge gut!

    Die Jedi werden hier gut in die Handlung mit eingewoben und keine der Szenen wirken für mich gehetzt.

    Außerdem am Ende der Massenlichtschwertkampf zwischen Dooku, Ventress und Asajj und Savage Opress war wunderschön anzusehen. Das einzige was schade ist ist das Obi-Wan und Anakin erst kurze Zeit später eintreffen. Ich hätte es cooler gefunden wenn sie im Kampf zwischen denn dreien hinein gekommen wären und es dann einen großen Lichtschwertkampf zwischen fünf verschiedenen Personen gegeben hätte aber naja.

    Wie gesagt ich finde die Folge gut mit sehr coolen Lichtschwertkämpfen und würde ihr daher 4 von 5 Holocrons geben!

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