Rezension: The Clone Wars 3×16: „Der Altar von Mortis“

Alles ist verloren – das Gleichgewicht ist gestört.

Der Vater

In der zweiten Folge des Mortis-Dreiteilers, die in direkter Zusammenarbeit mit George Lucas entstanden ist, kehren Anakin, Obi-Wan und Ahsoka nach Mortis zurück, um unerledigte Geschäfte zu beenden. Auch diese Folge ist eine vor Symbolik und Foreshadowing nur so triefende Folge und bietet dem Legends-Bereich weiteres Material für die Das Verhängnis der Jedi-Ritter-Reihe. Die Story stammt erneut von Christian Taylor, Regie führe dieses Mal Brian Kalin O’Connel. Die Premiere war am 04.02.2011, in Deutschland sahen wir die Folge erstmals am 23.04. desselben Jahres. Achtung, wer keine Spoiler zu den Episoden III-VI lesen will, sollte diese Rezension nicht lesen.

Wer die Hoffnung aufgibt, gibt das Leben auf.

Der Altar von Mortis beginnt damit, dass die drei Jedi von Mortis verschwinden wollen und Anakin im Schlaf den Sohn sieht. Zeitgleich entführt der Sohn Ahsoka vom Schiff, was die beiden Erwachsenen dazu bringt, umzukehren und den Sohn zu verfolgen. Dabei kommen sie zur Festung des Sohnes, dessen Umland verdächtig nach Isengard aus Der Herr der Ringe aussieht und tatsächlich: Der Episodenführer bestätigt, dass die Festung des Sohnes dem Orthanc nachempfunden ist.

Der Altar von Mortis (Bild von der jedipedia.net)

Während Obi-Wan und Anakin beraten, wie sie Ahsoka am besten helfen können, krempelt der Sohn Ahsoka um und macht sie zur Sith. Allerdings wird sie nicht freiwillig zu einer solchen, sondern auf eine einzigartige Weise: Der Sohn beißt sie. Ab hier beginnt die Symbolik der Folge sich zu entfalten, denn diese Tat zeigt, dass die dunkle Seite ihre Waffen sammelt. Der Sohn, der als Inkarnation Ahsoka als Werkzeug aquiriert, steht in galaktischem Sinne für die Sith, die sich seit Banes Zeiten im Verborgenen halten und nun die Galaxis im Verborgenen in ihrer Hand halten.

Im Folgenden attackiert der Sohn den Vater. Die Dunkelheit greift also das Gleichgewicht an. Hier ist im galaktischen Sinne wohl die Machtergreifung Palpatines gemeint. Zeuge dessen sind die Tochter als Inkarnation der hellen Seite der Macht und Obi-Wan als Jedi und damit als Werkzeug der hellen Seite. (Auch wenn die Jedi sich gerne als Werkzeuge des Gleichgewichts sehen, sind sie doch nur der hellen Seite verschrieben.) Der Vater liegt seit dieser Tat im Sterben und die Tochter kümmert sich um ihn, die helle Seite will also das Gleichgewicht wahren, während die dunkle Seite es zerstören will.

Allerdings übertreibt die Tochter es massiv, indem sie ihrem Werkzeug Obi-Wan den Altar von Mortis zeigt. Hier liegt der Dolch von Mortis versteckt, der die Machtwächter töten kann. Hiermit kann gedeutet werden, dass die helle Seite der Macht in der Galaxis zu viel Kraft erlangt hat und es viel zu viele Jedi gibt, die das Gleichgewicht in Richtung der hellen Seite verschieben. Entsprechend beginnen die Tochter und der Sohn einen erbitterten Kampf, den allerdings keiner der beiden gewinnen kann, da die helle und die dunkle Seite gleich stark sind. Unterdessen kämpft draußen Ahsoka gegen Anakin, also das Werkzeug des Dunklen gegen das Werkzeug des Gleichgewichts (nicht vergessen: Anakin ist der Auserwählte), bis Obi-Wan dazu stößt und das Gleichgewicht als Diener des Lichts unterstützt.

Den Dolch nutzend will der Sohn, also die Dunkelheit, nun den Vater, also das Gleichgewicht, beseitigen und scheint dies auch zu schaffen. Doch die Tochter opfert sich selber und damit die helle Seite, um das Gleichgewicht zu wahren. Der Sohn erkennt seinen Fehler sofort und ist außer sich, sein Gegenstück getötet zu haben. Mit der Tochter beginnt auch Mortis zu sterben.

Um Ahsoka zu retten, gibt die Tochter ihre letzte Lebenskraft, die der Vater durch Anakin kanalisiert, um Ahsoka wiederzubeleben. Dies lässt sich so deuten, dass das Gleichgewicht, solange es noch Hoffnung gibt, das Licht wieder herstellen kann.

Unterstrichen wird  die Symbolik erneut durch die geniale Musik, die mit bekannten „Dunkle-Seite“- und „Helle-Seite“-Themen aufwartet.

Ich habe das Richtige getan oder das Falsche. Je nachdem, wie man es betrachtet.

Der Sohn

Damit endet diese Episode und lässt uns mit dem groben Verlauf der Prequels alleine. In der nächsten Folge kommt dann also offensichtlich der Verlauf der Originalen Trilogie an die Reihe.

Damit vergebe ich für Der Altar von Mortis ebenfalls fünf von fünf Holocrons, da ich die Mortis-Trilogie aufgrund der Symbolik weiterhin für einen der besten Handlungsverläufe der Serie halte.

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

vorige Episode: Wächter der Macht (Staffel 3, Folge 15)
nachfolgende Episode: Vergessene Zukunft (Staffel 3, Folge 17)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

1 Kommentar

  1. Schosch

    Ich finde die Folge gut.

    Zum einen wird hier das Thema rund um den Mythos des Auserwählten wieder sehr schön aufgegriffen und auch das es hier wieder mehr um die Macht geht finde ich super. Auch Ahsokas Wandlung in der Folge und ihr Kampf gegen Obi-Wan und Anakin weiß durchaus zu überzeugen. Außerdem die Symbolhaftigkeit des ganzen Konflikts zwischen den Machtgöttern finde ich wirklich gut umgesetzt und daher auch gut.

    Da die Folge sehr schön wieder die Macht und ihr Mystisches behandelt würde ich ihr 4 von 5 Holocrons geben!

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