Rezension: The Clone Wars 1×03: Der Schatten der Malevolence


Unsere The Clone Wars-Rezensionsreihe befindet sich weiterhin in der ersten Staffel. Nachdem die Jedi in der letzten Episode, in der auch Grievous in der Serie formell eingeführt wurde, die Geheimwaffe der Separatisten, das Schiff Malevolence, entdeckt haben, wollen sie diese natürlich, so schnell es geht, zerstören. Davon handelt diese dritte Folge der ersten Staffel: Der Schatten der Malevolence. Der Autor war, wie auch schon in der vorigen Folge, Steven Melching, Regie führte allerdings Brian Kalin O’Connell. Erstausstrahlung in den USA war am 10. Oktober 2008, in Deutschland am 07. Dezember desselben Jahres.

„Nur die, die nicht durch sich selbst geblendet sind, erkennen den Pfad zur Weisheit.“

Zu Beginn erläutert Anakin seinen Männern, der Schatten-Staffel, den Plan, wie das Schiff und damit Grievous zu zerstören seien. Mit einer Bomberstaffel will er die Brücke der Malevolence außer Gefecht setzen, wie es ähnlich später bei der Executor in Die Rückkehr der Jedi-Ritter geschieht. In schematischen Hologrammen sehen wir schon, dass es sich hierbei um Y-Wing Bomber handelt, dieselben Jägerklasse, die auch in Eine neue Hoffnung verwendet wird, um den Todesstern anzugreifen (neben den X-Wings, wie Luke ihn einst fliegen wird). Meister Plo Koon ist jedoch skeptisch, was den Plan angeht.

Angriffsplanung über Kaliida. Bild von der jedipedia.net

Grievous metzelt unterdessen fröhlich weiter in den Gebieten der Republik herum. In diesem Bild wird auch das gewaltige Ausmaß der Malevolence deutlich, denn der Venator-Klasse Sternenzerstörer, der als Opfer herhalten muss, macht in der Nahaufnahme nur einen Bruchteil der Größedes separatistischen Schiffes aus. Count Dooku ist allerdings nur noch als holografische Version anwesend. Ob der Graf irgendetwas gespürt hat? Jedenfalls hat er beschlossen, dass das nächste Ziel eine ungeschützte Lazarettstation sein soll. Skywalker beschließt daraufhin, eine „Abkürzung“ zu nehmen.

Was mich an dieser Folge am meisten gestört hat, war die Verwendung des Begriffs Parsec für Geschwindigkeit. Zitat: „Er kann sein Schiff nicht unter zehn Parsec fliegen“. Parsec ist hingegen eine Maßeinheit für Länge und wird mithilfe der Umlaufzeit der Erde berechnet, im Star Wars-Universum mit der Coruscants. Die Einheit ist also leicht anders, wenn auch nur minimal. Trotzdem ist es immer noch keine Geschwindigkeitsangabe und wurde auch im Star Wars-Universum bis zu diesem Zeitpunkt nie als solche verwendet. In einem späteren Teil der Folge wird die Einheit korrekt als Längeneinheit genutzt.

Neben der eigentlichen Handlung kann diese Folge auch mit Humor und Anspielungen auf die Hauptfilme punkten. Besonders angetan haben es mir ein Kampfdroide („Ich treffe heute einfach gar nichts“ – wird von Grievous enthauptet), ein weiterer Kampfdroide („Ich habe da ein ganz mieses Gefühl bei der Sache“) und Anakin und Plo Koon („Da ist was Wahres dran!“ – „Von einem gewissen Standpunkt aus.“).

Hier eingeführt werden die Neebray-Mantas, die im Raum leben und dort auch brüten. Quasi Weltraum-Wale, aber mich haben sie mich an die Kollegen aus Lando Calrissian und die Sternenhöhle von Thon Boka erinnert, die sich ja so ähnlich beschreiben ließen.

Besonders zu Beginn der Folge fiel mir aber wieder die statische Animation auf. Die Figuren wirken teilweise wie Actionfiguren mit animierten Mündern, nur etwas beweglicher, aber nicht viel. Besonders im späteren Verlauf, als es in die Raumgefechte geht und die Figuren selber kaum mehr zu sehen sind, war dieser Eindruck dann auch wieder weg. Bei Grievous und seinen Droiden fällt es auch gar nicht so sehr auf, da sie ja sowieso eher platt sind, droidisch, wie sie sind.

Abgesehen von der Parsec-Geschichte ist auch das deutsche Synchronbuch wieder super geworden. Allerdings fand ich Admiral Yularen wieder sehr steif in seinem Dialog und Ahsoka wirkt etwas zu enthusiastisch, dafür, dass es in den Krieg geht. Obi-Wan, Anakin und die Klone sind jedoch wieder super geworden, die Kampfdroiden sowieso und warum Grievous hustet, weiß immer noch keiner.

Der Schatten der Malevolence bekommt von mir drei von fünf Holocrons, da die Geschehnisse innerhalb der Abkürzung, die Anakin nimmt, doch etwas willkürlich sind und leider kaum zur Handlung beitragen.

Bewertung: 3 von 5 Holocrons
Bewertung: 3 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Der Angriff der Malevolence (Staffel 1, Episode 2)
nachfolgende Episode: Die Zerstörung der Malevolence (Staffel 1, Episode 4)

Ein Kommentar

  1. Ich mag die Folge nicht und sie gehört definitiv zu den schlechtesten Folgen der Serie!

    Sie ist meiner Meinung nach noch langweiliger als die erste Folge dieses Handlungsbogens. Die Folge wird bis zum Angriff am Ende unnötig in die Länge gestreckt und immer wenn ich sie sehe zieht sie sich wie Kaugummi!

    Der Kampf am Ende gegen die Ionenkanone ist ganz okay aber er macht die Folge nicht besser!

    Ich würde der 1 von 5 Holocrons geben weil der Raumkampf am Ende doch ganz in Ordnung ist!

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