Rezension: Forces of Destiny – Hera von IDW

Nach Leia und Rey geht es heute in der Forces of Destiny-Comicreihe von IDW mit der aus Star Wars Rebels bekannte Twi’lek weiter; Hera Syndulla!

Die Comic-Reihe Forces of Destiny von IDW beruht dabei auf der gleichnamigen Animationsserie, bei denen weibliche Charaktere im Mittelpunkt stehen. Alle 16 Folgen der Disney-Serie findet ihr auf deren YouTube-Kanal in einer Playlist. Auf deutsch findet ihr alle 16 Folgen von Mächte des Schiksals in einer Playlist des Disney Channels, auf dem die Folgen auch ausgestrahlt wurden.

Forces of Destiny – Hera stammt von Autorin Devin Grayson und Zeichnerin Eva Widermann und Koloristin Monica Kubina. Neben dem Cover von Eva Widerman erscheint das Heft auch mit einem Variantcover von Elsa Charretier und einem Animation-Variantcover.

Der Comic erzählt von Hera Syndulla, welche gemeinsam mit dem Astromechdroiden Chopper in der Ghost nach Fekunda reist, um sich dort mit einer Kontaktperson zu treffen. Schon bei ihrer Ankunft auf Fekunda gerät sie mit TIE-Jägern des Imperiums aneinander, geht aus der folgenden Verfolgungsjagd aber als Siegerin hervor. Allerdings bekommt die Ghost ein bisschen was ab und das Kommunikationssystem wird beschädigt, wodurch sie nicht mit Kanan und dem Rest der Ghost-Crew in Kontakt treten kann. Während sich Chopper um die Reparaturen kümmert, zieht Hera los um sich mit ihrem Kontakt vor Ort zu treffen. Dabei wird sie Zeuge einer Visite durch das Imperium bei einem der ortsansässigen Farmer und erfährt so, dass das Imperium am Getreide interessiert ist, welches auf Fekunda angebaut wird. Hera kann natürlich unter keinen Umständen zulassen, dass das Imperium sämtliche Getreidevorräte Fekundas für sich beansprucht – und die Bewohner ohne Nahrungsmittel zurück lässt – und schmiedet so im weiteren Verlauf der Handlung Pläne zur Vertreibung des Imperiums von Fekunda…

Hier sechs Vorschauseiten aus dem Comic für euch, welche wir euch bereits in einem Beitrag am 12. Januar präsentieren durften:

Mir hat die Handlung des Comics von Devin Grayson überraschend gut gefallen. Mit Hera als Figur bin ich bisher selten in Kontakt gekommen. Star Wars Rebels habe ich nach der ersten Staffel nicht mehr wirklich verfolgt und auch von der Mini-Serie Mächte des Schiksals habe ich lediglich die ersten beiden Folgen gesehen. Allerdings ist sie mir im Roman Eine neue Dämmerung von John Jackson Miller über den Weg gelaufen und hat mir da als Figur sehr gut gefallen. Leider geht aus dem Comic nicht hervor, zu welchem Zeitpunkt die Handlung genau spielt, allerdings versucht sie ja ihre Crew zu kontaktieren, weshalb der Comic chronologisch definitiv nach dem Roman und wohl während der Serie Star Wars Rebels anzusiedeln wäre. Gefallen hat mir vor allem die Darstellung der Reaktion von Hera auf die Ereignisse, welche sie auf Fekunda beobachtet. Sätze wie „Wenn sie uns nicht helfen können, können wir vielleicht ihnen helfen!“ oder „Wenn ich meine Arbeit richtig mache, dann bedarf es meiner Hilfe hier nicht länger!“ geben sehr gut den Kern ihres Charakters wieder.

Un auch der Zeichenstil von Eva Widermann hat mich positiv überrascht. Er ist zwar eher zweidimensional, aber bei den Figuren stimmt soweit alles mit den Proportionen und den Emotionen in Gesicht und Gestik, sodass mir der Stil auf keiner störend aufgefallen wäre. Auch bei der Anordnung der Panels ist es nie unübersichtlich. Im Gegenteil: Die Vorblenden, wenn ein Plan erklärt wird und wie er dann in die Tat umgesetzt wurde, fand ich richtig gut. Natürlich ist aber mit Blick auf die Umgebungsdetails noch sehr viel Luft nach oben. Monica Kubina gibt dem Ganzen einen gewissen Pepp, in dem sie auch in dunklen Szenen, welche nachts spielen, sehr viel Farbe verwendet; außer dass der Hintergrund nun nicht mehr gelb-orange, sondern blau-grün ist, ändert sich aber nicht viel.

Mein einziger, größerer Kritikpunkt geht an die Figur, bzw. genauer an die Spezies, der Lemnos angehört. Ein Otter mit Latzhose und Hut. Ich vergleiche manche Comics gerne mit den alten Petzi-Geschichten, welche ich bei Arztbesuchen gerne gelesen habe. Aber Lemnos ist eine 1:1 Kopie vom Seebär aus Petzi. Tut mir ehrlich leid, ich bin generell ein großer Freund an freier und mutiger Gestaltung, wenn es um neue Figuren im Star Wars-Universum geht, aber wieso musste es ausgerechnet Seebär sein?

Ich hatte keine großen Erwartungen an Forces of Destiny – Hera und wurde eines besseren belehrt. Die Geschichte hat mich unterhalten und die Illustration hat mir gefallen. Für die angesprochenen Kritikpunkte ziehe ich aber ein Holocron ab, weshalb der Comic noch vier von fünf Holocrons von mir bekommt!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

In den Forces of Destiny-Comics geht es am 24. Januar mit einer Geschichte um Ahsoka & Padmé von Beth Revis mit Zeichnungen von Valentina Pinto weiter. In der darauffolgenden Ausgabe müssen sich die Schwestern Rose & Paige Tico eine Ausgabe teilen. Ein Sammelband der Reihe erscheint am 24. April bei IDW Publishing und kann bereits auf Amazon.de vorbestellt werden. Eine deutsche Ausgabe ist momentan noch nicht geplant.

Wir danken IDW Publishing für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Forces of Destiny – Hera (Cover A by Eva Widermann) (Mittwoch, 17. Januar 2018)

Forces of Destiny - Hera (Cover A by Eva Widermann) (17.01.2018)
Gattung/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Heft
Erscheinungsdatum:17.01.2018
Autor(en):
Zeichner:,
Cover:,
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:
Seiten:32
Preis:$3,99 USD
Kanonstatus:
Ära:
Sammlung:
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Über den Autor

Julian

Julian
Julian ist der Mitbegründer der Jedi-Bibliothek. Star Wars-Fan ist er seit 2004 und seither haben sich einige Romane, Sachbücher und Comics angesammelt. Neben Star Wars und der Jedi-Bibliothek beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit Makrofotografie und geht regelmäßig ins Kino. Beruflich macht er aktuell seinen Ph.D. in Biologie und gibt private Nachhilfe in Mathematik.

6 Kommentare

  1. Eva Widermann

    Servus Julian! Danke fuer die Rezension, ich freu mich echt ueber die 4 Sterne und die Kritikpunkte sind voellig begruendet. Aber grad musste ich echt noch den Seebaer von Petzi googeln und – du hast verdammt recht XD Ich musste wirklich lachen. Das war in keinstem Fall meine Absicht und ich hab mich da nach der Charakterbeschreibung gerichtet. Jetzt kann ich selber das Comic nicht mehr ohne Grinsen lesen, weil ich an Seebaer denken muss… den hatte ich seit meiner Kindheit echt vergessen. Egal, nochmal vielen Dank! Und wenn ich beim naechsten Mal mehr Zeit zur Verfuegung habe, zeichne ich auch mehr Hintergrund-Details, versprochen 😉 Alles Gute, Eva

    1. JulianJulian(Autor des Beitrags)

      Hi Eva! Gern geschehen, die vier Holocrons hat der Comic definitiv verdient. Ich bin auch schon auf deine nächste Arbeit gespannt 😉

  2. sebaseba

    Forces of destiny ist ne coole Serie

  3. Josias

    Ist von den Forces of Destiny Comics ne Übersetzung angedacht?

    1. FlorianFlorian

      Aktuell leider nicht

      1. Josias

        Ok… mies

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