Rezension: Dunkles Nest 3: Der Schwarmkrieg von Troy Denning

Der Schwarmkrieg
Der Schwarmkrieg

Nach Die Königsdrohne und Die verborgene Königin setzt Troy Denning der Trilogie Dunkles Nest mit Der Schwarmkrieg ein spektakuläres Ende. Der 414 Seiten starke Roman erschien am 11.08.2008 im Blanvalet-Verlag, drei Jahre nach dem englischen Original, welches am 27.12.2005 unter dem Titel The Swarm War bei Del Rey erschien. Mit seinen 414 Seiten ist Der Schwarmkrieg ein Roman mittleren Umfangs. Auf dem Titelbild ist dieses Mal Luke Skywalker zu sehen, der vor einem düsteren Hintergrund Machtblitze einsetzt. Die Handlung spielt im Jahr 36 NSY.

Hauptfiguren sind diesmal eindeutig Luke Skywalker, Leia Organa Solo und Han Solo, denn es gibt kaum eine Szene ohne einen von den dreien. Lediglich Jaina kann ihnen einige Szenen abluchsen, denn auch sie spielt wieder eine zentrale Rolle. Wie auch schon in den Vorgängern eröffnet Jaina die Handlung, dieses Mal auf dem Planten Tenupe. Auch Zekk, Jacen, Tahiri, Tesar und Lowbacca sind in dieser ersten Szene vertreten. Wer gut aufgepasst hat, wird feststellen, dass alle genannten Charaktere auch in der ersten Szene von Die Königsdrohne vorkommen. Lediglich Alema Rar, die während der Reihe zum Dunklen Nest konvertiert ist, fehlt in diesem ersten Kapitel. Die Gruppe hat auf besagtem Planten eine noch nicht detonierte Chiss-Bombe gefunden und versucht nun diese zu entschärfen, was natürlich weitaus komplizierter ist als es scheint.

An anderer Stelle versucht Luke den Jedi-Orden zu zwingen sich wieder zu einen. Auch diese Aufgabe ist schwieriger zu bewältigen als Luke es sich vorgestellt hat und das Resultat stellt nicht alle Beteiligten vollkommen zufrieden. Auch die Storyline um R2-D2s Speicher findet einen mehr als zufriedenstellenden Abschluss, nachdem sie ja in Die verborgene Königin etwas zu kurz kam.

In Der Schwarmkrieg zeigt Troy Denning noch einmal was er kann. Besonders die Kampfszenen sind äußerst detailreich und liebevoll beschrieben, während in ruhigeren Passagen die Emotionen der Charaktere im Vordergrund stehen. Leider kam das Ende recht schnell und der finale Kampf ist etwas kurz geraten. Auch zu kritisieren ist, dass Denning sich ab und an wiederholt und auf zwei aufeinander folgenden Seiten den absolut gleichen Wortlaut verwendet. Das stört leider ein wenig. Auch Bens Handlung ist praktisch nicht vorhanden, was ich persönlich recht schade fand, jedoch hätte er in die Handlung auch nicht hineingepasst.

Für Neulinge im erweiterten Star Wars-Universum ist auch der dritte Teil der Reihe nicht geeignet. Es werden Verknüpfungen zu anderen Romanen, beispielsweise Der Geist von Tatooine, hergestellt, die der Laie nicht verstehen kann, was den Genuss des Romans deutlich schmälert. Weitaus wichtiger ist jedoch, dass unter anderem die Bekanntheit von Admiral Nek Bwua‘tu vorausgesetzt wird.

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Schwarmkrieg erhält von mir verdiente vier Holocrons.

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