Rezension: Letzte Chance von Daniel José Older

Letzte Chance (September 2019)
Letzte Chance (16.09.2019)

Der Roman, der ursprünglich eine der Veröffentlichungen zum Film Solo – A Star Wars Story war, wurde bei uns erst ca. 1 1/2 Jahre später heraus gebracht. Am 16.09.2019 veröffentlichte der Verlag Blanvalet den Roman Letzte Chance, der nach Die Rückkehr der Jedi-Ritter spielt aber auch Rückblenden von Lando und Han enthält, die zwischen 13 VSY und 3 VSY spielen.

Lando wird in seinem zu Hause auf Bespin in der Wolkenstadt angegriffen und fliegt daraufhin nach Coruscant zu Han Solo um ihn zur Rede zu stellen weil er vermutet, dass es Han ist den Fyzen Gor sucht. Daraufhin machen die beiden sich auf die Suche nach der Wahrheit um den Phylanx-Reduxtransmitter.

Als ich mit dem Roman angefangen hatte, fragte ich mich warum er als Roman zum Film Solo – A Star Wars Story erschienen ist, doch nachdem ich damit fertig war habe ich es verstanden und diese Verbindung hat mich begeistert.

Han Solo und Lando Calrissian – zwei hinreißend hinterhältige Helden.

Vor zehn Jahren wollten zunächst Lando Calrissian und später Han Solo die Erfindung des kriminellen Genies Fyzen Gor an sich bringen: einen mysteriösen Sender von unbekannter Macht. Inzwischen ist viel passiert. Han Solo hat den Rebellen zum Sieg über den Imperator verholfen, eine Prinzessin geheiratet und eine Familie gegründet. Doch da taucht mitten in der Nacht Lando bei ihm auf, verfolgt von Fyzen Gors Killern. Der Verbrecherboss ist kurz davor, den Sender zu aktivieren und so die Galaxie neu zu formen. Nur zwei Männer können ihn aufhalten!

Die Erzählungen aus der Vergangenheit und die Eröffnungen in der Gegenwart werden von Daniel José Older sehr gut verknüpft. Dadurch, dass er die einzelnen Kapitel recht kurz hält, wird der Leser durch die zeitlichen Rückblenden nicht aus dem Lesefluss gerissen. Für mich als jemand, der wenig Zeit zum Lesen hat waren die kurzen Kapitel ein weiterer Vorteil. Ich konnte beim Lesen immer einen Zwischenteil der Geschichte abschließen. Die Rückblenden sind auch sehr gut platziert, damit der Leser immer wieder einen AHA-Effekt erhält, wenn er die dazugehörigen Ereignisse in der Gegenwart erhält.

In der englischen Ausgabe des Romans ist die Figur Taka Jamoreesa die erste geschlechtsneutrale im Star Wars Universum. Leider hat man bei der Übersetzung diesem Fakt nicht Rechnung getragen. Im Deutschen wird Taka als männlich betitelt. Da ich aber nicht das englische Original gelesen haben, kann ich auch nicht sagen ob diese Tatsachen gut oder schlecht für den Roman ist. Interessant wäre es aber allemal gewesen eine geschlechtsneutrale Person in einem Buch zu lesen.

Nicht nur Lando und Han erhalten Rückblenden, sonder auch der Bösewicht Fyzen Gor. Dadurch erhält diese Figur auch mehr Tiefe und man versteht im Laufe des Buches seine Handlungen.

Besonders gut hat mir auch gefallen, dass Han meint, dass er kein guter Vater ist und sich Gedanken macht wie er es besser machen kann obwohl er alles richtig macht, mit seinem Sohn Ben. Diese Selbstzweifel, die jeder junge Vater hat, machen ihn als Figur natürlicher. Gerade durch seine Vergangenheit ohne Familie auf Corellia ist es schwer für Ihn sich an das Leben innerhalb einer Familie zu gewöhnen. Diesen Aspekt hat der Autor wunderbar umgesetzt, ohne ihn zu sehr im Buch zu thematisieren.

Außerdem haben wir den Lebemann Lando Calrissian, der anfängt darüber nachzudenken ob es noch andere Dinge im Leben gibt als Party und Abenteuer.

Dieses Mal muss ich mich leider auch zur Verarbeitung meines Exemplares äußern. Ich habe wie in letzter Zeit bei jedem Roman fünf Monate zum lesen gebraucht und das hat dieses Mal das Buch nicht vertragen. Das Buch bekommt man in einem Hochglanzumschlag. Das bedeutet, dass der normale Pappeinband mit einer Folie beschichtet ist. Da ich sehr sorgsam mit den Büchern umgehe ist es noch nie vorgekommen, dass sich diese Folie vom Pappeinband löst. Bei diesem Buch ist es leider anders. Die Folie hat sich bereits auf der Rückseite an den Rändern gelöst, was ich nur auf eine mangelhafte Verarbeitung zurückführen kann.

Zusammenfassend hat mir das Buch sehr viel Spaß gemacht. Der Inhalt wird mir lange im Kopf bleiben und ich erinnere mich gerne an das Buch zurück. Da ich aber auch die Kritikpunkte mit der Übersetzung und der Verarbeitung des Buches habe muss ich ein Holocron abziehen. Ich gebe dem Buch daher 4 von 5 Holocrons und spreche aber dennoch eine Kaufempfehlung aus.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

Wir danken Blanvalet herzlich für das Rezensionsexemplar.

Gewinnspiel [BEENDET]

Mit freundlicher Unterstützung von Blanvalet verlosen wir 3x Letzte Chance als großformatiges Taschenbuch! Um am Gewinnspiel teilnehmen zu können, müsst ihr nur nachfolgende Frage beantworten und das Formular ausfüllen:

Wie heißt die Co-Pilotin und Navigatorin von Lando Calrissian im Millennium Falken?

Das Gewinnspiel ist beendet!

  • Die Preise werden unter allen Einsendungen verlost.
  • Nur eine Einsendung pro Person/Familie/Haushalt!
  • Einsendeschluss ist Sonntag, der 15. März 2020, um 23:59
  • Die Preise werden nur innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz versendet!
  • Sämtliche gesammelten Daten dienen nur dem Zweck des Preisversands und werden nach dem Ende des Gewinnspiels und dem Versand der Preise wieder gelöscht.
  • Alle Angaben ohne Gewähr! Eine Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.

In diesem Sinne: Möge die Macht mit euch sein!

Update 16.03.2020 8:00: Die Gewinner

L3-37 heißt die Co-Pilotin und Navigatorin von Lando Calrissian im Millennium Falken! Von den Einsendungen mit der richtigen Antwort wurden folgende drei aus dem Lostopf gezogen:

  • Silvia F. aus Fretterode
  • Frank T. aus Essen
  • Christian aus Winterlingen

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß mit dem Roman!
Und vielen Dank an Blanvalet für die Bereitstellung der Preise!

2 Kommentare

  1. Ich hab den Roman kurz nachdem er herausgekommen ist zwar gelesen, kann mich aber irgendwie nicht mehr so richtig an den Inhalt erinnern – das ist meistens kein gutes Zeichen. Aber ich weiß noch, ich fühlte mich recht gut unterhalten. 🙂
    Dieser Zwiespalt deutet wohl eher darauf hin, dass der Roman keine große Relevanz hat – wie die meisten im Kanon.

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