Rezension: The Clone Wars 5×20: „Vom Licht entfernt“

Ich habe gelernt, dass Vertrauen überbewertet wird.

Barriss Offee

Wir haben es geschafft. The Clone Wars Staffel 5, Folge 20: Vom Licht entfernt ist nicht nur die letzte Folge des aktuellen Handlungsbogens, sondern auch das Finale der fünften Staffel und damit der Abschluss dieser Rezensionsreihe. Der englische Titel lautet The Wrong Jedi und spielt auf den Hitchcock Streifen The Wrong Man aus dem Jahr 1956 an. Charles Murray ist, wie schon mehrfach erwähnt, der Autor des kompletten Handlungsstrangs, Dave Filoni selbst führte bei dieser Folge Regie. Sie erschien am 02.03.2013 in den USA in Deutschland im Herbst 2013.

Gib die Hoffnung nie auf, egal wie dunkel es um dich herum zu sein scheint.

Wir beginnen die Folge in der Ratskammer der Jedi, in der Admiral Tarkin gerade fordert, dass Ahsoka aus dem Orden der Jedi ausgeschlossen wird, damit sie unter die Jurisdiktion des Senats fällt und damit vor ein Kriegsgericht gestellt werden kann. Obi-Wan ist strikt dagegen. Der restliche Rat ist jedoch geneigt, der Forderung zuzustimmen, da man sich nicht gegen den Senat „auflehnen“ will. Als ob den Rat der Jedi das jemals interessiert hätte. Kenobi ist daraufhin sichtlich frustriert, doch werden Anakin und Ahsoka in die Kammer der Rechtssprechung gerufen. Der Rat stellt Ahsoka während des „Prozesses“ mehrere Fragen, die alle verlangen, dass Ahsoka ihre Unschuld beweist, statt zu beweisen, dass sie schuldig ist. Es gibt also keine Unschuldsvermutung, sondern eine Schuldvermutung. Auch Anakin fällt dies sehr zügig auf und er ist sofort hoch erzürnt. Der Rat indes hat sein Urteil bereits im Vorhinein gefällt und schließt Ahsoka aus dem Orden aus. Anakin muss mit Gewalt zurückgehalten werden, auch wenn mir nicht ganz klar ist, was er überhaupt vor hatte, außer wütend vorzustürmen.

Padmé wird als Ahsokas Anwalt eingesetzt und bereitet die Verteidigung vor, während Anakin sich auf die Suche nach Ventress macht, die ja nun in der letzten Folge mit Ahsoka zusammen gearbeitet hat. Er findet sie auch schnell und würgt sie mit der Macht. Eine interessante Geste. Bisher kam der Würgegriff nicht so oft vor und jedes Mal spielte im Hintergrund der imperiale Marsch. So auch dieses Mal. Die beiden führen ein klärendes Gespräch und Anakin macht sich wieder auf den Weg, während Ahsoka an anderer Stelle in den Gerichtssaal geführt wird.

Ahsoka vor Gericht (Bild von der Jedipedia.net)

Tarkin leitet die Anklage, Padmé die Verteidigung, Kanzler Palpatine ist der Vorsitzende, der allerdings leicht parteiisch auf Seiten der Anklage zu sein scheint. Diverse Senatoren spielen die Jury, der Rat der Jedi ist als Gast anwesend.

Bei den Reden, die gehalten werden und auf die ich nicht im Detail eingehen werde, nutzt Tarkin klassische Methoden der Propaganda, um seinen Standpunkt klar zu machen. So verspottet er beispielsweise die Verteidigung, während Padmés Rede die einzige ist, die vor einem echten Gericht Hand und Fuß hätte. Da hat Filoni also wohl leider entweder zu viele Krimis gesehen, oder ich weiß nicht. Dafür hat er seine visuellen Hausaufgaben gemacht und den Gerichtssaal dem Todesstern sehr ähnlich gestaltet.

Anakin hat indessen mit Ventress‘ Hilfe die wahre Verantwortliche für die Verbrechen gefunden, für die Ahsoka vor Gericht steht. Und er prügelt sie durch den ganzen Tempel. Dabei greifen sogar die Wächter des Tempels ein und wir sehen Meister Sinube, der die Jünglinge vom Beginn der Staffel im Lichtschwertkampf trainiert.

Ich will gar nicht zu viel spoilern, ich weiß, dass ich da gerne zu viel erzähle, aber Ahsoka wird letztlich freigesprochen, weil die Verräterin im Gericht gesteht. Leider muss man sagen, dass sich ihre Prophezeiung letztlich als halbwegs korrekt herausstellen wird, und das ist es, was mich auch schon an Pong Krell gestört hat. Beide Charaktere haben auf ihre Art gesehen, was passieren wird, aber handeln völlig falsch, um es zu verhindern, sondern bestärken es eigentlich noch eher.

Ahsoka verabschiedet sich letztlich emotional von Anakin und das Ende der Folge ist keine harte Blende, wie sonst, sondern eine weiche Blende, die das Ende einer Ära markiert.

Ich gebe vier von fünf Holocrons.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Das Ende (Bild von der jedipedia.net)

Und damit endet auch unsere Rezensionsreihe vorläufig. Die Folgen der sechsten Staffel haben wir vor einiger Zeit bereits rezensiert und verlinken diese entsprechend weiter unten. Auch werden wir die entsprechenden Links in den Rezensionen ergänzen.

Außerdem möchte ich mich ausdrücklich bei Tobias und Ines bedanken, die diese Monster-Rezensionsreihe am Leben gehalten haben!

Und dann darf ich euch zur nächsten The Clone Wars-Rezension zu Beginn der kommenden siebten Staffel einladen. Wir freuen uns auf euch.

Vorherige Episode: Das verlorene Kind (Staffel 5, Folge 19)
Nachfolgende Episoden: Zustand unbekannt; Verschwörung; Fluchtreflex; Befehle (Staffel 6, Folge 1 bis 4)

Ein Kommentar

  1. Ich finde die Folge sehr sehr sehr sehr sehr gut!

    Zum einen finde ich die Entscheidung des Jedirates am Anfang Ahsoka aus dem Jedi Orden auszuschließen sehr passend und zeigt nochmal erneut sehr schön wie die meisten Jedi vom Weg angekommen sind. Auch das Verhör des Jedirates in dem Ahsoka quasi für alles beschuldigt wird was sie nicht getan hat ist wirklich gut gemacht da man mit Ahsoka sehr gut mitfühlen kann und in dem Moment ziemlich viel Wut für den Jedirat empfindet. Auch Anakins Nachforschungen und sein Gespräch mit Asajj Ventress finde ich wirklich cool und man merkt immer mehr wie Anakin langsam auf die dunkle Seite fällt und gegen den Jedirat aufgebracht wird. Ebenfalls extrem gut dargestellt ist Ahsokas Gerichtsverhandlung und man kann die ganze Zeit mit Ahsoka mitfühlen und man hasst Tarkin da er umbedingt will das Ahsoka verurteil und hingerichtet wird! Ich möchte jetzt ebenso wenig wie die Rezension Spoilern aber den Lichtschwertkampf am Ende finde ich sehr sehr gut und sehr Emotional. Wenn Ahsoka am Ende freigesprochen wird ist man als Zuschauer erleichtert das ihre Unschuld bewiesen wurde. Das Ende finde ich sehr sehr sehr traurig obwohl Ahsokas Entscheidung den Jedi Orden zu verlassen sehr Nachvollziehbar und das letzte Gespräch zwischen Anakin und Ahsoka ist sehr emotional und auch wie Ahsoka davon geht und das Bild ausblendet wird und anschließend die Musik in den Abspann übergeht finde ich sehr gut.

    Letztendlich muss ich sagen das diese Folge wieder alles richtig macht und Perfekt ist und diesen perfekten Handlungsstrang perfekt zuende bringt. Daher wäre meine Bewertung klar ich würde der Folge ihre mehr als verdienten 5 von 5 Holocrons geben!

    Zuletzt möchte ich nochmal dem Team der Jedi Bibliothek für diese tolle Rezensionsreihe danken. Ich finde es wirklich bemerkenswert das diese Rezensionsreihe solange am Leben gehalten werden konnte und ich fand es wirklich cool mir immer die Rezensionen durchzulesen und meine Meinung zu den Folgen zu schreiben. Insolfern vielen Dank für diese tolle Rezensionsreihe und ich freue mich schon auf die weiteren!

    In diesem Sinne kann ich nurnoch sagen Möge die Macht mit euch sein Immer!

Kommentar hinterlassen