Rezension: The Clone Wars 4×02: „Eine letzte Hoffnung“

Hoffnung ist etwas, was wir unserem Feind niemals erlauben dürfen.

Count Dooku

Wir machen unter Wasser weiter mit der zweiten Folge der vierten Staffel The Clone Wars! Sie heißt Eine letzte Hoffnung und ist, entgegen der Suggestion, welche der Titel mitbringt, nicht das Ende des Mon Calamari-Handlungsbogens. Autor war erneut Jose Molina und Regie führte Brian Kalin O’Connell. Die Premiere war am 16.09.2011 in den USA und hier sahen wir die Folge erstmals am 05.05.2012. Ihr werdet euch erinnern, die letzte Folge ist bei mir nicht gut weggekommen, da sie viele Logikfehler hatte, und darauf baut Eine letzte Hoffnung nun auf. Was dabei herauskommt? Wir werden sehen.

Nur im Feuer wird ein scharfes Schwert geschmiedet.

Die Logikfehler halten sich dieses Mal tatsächlich in Grenzen. Das Sprechen unter Wasser stört mich weiterhin ungemein, aber selbst Jar Jar merkt eben dies an und sagt Anakin, dass er ihn nicht versteht, da er unter Wasser ist. Wenn wir gerade bei Jar Jar sind, dieser scheint nun ein Teil des Gungan-Rates auf Naboo zu sein. In diesem befinden sich allerdings keine der dicken Gungans mehr, wie Boss Nass es war, sondern nur noch die „normalen“, dünnen Gungans, wie Jar Jar selber es ist. Die Gungans kommen überhaupt nur deshalb vor, weil Meister Yoda und Windu sie als Verstärkung nach Dac schicken wollen. Bei der Holo-Versammlung mit der Einsatztruppe am Ort kommt natürlich das klassische „Die Verbindung reißt ab“-Klischee zum Einsatz, um den Helden Informationen vorzuenthalten.

Gungans eilen den Mon Calamari zur Hilfe (Bild von der jedipedia.net)

Die Quarren und vor allem ihr Anführer, dessen Name zwar kurz genannt wird, der jedoch so komisch ist, dass ich ihn nicht falsch schreiben will, sind entsetzt davon, wie radikal Count Dooku vorgeht und befürchtet wohl selber verraten zu werden. Dooku hingegen sieht, dass fast alles nach Plan läuft, und schickt dem Hai Tamson sogar Verstärkung, die später auch eingesetzt wird. Diese besteht aus mehreren Trident-Schiffen, welche Strudel erzeugen, indem sie sich drehen. Die Idee dahinter finde ich super, das ist eine super Anpassung des Krieges an die neue Begebenheit, doch ist die animatorische Ausführung wieder nicht so toll, denn bereits vor Vollendung einer 360°-Rotation hat das Schiff einen mehrere hundert Meter großen Strudel erzeugt. Als Schwimmtrainer kann ich sagen, dass das so schnell nicht geht, aber aus filmischer Sicht kann ich verstehen, dass man den Vorgang beschleunigt hat.

Wo wir wieder bei der Physik angekommen sind: Anakin lässt mithilfe der Macht ein ganzes Gebäude einstürzen. Das an sich finde ich schon beeindruckend und es ist eine nette Idee für den Jedi, unter Wasser Krieg führen zu können. Das Gebäude erzeugt beim Einsturz jedenfalls einen massiven Wassersog, welcher sogar die großen Quallen aus der letzten Folge beeinflusst. Anakin, Padmé und Captain Ackbar hingegen können einfach wegschwimmen. Insbesondere Padmé muss ja unglaubliche Wadenmuskeln haben. Als Schwimmer weiß ich, wie hart es ist, eine längere Zeit mit Flossen zu schwimmen, ohne Krämpfe in der Wadenmuskulatur zu bekommen, wenn man es nicht gewohnt ist . Den Jedi Anakin und Ahsoka, sowie den Klonen kaufe ich ab, dass sie trainiert genug sind, um das zu vermeiden, aber Padmé ist Senatorin…

Die restlichen Quallen werden übrigens von den Gungans kurzerhand mit den „Bummern“ aus Die dunkle Bedrohung ausgeschaltet.

Ab und an habe ich bei dieser Folge allerdings nur noch die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen. Nicht wegen der Logikfehler, die ja offensichtlich deutlich zurück gegangen sind, sondern wegen der unglaublich dummen Entscheidungen, die die Hauptcharaktere treffen, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen. Meine beiden Lieblinge sind hier Ackbar und Prinz Lee Char. Die beiden beharren entgegen dem Rat der Jedi darauf, sich aufzuteilen, weshalb die meisten Gruppenmitglieder gefangen genommen werden. Außerdem soll der Prinz laut Ackbar die letzte Hoffnung im Kampf gegen die Truppen der Separatisten sein, und nicht die Verstärkung der Republik. Dieser Prinz ist die ganze Folge über allerdings ein unglaublich nerviger Charakter. Er ist weinerlich, verhält sich wie ein verwöhntes Kind und trifft ebenso dumme Entscheidungen wie sein Captain.

Entsprechend behalten die Separatisten die ganze Folge über die Oberhand. Was mit der Gungan-Verstärkung passiert, wird übrigens nicht gezeigt.

Ich gebe der Folge letztlich drei von fünf Holocrons.

Bewertung: 3 von 5 Holocrons
Bewertung: 3 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Krieg der Meere (Staffel 4, Folge 1)
nachfolgende Episode: Königreiche muss man sich verdienen (Staffel 4, Folge 3)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

1 Kommentar

  1. Schosch

    Ich finde die Folge nicht so gut.

    Zum einen werden hier viel zu dumme Entscheidungen getroffen zum Beispiel von Captain Ackbar. Was ich aber gut finde ist die Darstellung von Prinz Lee Char er selbst muss erstmal mit der ganzen Situation klarkommen und auch seine Zweifel finde ich gut dargestellt. Was mich aber auch wieder stört ist ist das die Kämpfe wieder sehr Langatmig sind und man die ganze Folge nur mit Kämpfen zugepackt hat.

    Ich muss sagwn das ich diese Episode extrem Langatmig und nervig finde. Da sie aber auch gute Elemente hat würde ich ihr 2 von 5 Holocrons geben!

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