Vanity Fair: Fotos und Infos zu Der Aufstieg Skywalkers

Diesen Dezember erwartet uns Episode IX der Skywalker-Saga – und zugleich ihr Finale – unter dem Titel Der Aufstieg Skywalkers (The Rise of Skywalker). Via Vanity Fair wurde heute ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen des Films veröffentlicht, wie gewohnt mit Fotos von Annie Leibovitz. Wir haben für euch die wichtigsten Infos zum Film aus dem Artikel von Lev Grossman zusammengefasst – zunächst aber das Intro-Video des Artikels:

  • Der Wüstenplanet, auf dem Rey im Teaser Trailer von der Celebration zu sehen war, heißt Pasaana und wurde im Wadi Rum in Jordanien gedreht. J.J. Abrams gefiel, wie das Sonnenlicht dort mit dem Sand interagiert, dass Wadi Rum weitgehend unbewohnt ist und somit eine gute Vorlage für eine fremde Welt liefert, an der wenig digital verändert werden muss.
  • Für die Dreharbeiten musste Abrams‘ Crew meilenlange Straßen in die Wüsten bauen und dort für Cast und Crew de facto eine kleine Stadt errichten. Sie erhielten Unterstützung von der jordanischen Königsfamilie und vom jordanischen Militär. Sandstürme störten ab und an die Dreharbeiten; währenddessen verschanzte man sich in den Zelten und – im Falle John Boyegas – hörte dort Reggae.
  • Als Oscar Isaac im Wadi Rum ankam, hatte Abrams dort einen massiven Greenscreen mitten in der Wüste errichtet, was den Schauspieler zunächst verwirrte. Abrams erklärte, dass er trotz digitaler Elemente den detailreichen Realismus eines echten Drehorts einfangen wollte.
  • Laut Abrams war die größte Herausforderung bei diesem Film nicht nur einen Film zu produzieren, der für sich allein genommen Spannung, Emotionen und Humor liefert, sondern auch dafür zu sorgen, „dass man, wenn man alle neun Filme schaut, danach denkt: Ja, klar – ergibt Sinn!“
  • Naomie Ackie darf zu ihrer Figur Jannah nichts sagen, doch sie lobt, dass die Welt der Saga trotz aller übernatürlicher und fantastischer Elemente immer noch bodenständig wirkt.
  • Trotz aller Anleihen an der klassischen Trilogie, die er in Das Erwachen der Macht untergebracht hat, beharrt J.J. Abrams: „Diese Trilogie handelt von dieser jungen Generation, dieser neuen Generation, die mit all dem Ballast dessen fertigwerden müssen, was zuvor geschehen ist.“
  • Abrams bestand auch darauf, dass die Aliens aus Latex und Yakhaaren bestehen sollten, nicht aus Bits und Bytes – er gesteht zwar zu, dass George Lucas mit den digitalen Aliens in den Prequels seine Vision erfüllte und das okay sei, bevorzugt selbst aber die Machart der klassischen Filme.
  • Generell nahm Abrams für seine Geschichte gerne in Kauf, dass das „Märchenende“ von Episode VI nicht von Dauer war. In den 30 Jahren zwischen den Trilogien stagnierte die Neue Republik, während die neo-imperiale, reaktionäre Erste Ordnung an Macht gewann.
  • Die Erste Ordnung beschreibt J.J. Abrams wie folgt: „Es war in etwa so als hätten die Nazis in Argentinien sich wieder versammelt und ihre Bewegung wieder zum Leben erweckt.“ Über die Entstehung und Ursprünge der Ersten Ordnung werden wir in Der Aufstieg Skywalkers mehr erfahren, so Abrams.
  • Anthony Daniels (C-3PO) hat das Drehbuch erst direkt vor Drehstart erhalten. Er liebte das Manuskript, hatte aber Probleme dabei, sich seine erste Zeile zu merken. Diese sei wohl „common emblem“ – also das „gemeinsame Emblem/Symbol“. Da Dreipeos Mund sich aber nicht bewegen kann, konnten sie die Zeile später in der Postproduktion aufnehmen. Was sie aber zu bedeuten hat, das bleibt erst einmal unklar.
  • Laut Daniels wird C-3PO in diesem Film auch etwas sehr Überraschendes tun – doch was genau, dazu schweigt er sich aus. „Er wird aber seine Klamotten anbehalten“, scherzt der Schauspieler.
  • In puncto „alte Garde“ kehrt auch Billy Dee Williams zurück, der mit 82 nochmal den charismatischen Lando Calrissian spielt. Dieser sei nach wie vor gaunerhaft, strahle nun aber auch eine gewisse Würde aus.
  • Der Widerstand und die Erste Ordnung befinden sich auf Kollisionskurs für eine finale Konfrontation, was für den auf Crait stark dezimierten Widerstand aber nicht leicht sein wird. Indes hat die Erste Ordnung bei Crait zwar auch einen schmerzhaften Verlust hingenommen, doch dieser war eher symbolischer Natur. Außerdem habe die Erste Ordnung wohl aus der Vergangenheit gelernt und werde es nicht nochmal mit einem Todesstern(-Verschnitt) versuchen.
  • Quellen aus der Filmproduktion haben Vanity Fair gesagt, dass Der Aufstieg Skywalkers den jahrtausendealten Konflikt zwischen dem Jedi-Orden und den Sith zum Höhepunkt treiben wird.
  • Wer genau der titelgebende „Skywalker“ ist, darf heiß spekuliert werden, denn aktuell gibt es ja nicht sonderlich viele davon. Eine davon sei natürlich Carrie Fishers Leia Organa, die mithilfe von Archivaufnahmen von Episode VII fortlebt, obwohl ihre Schauspielerin – die Abrams schmerzlich vermisst – Ende 2016 verstorben ist. Er benötigte Leia, um die Geschichte zu erzählen, doch Lucasfilm und er wollten keine digitale Kreation oder Neubesetzung, also war er froh, als ihm die geschnittenen Szenen aus Das Erwachen der Macht einfielen.
  • Abrams begann, neue Szenen basierend auf den alten Aufnahmen zu schreiben und Leias existierende Dialogzeilen in neue Situationen einzupassen. Bis hin zur Beleuchtung der neuen Szenen sorgte man dafür, dass Fisher sich nahtlos in den neuen Film einfügt.
  • Carrie Fishers Tochter Billie Lourd, die die Widerstandsoffizierin Lt. Connix spielt, war auch Teil jener Szenen. Abrams bot ihr erst an, sie herauszuschreiben, falls es sonst für sie zu schmerzhaft sei, doch sie bestand darauf, ein Teil dieser Szenen zu bleiben. Mutter und Tochter werden somit auch in Der Aufstieg Skywalkers weiter miteinander sprechen und einander berühren. Abrams erklärt, dass ihnen damit das Unmögliche gelungen ist, und dass er das selbst nicht erwartet hätte.
  • Der andere noch lebende Skywalker-Spross ist Ben Solo bzw. Kylo Ren. Ihm ergeht es zu Beginn des Films erstaunlich gut – er hat die Kontrolle über die Erste Ordnung an sich gerissen und sowohl seinen leiblichen Vater Han Solo als auch seine Mentoren Snoke und Luke getötet bzw. überlebt. In dem Film werden endlich nun auch seine Ritter von Ren eingeführt. Außerdem stellt sich laut Adam Driver die Frage, ob die sich schließende Rampe des Falkens bedeutet, dass sein kameradschaftliches Band zu Rey damit endgültig gekappt ist.
  • Es ist nach wie vor unklar, was genau Kylo Ren motiviert, abgesehen von seiner Besessenheit mit der Vergangenheit und seinem Großvater, obwohl er schwört, dass die Vergangenheit sterben solle. Driver vermutet, dass Han und Leia möglicherweise doch nicht so coole Eltern waren, wie man annehmen möchte – was schlicht daran liegt, dass sie beide ein Leben verfolgen (Schmuggelei und Rebellion), in dem ein Kind keinen Platz hat. Er war als Kind außerdem stets hohen Erwartungen ausgesetzt und konnte nicht – wie Luke oder Rey – einfach auf eine Selbstfindungsreise gehen. Wie dem auch sei, Kylo wird sich wohl seinen (wie auch immer gearteten) Ängsten stellen müssen oder von ihnen zerstört werden.
  • Reys Grundausbildung zur Jedi ist abgeschlossen, doch nun ist sie als die Letzte ihrer Art dazu angehalten, den gesamten Orden wieder aufzubauen. Und ihr obliegt es wohl auch, Kylo entweder zu bekehren oder zu erledigen.
  • Finn hat sich in Episode VIII für eine Seite entschieden, seine Nemesis Phasma besiegt und ist nun ein vollwertiges Mitglied des Widerstands. Wie John Boyega sagt ist Finn gerade allerdings „single and willing to mingle“ – ob sein Herz nun aber für Rey oder Rose Tico – oder Poe Dameron – schlägt, das gilt es abzuwarten.
  • Der Aufstieg Skywalkers spielt gut ein Jahr nach Die letzten Jedi und Poe hat sich off-screen bereits zu einem besseren Anführer entwickelt. Während Poe in den anderen beiden Filmen eigene Abenteuer ohne Rey und Finn erlebt hat, ist er nun wirklich Teil der Gruppe geworden. Es hat sich eine weitaus familiärere Dynamik zwischen ihnen etabliert.
  • Neue Figuren sind u.a. der einrädige Droide D-O, der Alien Klaud sowie Naomi Ackies Jannah, Keri Russels Söldnerin Zorri Bliss und Richard E. Grants Allegiant General Pryde.
  • Episode IX wird laut Kennedy auch damit klarkommen müssen, dass Gut und Böse nicht mehr so schwarzweiß ist wie 1977, wo man noch von Bildern des Zweiten Weltkriegs beeinflusst war, und dass Faschismus in der Realität nicht ansatzweise so „cool“ ist wie in Filmen.
  • Abrams sieht sich inzwischen als Regisseur auch weniger an die Vorlagen von George Lucas gebunden und wird in diesem Film „Abrams auch mal Abrams sein lassen“, was für ihn befreiend war. Dies wird sich in der Kameraführung, der Beleuchtung und auch in der Geschichte niederschlagen. O-Ton Abrams: „Ich fühlte mich etwas rebellischer; etwas mehr so wie ‚Scheiß drauf, ich werde das jetzt so machen, weil es sich richtig anfühlt, nicht weil ich mich dabei an etwas von früher orientiere.'“
  • Für Abrams geht es in der Trilogie um eine junge Generation, die nicht versucht, die Vergangenheit wiederherzustellen, sondern sich für die Zukunft Freiheit von der Unterdrückung zu sichern.

Abschließend nun die ausführliche Fotogalerie von Vanity Fair – sämtliche Bilder von Annie Leibovitz:

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