Rezension: The Clone Wars 2×22: „Auf Geiseljagd“

Wir stehen für Gerechtigkeit.

Plo Koon

Die 22. und letzte Folge der zweiten Staffel The Clone Wars namens Auf Geiseljagd schließt auch den Dreiteiler um Boba Fetts Rache an Mace Windu ab. Wieder mit dabei sind Aurra Sing und Bossk und auch mit dem Piraten Hondo gibt es ein Wiedersehen. Autoren dieser Folge waren Dave Filoni und Drew Z. Greenberg, Regie führte ebenfalls Filoni. Offenbar wollte er dieser Folge etwas Besonderes verleihen. Erstausstrahlung war am 30.04.2010, in Deutschland sahen wir die Folge erstmals am 20.06.2010, also keine zwei Monate später.

Rache ist ein Eingeständnis von Schmerz.

Wir treffen Mace und Anakin auf der Krankenstation wieder, nachdem sie in der letzten Folge von Plo Koon und Ahsoka Tano gerettet wurden. Die beiden diskutieren darüber, ob es sinnvoll ist, Boba zu jagen und seiner „gerechten Strafe“ zuzuführen, wie von Skywalker vorgeschlagen, oder die Sache auf sich beruhen zu lassen, wie Mace es für richtig hält. Während Anakin also wieder einmal Andeutungen Richtung Vader zeigt und dies auch visuell unterstützt wird, indem mehrere typische Vader Posen in dieser Szene durchgearbeitet werden, will Mace sich nicht verhalten wie ein Kind, wie Boba es tut, und auf Rache sinnen. Anakin sieht es jedoch nicht als Rache an, Boba zu jagen und einzusperren. Durch die Geiselsituation, die in den letzten Folgen eingeleitet wurde, ist die Diskussion allerdings letztlich hinfällig. Da Mace und Anakin aber noch angeschlagen sind, bieten sich Plo und Ahsoka an, den Klon und den Admiral zu retten. Commander Ponds findet bereits im Forderungsholo ein unrühmliches Ende, was sehr schade ist, da wir den Commander bereits in der ersten Folge der ersten Staffel kennen gelernt hatten.

Ahsoka hat Aurra gefangen genommen (Bild von der jedipedia.net)

Auf ihrer Suche kommen sie in den unteren Ebenen Coruscants vorbei. Dabei sehen wir auch einen der Schächte, die den Luftverkehr für diese Ebenen zugänglich machen und die auch im damaligen Trailer zu Star Wars 1313 zu sehen waren. Unten treffen die Jedi unter anderem auf den Quarren aus der Folge Eine Lektion in Sachen Geduld, in der Ahsoka ihr Lichtschwert verloren hatte. Außerdem ist es erstaunlich, was für eine Detailversessenheit die Animationskünstler in die Bar gesteckt haben, die als Schauplatz dient. So sind die Wände zugekleistert mit den verschiedensten Anzeigen, Kalendern und PinUp-Girl-Bildern der verschiedensten Spezies.

Aurra unterdessen hat sich ihres nervigen Kumpanens entledigt, dessen Tod ich in der letzten Rezension prophezeit hatte. Ein wenig Genugtuung haben wir da wohl beide empfunden.

Eine wahrlich schauerliche Andeutung wird in dieser Folge mehrfach von Hondo und seinen Leuten gemacht: Hondo und Aurra waren mal ein Paar. Und die beiden hatten Sex miteinander! Gut, ich meine wo die Liebe hinfällt, aber weder ist Hondo ein attraktiver Mann (ich weiß nicht, wie das in Weequay-Verhältnissen aussieht, aber Aurra ist ein Mensch, soweit ich weiß und wird wohl entsprechende Maßstäbe haben), noch ist Aurra eine attraktive Frau. Also was haben die beiden aneinander gefunden? Zerbrochen ist es jedenfalls an Aurras Manipulativität, wie Hondo im Nebensatz erwähnt.

Gestört hat mich an dieser Folge eigentlich nur eine Kleinigkeit, nämlich dass Ahsoka mit sich selber redet, um den Zuschauer darüber zu informieren, was sie da gerade tut. Kein normales Wesen hätte in dieser Situation sowas gesagt, wie „Erinnere dich daran, was Meister Plo gesagt hat“, oder „Jetzt konzentrier dich“.

Am Ende fand ich es überraschend, dass zwei der drei Kopfgeldjäger ins Gefängnis kommen, der dritte jedoch nicht. Ich meine, okay, das Schiff ist abgestürzt und explodiert, aber hat niemand die Absturzstelle untersucht, um den dritten Jäger zu finden? Denn wir wissen alle, dass alle drei der Kopfgeldjäger noch am Leben sind.

Dieser Folge gebe ich ausnahmsweise wieder fünf von fünf Holocrons, weil sie nicht nur bei Ahsoka einen Eindruck hinterlassen hat, sondern insbesondere auch bei Boba Fett. Der Junge lernt immerhin erst noch, seinen Weg zu gehen, und ist erst zehn oder elf, maximal zwölf Jahre alt. Hier legt er ein kleines bisschen Naivität ab und wird ein wenig abgebrühter.

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Komm nach Hause, R2 (Staffel 2, Folge 21)
nachfolgende Episode: Korruption (Staffel 3, Folge 5)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

2 Kommentare

  1. Schosch

    Ich mag die Folge nicht! Boba und die Kopfegeldjäger sind nervig und es macht keinen Spaß ihnnen dabei zuzusehen wie sie versuchen Mace Windu umzubringen. Letztlich ist schon am Anfang der Folge klar das die Jedi die Geiseln befreien werden. Es wurde ja schon oft von der Redaktion (in dem Clone Wars Jedicast zum beispiel) erwähnt das die Antagonisten immer total schwach sind was ich auch nicht so sehe und finde das dort immer übertrieben wird. Aber in der Folge hatten wir wirklich nur schwache Antagonisten die genervt haben.

    Nur in einem punkt der in dieser Rezension angeschnitten wurde muss ich widersprechen. Undzwar das nur sagt Konzentriere dich das man das nur gesagt hat um die Zuschauer aufmerksam zu machen. Aber ich finde das stimmt nicht da viele Leute auch ihm echten Leben selbst Gespräche führen um sich zu Motivieren. Ansonsten war das aber auch wieder eine gute Rezension.

    Wie gesagt ich finde die Folge schlecht aber jedem das seine!

  2. ThrawnThrawn

    Gute Rezension, aber zu deinen Punkt mit der Absturzstelle: Ich denke die Stelle wurde untersucht, aber Hondo hat sie sofort da raus geholt. Bzw. (In meinem Head-Canon) Hat er das Wrack nach etwas Wertvollem durchsucht und sie dabei zufällig gefunden.

    Und zu der Sache mit Hondo und Aurra: Der Gedanke an ihre Beziehung lässt auch mich schaudern, aber vielleicht stehen die Typen in Star Wars auf (wortwörtlich) weiße Frauen 🤷‍♂️. Ich meine, Asajj Ventress ist in meiner Erinnerung auch nicht gerade die Attraktivste, aber so wird sie im Roman „Dark Disciple“ gehandelt….

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