Rezension: The Clone Wars 1×20: Die Unschuldigen von Ryloth

„Niemand kann den wahren Preis des Krieges ermessen.“

Nachdem in der letzten Folge die Blockade um Ryloth neutralisiert wurde, beginnt nun die republikanische Invasion des Planeten in der 20. Folge Die Unschuldigen von Ryloth (Innocents of Ryloth). Geschrieben wurde diese vom Trio Henry Gilroy, Randy Stradley und Scott Murphy, Regie führte Justin Ridge. Die Episode erschien in den USA am 6. März 2009; in Deutschland feierte sie am 5. April 2009 Premiere.

Inhalt

Nachdem Anakin Skywalker und Ahsoka Tano die separatistische Blockade um Ryloth aufgelöst haben, beginnen Obi-Wan Kenobi und Mace Windu die Landung der Klonarmee auf dem Planeten. Als Landungsort wurde die Stadt Nabat ausgewählt, die jedoch stärker befestigt ist als erwartet: Die Droidenarmee hat neue Protonenkanonen, die mit wenigen Schüssen den ersten Landungskreuzer der Republik zum havarieren bringen.

Lagebesprechung der Geisterkompanie vor der Landung (Quelle: Jedipedia.net)
Lagebesprechung der Geisterkompanie vor der Landung (Quelle: Jedipedia.net)

Deswegen werden Obi-Wan und eine Abteilung Klonkrieger auf der Oberfläche abgesetzt, um die Gefahr zu eliminieren. Am Boden angekommen, ergibt sich ein kurzes Gefecht an einer Mauer, das nach kurzer Zeit für die Republik entschieden wird. Nach kurzer Aufklärung wird klar, dass die Twi’lek-Bevölkerung als lebendige Schutzschilde für die Kanonen genutzt werden, was einen aggressiven Schlag verhindert.

Die Gruppe teilt sich zur weiteren Sondierung auf und man folgt dem Weg der beiden Klone Boil und Waxer, die sodann auf ein kleines Waisenmädchen, Numa, stoßen. Obwohl sie anfangs etwas überfordert mit dem Umgang mit einem Kind sind, beginnen sie sich zu helfen und durch Numas Wissen um die Katakomben der Stadt kann die Befreiuung beginnen …

Wertung

Waxer tröstet Numa (Quelle: Jedipedia.net)
Waxer tröstet Numa (Quelle: Jedipedia.net)

Diese Folge zählt zu meinen Lieblingsepisoden, was besonders daran liegt, dass den Klonen endlich Persönlichkeit gegeben wird in ihrem Umgang mit Zivilisten. Die anfangs ahnungslosen Versuche Boyls und Waxers, sich um Numa zu kümmern, unterstreichen besonders die Abgeschottenheit und Herzlosigkeit der Klonausbildung. Beide sind damit überfordert. Doch man erkennt, dass sie keine reinen Killermaschinen sind, sondern dass auch sie ein Herz haben. Diese Wandlung der Erkenntnis erkennt man auch bei Numa, die zuerst glaubt, von zwei Droiden gefunden worden zu sein, jedoch etwas später die beiden Klone als „Nerra“ bezeichnet, was sich dann als Twi’leki für „Bruder“ herausstellt.

Auch der Anfang der Folge – die Landung der Geisterkompanie auf der Planetenoberfläche – ist gut inszeniert und lässt die Klone nicht ohne Widerstand und erst mit Verlusten weiterkommen.

Zur Animation lässt sich nicht viel sagen, sie bleibt auf dem Niveau der ersten Staffel. Es ist jedoch schade, dass die Geisterkompanie, Teil der orange-lackierten 212. Legion, fast komplett in Weiß erscheint und nur Klone mit größerer Rolle dann auch ihre Lackierungen haben.

"Kann nicht berechnen" - Nicht alles ist vorhersehbar. (Quelle: Jedipedia.net)
„Kann nicht berechnen“ – Nicht alles ist vorhersehbar. (Quelle: Jedipedia.net)

Alles in allem ist dies eine sehr gute Folge, die den Handlungsbogen voranbringt und auch einen Blick in die Gefühlswelt der Klone ermöglicht. Besonders in diesem Zusammenhang – Spoiler für die 4. Staffel – ist der Tod von Waxer umso schmerzlicher, besonders, da man ein Numa-Emblem auf seinem Helm sehen kann und Waxer eine Träne über die Wange läuft – Spoiler Ende.
Auch ansonsten ist die Folge spannend gestaltet mit einem kleinen Seitenwink, dass nie alle Eventualitäten – nicht mal von einem Taktik-Droiden – vorausberechnet werden können. Das Ende mag etwas kitschig daherkommen, doch die Übersetzung des Wortes „Nerra“ durch Obi-Wan (der übrigens fließend Twi’leki spricht, was an sich ein interessanter Fakt ist) lässt einem doch wohlig werden. Damit hat diese Folge auch 5 von 5 Holocrons verdient!

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Sturm über Ryloth (Staffel 1, Episode 19)
nachfolgende Episode: Freiheit für Ryloth (Staffel 1, Episode 21)

Über den Autor

Carl Georg

Carl Georg
Carl Georg studiert Physik im vierten Semester an der TU Darmstadt. Seit Jahren begleitet ihn schon Star Wars im Leben, angefangen bei den Filmen bis hin zu den Romanen und Comics. Sein Ziel ist es, alle Geschichten – ob Kanon oder EU – zu sammeln, was wohl noch einige Zeit dauern wird. Dazu arbeitet er an einigen Star Wars-Romanen, in der unbegründeten Hoffnung, sie könnten jemals veröffentlicht werden. Im Forum des OSWFCs ist er als Owen Selevert zu finden.

1 Kommentar

  1. Schosch

    Ich finde die Folge ganz okay!

    Was ich schön finde ist das man hier wieder mit Boil und Waxer zwei Syphatische Klone reinbringt die auch ein Herz haben und auch sie Numa helfen finde ich sehr schön!

    Jedoch fehlen der Folge auch wieder Highlights und der Planet Ryloth ist extrem hässlich!

    Ich würde der Folge 3 von 5 Holocrons geben da Waxer und Boil wirklich sympathische neue Figuren sind!

Schreibe einen Kommentar