Rezension: Star Wars #34: Darth Vader: Der Auserwählte, Teil 1 & 2

Ende letzten Monats ist Star Wars #34 in der Panini-Heftreihe erschienen. Der Comic enthält die beiden US-Einzelheftveröffentlichungen Darth Vader #1: The Chosen One, Part 1 und Part 2 von Autor Charles Soule. Illustriert wurde die Geschichte durch Zeichner Giuseppe Camuncoli, sowie Kolorist David Curiel und Cam Smith an der Tusche.

Hierzulande erscheint der Comic wieder in zwei Varianten, welche sich nur durch das Covermotiv unterschieden. Das Cover der Kioskausgabe stammt dabei aus den Federn von Jim Cheung und Matthew Wilson und das der Comicshop-Ausgabe von Olivier Coipel. Übersetzt wurde die Geschichte von Michael Nagula.

Die Klonkriege sind beendet, die Jedi besiegt. Anakin Skywalker wandte sich der dunklen Seite der Macht zu und wurde zum Sith-Lord Darth Vader. Von seinem alten Meister Obi-Wan Kenobi besiegt, blieb er auf dem Vulkanplaneten Mustafar zurück, wurde jedoch von Palpatine gerettet – und seine neue kybernetische Rüstung sicherte ihm das Überleben. Als Vader erfahren muss, dass seine Frau tot ist, bleibt für ihn nichts! Nichts außer Schmerz, Zorn und das neue Galaktische Imperium … Der Start eines brandneuen Darth Vader-Abenteuers!

Start der neuen Darth Vader-Reihe!

Hier sechs Vorschauseiten aus dem Comic, damit ihr auch ein Bild vor Augen habt:

Der neue Handlungsstrang Darth Vader: Der Auserwählte startet sofort von 0 auf 180! Der Comic knüpft direkt an die Ereignisse aus Episode III: Die Rache der Sith auf Coruscant an, nachdem Darth Vader von Darth Sidious erfahren hat, dass seine geliebte Padmé nicht überlebt hat. Und so erfahren wir in diesem Comic von der Weiterbildung des Darth Vader zum vollwertigen Sith. Denn mit dem Abschlachten von Jünglingen und dem Töten ehemaliger Freunde ist dieser Weg noch lange nicht abgeschlossen. Erste Aufgabe für Vader: Herstellung eines neuen Lichtschwertes!

Das von Anakin Skywalker ist ja nun in den Besitz von Obi-Wan Kenobi übergegangen – der es für Luke Skywalker aufbewahrt. Und so erfahren wir von Darth Sidious höchstpersönlich auch, woher die Klinge eines Sith-Lichtschwertes ihre Farbe hat: Der Kristall im inneren blutet. Doch dafür muss das Schwert seinem ursprünglichen Besitzer mit Gewalt genommen werden (erinnert fast an den Elderstab aus Harry Potter) und kann nicht einfach gebaut werden. Diese Erklärung hat mir sehr gut gefallen, passt sie doch auch perfekt zu dem, was wir in Ahsoka von Emily Kate Johnston über Lichtschwertkristalle erfahren. Dort vermag es Ahsoka einen Kristall im Inneren eines Lichtschwertes, welches sie einem Inquisitor abgenommen hat, zu heilen, sodass sich dessen Farbe von Rot zu Weiß ändert.

Vaders Mission klingt total profan, aber dank der Order 66 gibt es ja eigentlich keine Jedi mehr in der Galaxis, denen Vader das Lichtschwert abknöpfen kann. Also macht er sich auf die Suche nach ehemaligen Jedi – Machtnutzer, welche vor der Order 66 aus dem Orden ausgetreten sind. Somit begibt sich Vader zu einem Außenposten des Jedi-Tempels, um in den Archiven des Ordens diese potentiellen Lichtschwertspender ausfindig zu machen.

Der Comic ist von der ersten bis zur letzten Seite mit purer Action gefüllt. Er macht richtig Spaß und liest sich absolut kurzweilig. Und vor allem gefällt mir das Setting der Geschichte. Bin ich froh, dass es nach Darth Maul nicht zurück in die Zeit um Episode IV bis V zurückgeht, sondern wir in der Zeit um die Prequels verbleiben. Es gibt ein Wiedersehen mit den Klonsoldaten, wodurch wir auch im Ansatz erfahren, was so nebenbei in der Galaxis eigentlich mit der Klonarmee passiert. Und wir erleben Darth Vader mit seinem neuen Schiff inkl. Droiden. Da muss ich sagen, wurde ich extremst an The Force Unleashed erinnert. Wir erleben einen Vader im Bodenkampf ohne Lichtschwert, den er noch mit Bravour meistert, und einen Vader mit seinem neuen Schiff im Raumkampf erster Klasse. Wie bereits erwähnt: mir hat der Comic richtig Spaß gemacht!

Die Zeichnungen von Giuseppe Camuncoli gefallen mir in diesem Comic. Und ich sage bewusst „in diesem“, da auf den 60 Seiten Comic nur auf den ersten paar Seiten ein plastisches Gesicht dargestellt werden muss, nämlich das des Imperators. Und das gefällt mir nicht ganz so gut. Alle anderen Charaktere haben einen Helm (Vader, Klone) und hier gefällt mir die Illustration sehr gut, aber die von Palpatine und seine Mimik überzeugen mich in keinem der Panels.

Ich gebe Star Wars #34 und damit dem Auftakt von Darth Vader: Der Auserwählte die volle Anzahl an Holocrons! Der Comic macht einfach Laune. Und dabei erzählt er nicht einfach eine unterhaltsame Geschichte sondern liefert dazu noch einen wertvollen Beitrag in der Charakterentwicklung des Darth Vader. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht im nächsten Heft!

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Weiter geht es in Star Wars #35: Darth Vader: Der Auserwählte, Teil 3 & 4, das am 19. Juni erscheint.

Star Wars #34: Darth Vader: Der Auserwählte, Teil 1 & 2 (Mittwoch, 23. Mai 2018)

Star Wars #34 (23.05.2018)
Gattung/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Heft
Erscheinungsdatum:23.05.2018
Autor(en):
Übersetzer:
Zeichner:, ,
Cover:,
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:,
Seiten:60
Preis:4,99 €
Kanonstatus:
Ära:
Chronologie:-19 VSY
Sammlung:
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Über den Autor

Julian

Julian
Julian ist der Mitbegründer der Jedi-Bibliothek. Star Wars-Fan ist er seit 2004 und seither haben sich einige Romane, Sachbücher und Comics angesammelt. Neben Star Wars und der Jedi-Bibliothek beschäftigt er sich in seiner Freizeit mit Makrofotografie und geht regelmäßig ins Kino. Beruflich macht er aktuell seinen Ph.D. in Biologie und gibt private Nachhilfe in Mathematik.

2 Kommentare

  1. Commander Cody

    Der Bewertung kann man in allen Punkten zustimmen. Hier kann man nur 5 von 5 Holocrons geben. Auch der Anfang des Comics ist einfach perfekt. Vader schreit nicht nur „Neeeiiiinnn“, wie in ROTS gezeigt wird. Er greift den Imperator richtig an. Hat mich an den Roman zu ROTS von Matthew Stover erinnert. Da tobt Darth Vader in dieser Szene und versucht den Schatten(damit ist der Imperator gemeint) anzugreifen und zu zerschmettern. Er ist aber nach seiner Umwandlung nicht mehr stark genug und letzten Endes ist der Imperator alles, was ihm geblieben ist. Es ist gut, dass diese Szene in den Kanon eingefügt wurde.

  2. TarkinTarkin

    Endlich die neue Vader Reihe. Bis auf den echt „dummen“ Vader Down Arc, habe ich ja die ursprüngliche Darth Vader Reihe geliebt und sie bescherte uns mit Aphra einen mittlerweile extrem beliebten Sidekick. Ich hoffe in dieser Reihe können wir uns auf eben so starke Storys und Charaktere freuen. Bisher sieht alles danach aus und hoffentlich läuft die Serie deutlich länger, denn dieses mal hat man ja mehr als genug Zeit um ordentliche Geschichten zu erzählen, wenn man bedenkt, was sie schon alles mit 3 Jahren in der Star Wars Reihe anstellen können.

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