Rezension: Star Wars Kochbuch: Cantina von Thibaud Villanova

Anfang Oktober hat Panini mit Cantina: 40 Rezepte aus einer weit, weit entfernten Galaxis für alle Freunde des Kochens ein neues Star Wars-Kochbuch veröffentlicht. Die 40 Rezepte auf den 144 Seiten des Kochbuchs wurden von der Französin Thibaud Villanova entwickelt und geschrieben und von Anja Rüdiger für uns ins Deutsche übersetzt.

Neben den anderen hierzulande bereits erhältlichen Kochbüchern ist es das erste, bei dem der Fokus der Speißen nicht auf Kuchen, Keksen oder anderen Naschereien liegt.

Diese Angaben zum Inhalt das Kochbuches liefert Panini:

Willkommen zu einer kulinarischen Reise durch die Star Wars-Galaxis!

40 deliziöse Rezepte, inspiriert von den unterschiedlichsten Planeten der Star Wars-Saga. Der blaue Milchshake von Tatooine, das Wolkensouflé von Bespin, Törtchen direkt von den Seen Naboos, Käsekuchen aus Coruscant oder vulkanische Spareribs von Mustafar… ob Wüsten-, Stadt- oder Vulkanplanet, auf allen findet man verschiedenste Inspirationen für köstliche Gerichte, deren Geschmack uns geradewegs in eine weit, weit entfernte Galaxis (ver)führt.

Ein paar Vorschauseiten aus Cantina:

Das Buch

Wie auf den Vorschaubildern zu erkennen ist, bereist der Leser im Buch neun verschiedene Planeten, welche immer ihre eigene Art an Küche zu bieten haben. Zu jedem Planeten gibt es vorab stets einen kleinen Einführungstext, in dem neben Daten und Fakten auch die Ereignisse aus den Filmen wiedergegeben werden. Auf einer dem Text folgenden Doppelseite werden diese Informationen dann nochmals grafisch dargestellt. Das Buch bietet daher zugleich eine kulinarische Reise durch die Star Wars-Saga, wodurch es einen kleinen Sachbuchcharakter erhält und so gesehen kein reines Kochbuch darstellt. Diese Tatsache hat mich echt positiv überrascht. Ich hatte mit einem reinen Kochbuch gerechnet, in dem einfach der Reihe nach die Rezepte aufgelistet sind (wie man es bereits von anderen Star Wars-Kochbüchern her kennt). Aber die Autorin Thibaud Villanova wählte für das Buch ein persönlicheres Konzept. Dies wird vor allem deutlich, wenn sie nach ihrem Vorwort zum Buch dem Leser eine Liste der Musikstücke an die Hand gibt, welche sie beim Verfassen der jeweiligen Rezepte gehört hat – natürlich alles Stücke aus der Filmmusik der Star Wars-Saga von John Williams.

Die Rezepte

Die Rezepte des Kochbuchs sind immer mit einem Niveau, ich nenne es mal Schwierigkeitsgrad, versehen. Dieser geht von Padawan-, über Jedi- bis zum Jedi-Meister-Niveau. Zudem hat jedes Rezept einen Namen, der es im Star Wars-Universum verankert. Eine genauere Beschreibung findet sich aber immer direkt darunter. So verbirgt sich zum Beispiel hinter dem Dust-Crêpe von Tatooine die gefüllte Teigtasche mit Minze, Feta-Käse und Gurke. Die Rezepte decken ein breites Spektrum an Speisen ab. So gibt es neben teils vegetarischen natürlich auch fleischhaltige Gerichte. Desserts und Drinks sind ebenso enthalten wie Salate. So wird am Ende sicher jeder etwas finden. Die meisten Rezepte sind zudem mit einem Foto des zuzubereitenden Gerichts versehen, welche durchgehend sehr appetitlich rüberkommen und mir immer direkt Hunger machen. Die Zuordnung der einzelnen Rezepte zu den verschiedenen Regionen, bzw. Planeten, finde ich sehr gut gelungen. So bietet das ohnehin orientalisch anmutende Jakku entsprechende Rezepte. Zum Abschluss der einzelnen Planeten gibt es immer noch ein Glossar, welches in den vorangegangenen Rezepten erwähnte Fachbegriffe erklärt, und weitere Koch-Tipps der Autorin. Im Anhang des Buches gibt es auch noch ein Inhaltsverzeichnis nach Zutaten. Sowas finde ich vor allem dann sehr nützlich, wenn ich spät abends keine Lust mehr habe einzukaufen und vorhandene Produkte verkochen möchte. Oder wenn man wieder massig Karotten oder Kartoffeln im Haus hat und nur die noch fehlenden Zutaten zugekauft werden müssen.

Fazit

Von den Rezepten und der Aufmachung des Buches, sowie der Idee und der Umsetzung seitens Thibaud Villanova bin ich echt begeistert! Endlich auch mal herzhafte Rezepte zum Kochen, welche von Star Wars inspiriert wurden. Gerne mehr davon! Einziger Kritikpunkt und zugleich Verbesserungsvorschlag für eventuelle folgende Bücher: Hauptgerichte sollte man in der Übersicht schon als solche kenntlich machen; zudem wäre es nicht schlecht dort auch bereits vegane bzw. vegetarische Gerichte mit einem entsprechenden Symbol zu versehen. Das würde bei den exotischen Star Wars-Namen die Auswahl erleichtern, ohne nochmal das ganze Buch durchblättern zu müssen.

Cantina: 40 Rezepte aus einer weit, weit entfernten Galaxis ist nicht einfach eine Aneinanderreihung von Rezepten, sondern wirklich ein vollwertiges Kochbuch mit allem was dazugehört! Wer Star Wars-Fan ist und zugleich gerne kocht, für den ist dieses Buch genau das Richtige. Durch die zusätzlich enthaltenen Daten und Fakten zu Planeten und Ereignissen ist es zudem auch für Köche sehr informativ, welche noch Star Wars-Fans werden wollen. Und wer selbst nicht gerne kocht, dem kann ich es zumindest als Geschenk für unter den Weihnachtsbaum empfehlen. Ich bin auf jeden Fall von dem Kochbuch begeistert und komme daher nicht umhin, ihm die volle Anzahl an Holocrons zu geben!

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Star Wars Kochbuch: Cantina (Montag, 2. Oktober 2017)

Star Wars Kochbuch: Cantina (18.09.2017)
Gattung/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Hardcover
Erscheinungsdatum:02.10.2017
Autor(en):
Übersetzer:
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:
Seiten:144
ISBN:978-3-8332-3533-7
Preis:25,00 €
Kanonstatus:
Bestellbar hier:Amazon.de (Amazon.com)

Über den Autor

Julian

Julian

Julian ist der Mitbegründer der Jedi-Bibliothek. Star Wars-Fan ist er seit 2004 und liest hauptsächlich Romane, aber auch ein paar Comics. Neben Star Wars hat er auch ein Leben und in diesem studiert er Biologie und gibt Nachhilfe in Mathe.

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