Rezension: Star Wars #16: Das Gefängnis der Rebellen, Teil 1

Am 23.11.2016 ging es in der Panini-Heftreihe mit Star Wars #16 weiter. Der deutsche Comic setzt sich inhaltlich aus den beiden US-Einzelheftveröffentlichungen Star Wars #15: From the Journals of Old Ben Kenobi und Star Wars #16: Rebel Jail, Part 1 zusammen, welche anfang des Jahres veröffentlicht worden sind.

Die Geschichte zu Aus dem Tagebuch Obi-Wan Kenobis stammt aus der Feder von Autor Jason Aaron und wurde von Mike Mayhew illustriert. Sie spielt ca. 10 VSY und stellt eine weitere Geschichte aus Obi-Wan Kenobis Tagebuch dar, welches Luke Skywalker in Bens alter Hütte auf Tatooine gefunden hat. Das Gefängnis der Rebellen, Teil 1 stammt ebenfalls von Jason Aaron, der die Haupthandlung seiner Serie darin nun fortsetzt, welche wenige Monate nach der Zerstörung des ersten Todessterns 0 NSY spielt. Illustriert wurde die Geschichte von Leinil Francis Yu (Zeichner), Gerry Alanguilan (Tusche) und Sunny Gho (Farben). Ins deutsche Übersetzt wurden beide Geschichten von Michael Nagula.

Das Cover der Kiosk-Ausgabe mit Prinzessin Leia stammt von Terry und Rachel Dodson, das der Comicshop-Ausgabe, welches Obi-Wan Kenobi zeigt, von Mike Mayhew.

Panini liefert folgende Inhaltsangabe:

Nach einer Furcht einflößenden Begegnung mit Darth Vader, nahmen Leia, Han und Luke in der Vorgängerstory VADER DOWN eine wichtige Gefangene an Bord des Millennium Falken. Nun machen sie sich auf den Weg zu einer Raumstation, die ihnen als Gefangenenlager dient, um Imperiale zu inhaftieren. Schlechterdings sind die Rebellen jedoch nicht die einzigen, die sich für die Gefangenen dort interessieren…

Der Start der brandneuen Storyline Gefängnis der Rebellen! Außerdem: Ein weiteres packendes Kapitel aus den Aufzeichnungen Obi-Wan Kenobis während seines Exils auf Tatooine…

In Aus dem Tagebuch Obi-Wan Kenobis erleben wir einen weiteren Teil aus dem Tagebuch von Obi-Wan Kenobi, welches Luke in Skywalker schlägt zu! aus Bens alter Hütte auf Tatooine geholt hat. Dieser Teil aus dem Tagebuch spielt 10 Jahre vor Episode IV: Eine neue Hoffnung und wir erleben einen 8 jährigen Luke Skywalker. Wie sein Vater hat er bereits in jungen Jahren ein Talent für das Fliegen entwickelt. Obi-Wan Kenobi lebt nun seit Jahren auf dem Wüstenplaneten und wacht über den Sohn seines einstigen Schülers und über dessen neue Familie.

Die Darstellung von Obi-Wan Kenobis neuem Leben auf Tatooine gefällt mir. Wie er weiterhin versucht sich für die Schwachen einzusetzen, indem er die Jawas vor den Sandleuten beschützt, und so seiner Verpflichtung als Jedi treu bleibt, hat mir gefallen. Die Parallele zu Episode I: Die dunkle Bedrohung ist gut inszeniert: Luke möchte wie einst sein Vater an einem Rennen auf Tatooine teilnehmen. Und wo eins Qui-Gon Jin die Reperatur des Podrenners von Anakin in die Wege geleitet hat, ist es nun dessen ehemaliger Padawan Obi-Wan Kenobi, der Luke die für die Reperatur nötigen Teile zukommen lässt.

Dieser Teil von Obi-Wan Kenobis Tagebuch hat mir richtig gut gefallen. Ich hab mich immer gefragt, was zwischen Lukes Onkel Owen Lars und Obi-Wan Kenobi vorgefallen sein mag, dass er in Eine neue Hoffnung so schlecht von ihm spricht. Und das Gespräch zwischen Owen und Obi-Wan macht dies endlich deutlich: Owen fürchtet Obi-Wan. Er weiß, dass dieser gefährlich ist, nachdem, was seine Ausbildung bei Anakin Skywalker bewirkt hat und fürchtet um Luke. Die Szene stellt für mich eine perfekte Verbindung zwischen Episode III und Episode IV dar. Gerade was Owens Vorwürfe Obi-Wan gegenüber angeht, ihm würden die Probleme nachlaufen und er solle sich von ihnen fernhalten, bevor sie jemanden schwer verletzt würden.

Mike Mayhew zeigt sowohl bei Owen Lars als auch bei Obi-Wan Kenobi eine sehr gelungene Mischung des Aussehens aus Episode III und Episode IV. In dem achtjährige Luke lässt sich allerdings vergeblich nach bekanntem suchen. Seit wann hat Luke so präsente Schneidezähne?

Am Ende gibt es in Jabbas Palast noch ein Wiedersehen mit Black Krrsantan, dem Wookiee-Kopfgeldjäger, der zehn Jahre später in Darth Vader für den Dunklen Lord arbeiten wird.

Die Handlung von Das Gefängnis der Rebellen, Teil 1 schließt quasi direkt an den Abschluss von Vader Down an bzw. setzt diese Handlung fort. An Board der Volt Cobra wird Doctor Aphra von Sana Starros und Prinzessin Leia in die Haftanstalt Sunspot transportiert. Dieses geheime Gefängnis der Rebellen ist allerdings nicht so geheim wie die Rebellion es gerne hätte, denn schon kurz nach der Ankunft auf Sunspot wird das Gefängnis von einer Gruppe mit unklaren Motiven infiltriert – möglicherweise wollen sie Doctor Aphra befreien?

Den Teil des Comics fand ich ehrlich gesagt relativ langweilig. Ein geheimes Gefängnis, das zwei Seiten später schon angegriffen wird. Natürlich muss der Chef der Anlage in jedem zweiten Satz noch erwähnen wie unwahrscheinlich ein Angriff ist. So kam absolut keine Spannung auf. War absolut absehbar, worauf es hinauslaufen wird. Das einzig interessante ist die Gruppe, welche Sunspot angreift. Wer sind sie? Handeln sie im Auftrag von Darth Vader? Auch die Idee des Gefängnisses an sich fand ich nicht schlecht. Es werden auch weitere imperiale Gefangene erwähnt, welche Stoff für weitere Geschichten liefern könnten. Allerdings frag ich mich, wie sich die Rebellion ein so großes und ausgefallenes Gefängnis denn leisten kann und ob es nicht sinnvoller wäre, die Gefangenen auf verschiedene Kreuzer zu verteilen. Aber vielleicht liefern die folgenden Teile dazu weitere Informationen.

In einer kurzen Nebenhandlung erleben wir auch Luke Skywalker und Han Solo, welche Proviant für die Rebellion kaufen sollen. Allerdings verzockt Han das ganze Geld beim Sabacc und er und Luke können gerade noch fliehen und müssen sich nun etwas einfallen lassen. Diesen Teil hätte man auch getrost weglassen können, denn er hat die Handlung in keinster Weise vorangebracht.

Die Zeichnungen von Leinil Yu haben mir im Vergleich zu denen von Mike Mayhew aus Aus dem Tagebuch Obi-Wan Kenobis auch nicht so gefallen. Zu wenige Details, gerade in den Gesichtern der Charakteren.

Im Gesamten gebe ich Star Wars #16: Aus dem Tagebuch Obi-Wan Kenobis / Das Gefängnis der Rebellen, Teil 1 drei von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

In der Heftreihe geht es dann am 21.12.2016 mit Star Wars #17: Das Gefängnis der Rebellen, Teil 2 & 3 weiter.

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Star Wars #16: Aus dem Tagebuch Obi-Wan Kenobis / Das Gefängnis der Rebellen, Teil 1 (Mittwoch, 23. November 2016)

Star Wars #16 (23.11.2016)
Gattung/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Heft
Erscheinungsdatum:23.11.2016
Autor(en):
Übersetzer:
Zeichner:, , ,
Cover:,
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:,
Seiten:60
Preis:4,99 €
Kanonstatus:
Ära:,
Chronologie:-10 VSY / 0 NSY

Über den Autor

Julian

Julian

Julian ist der Mitbegründer der Jedi-Bibliothek. Star Wars-Fan ist er seit 2004 und liest hauptsächlich Romane, aber auch ein paar Comics. Neben Star Wars hat er auch ein Leben und in diesem studiert er Biologie und gibt Nachhilfe in Mathe.

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