Interview mit Princess Leia-Zeichner Terry Dodson, Teil 2

StarWars.com hat den zweiten Teil des Interviews mit Marvels Princess Leia-Zeichner Terry Dodson veröffentlicht, dessen ersten Teil wir euch hier übersetzt haben.

Terry Dodsons <em>Princess Leia</em>-Skizzen, Bild 4
Terry Dodsons Princess Leia-Skizzen, Bild 4
Bei einem Comic wie Princess Leia muss man dafür sorgen, dass Millionen von Fans die Figuren wiedererkennen. Was gehst du generell bei der Porträtierung [bekannter Figuren] vor? Hast du dabei eine Philosophie?
Tatsächlich zeichne ich ziemlich gerne Porträts; das ist eine tolle Möglichkeit, sich als Künstler zu „testen“. Bei meiner Arbeit basiere ich das Aussehen oder Aspekte des Aussehens oftmals auf echten Personen, also ist das etwas sehr Normales für mich. Bei sowas wie Star Wars versuche ich, ein „glaubwürdiges Porträt“ zu entwickeln – das heißt, ich versuche, das Wesentliche des Ebenbilds einzufangen, ohne mich sklavisch an Fotos zu halten. Ich will dafür sorgen, dass es sich wie die Figur anfühlt, und nicht, dass es sich wie ein Foto anfühlt. Und in diesem Fall ist es wirklich hilfriech, dass mit Figuren/Schauspielern zu arbeiten, die man bereits mag und deren Persönlichkeit man kennt.

Lass mich da nochmal nachhaken: Welche etablierte Star Wars-Figuren haben dir hier besonders viel Spaß gemacht? Irgendwelche Favoriten?
Die Geschichte beginnt am Ende des ersten Star Wars-Films [Episode IV], also befand ich mich direkt „in diesem Universum“ und musste wirklich nur diese Szenen treffen, die jeder so gut kennt, was mich dazu zwang, genauestens aufzupassen, und sobald ich diese „bekannten“ Szenen fertig hatte, hatte ich ein ziemlich gutes Verständnis des etablierten Aussehens und konnte die neuen Szenen/Sets angehen.

Ich hatte jede Menge Spaß dabei, Admiral Ackbar und all die Rebellen zu zeichnen, die mit diesen Spaceballs-mäßigen Helmen herumrennen.

Terry Dodsons <em>Princess Leia</em>-Skizzen, Bild 5
Terry Dodsons Princess Leia-Skizzen, Bild 5
Hey, auf den veröffentlichten Vorschauseiten sieht es so aus, als würde eine neue weibliche Figur sich die Bühne mit Leia teilen; wie hast du sie als eigenständige Person neben Leia entworfen?
Basierend auf Mark [Waid]s Vorschlag ist sie Leias körperliches Gegenteil: groß, blond und blauäugig. Und dann habe ich ihr Gesicht und ihre Augen etwas spitzere Winkelformen gegeben, um sich von Leias eher runder Augen- und Gesichtsform abzuheben. Ich habe versucht, sie auch gewissermaßen zu vereinheitlichen; ich gab sowohl Leia als auch Evaan das, was ich als alderaanische Frisuren bezeichne: im Grunde nahm ich das nordeuropäische Aussehen von Leias ursprünglichem Haarknoten und machte von da an weiter.

Was glaubst du, wie gut du zu dem ursprünglichen stilistischen Gefühl der Filme passt? Und wie findest du es, all die Schiffe und Droiden etc. zu recherchieren?
Ich mag den Stil des Star Wars-Universums und ich glaube, dass ich eine gute Vorstellung davon habe, wie er funktioniert. Also liebe ich es, Recherchen zu unternehmen, um alles richtig hinzubekommen, und dann mein Wissen und Verständnis dessen, was diese Dinge „starwarsmäßig“ macht, zur Schaffung neuer Entwürfe zu verwenden.

Princess Leia #1 ist seit gestern im Handel erhältlich. Der Sammelband erscheint am 15. September. Meine Rezension findet ihr hier.

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