Interview mit Princess Leia-Zeichner Terry Dodson, Teil 1

Marvel hat den ersten Teil eines Interviews mit Princess Leia-Zeichner Terry Dodson über seine Illustrationen für die von Mark Waid geschriebene Miniserie veröffentlicht, deren erstes Heft nächsten Mittwoch erscheint. Das ist allerdings nicht Dodsons erster Ausflug ins Star Wars-Universum – er hat 1997 bereits die Comicadaption von Timothy Zahns Die dunkle Seite der Macht illustriert.

Terry, was hat das Star Wars-Universum an sich, das dich so für die Arbeit an dieser Serie begeistert hat?

Terry Dodsons <em>Princess Leia</em>-Skizzen, Bild 1
Terry Dodsons Princess Leia-Skizzen, Bild 1
Ich bin ein großer Star Wars-Fan, insofern war die Chance, mit den ursprünglichen Figuren arbeiten zu dürfen, einfach zu gut, um sie verstreichen zu lassen; außerdem ist es großartig, Teil des Neustarts der [Star Wars-]Comics bei Marvel zu sein. Ich liebe Star Wars und besonders Krieg der Sterne und Das Imperium schlägt zurück, und nun eine Geschichte zwischen diesen beiden Filmen erzählen zu dürfen – einen besseren Arbeitsplatz hätte es nicht geben können und die Figur der Prinzessin Leia ist so ergiebig und hat so viel ungenutztes Potenzial, mit dem man spielen kann!

Hinsichtlich Leia sind wir mit dir absolut einer Meinung. Wer ist sie also für dich? Was willst du bei deiner Interpretation von [Leia] in dieser Serie besonders vermitteln?
Sie ist stets Herrin der Lage beziehungsweise macht sich zur Herrin der Lage/ihrer Lage. Es ist großartig zu sehen, wie sie reagiert, wenn die Dinge nicht so verlaufen, wie sie will, und wie sie das überwindet. Und dann ist da die Frage, was eine Person überhaupt zu einer Prinzessin macht und wie das sich auf die Entscheidungen auswirkt, die man trifft.

Was hältst du von Mark Waids Manuskripten für die Serie, unter dem Aspekt, wie gut er die visuelle Umsetzung beim Schreiben im Kopf hatte? Was gefällt dir an seiner Arbeitsweise als Autor?
Mark hat die schwierige Arbeit gemeistert, eine tolle Geschichte zu finden, die man in einem bereits existierenden Universum erzählen kann. Und er hat mir jede Menge Raum gegeben, um die Geschichte auf eine Weise zu erzählen, die mir angenehm ist. Er versucht nie, zu viel hineinzuquetschen; tatsächlich hatte ich den Freiraum, Panels hinzuzufügen, damit sich für den Leser alles richtig und klar anfühlt.

Apropos Panels, gibt es irgendetwas, das du bei Princess Leia layouttechnisch anders gemacht hast als du es bei einer anderen Art von Projekt getan hättest?
Ich mache keine typischen Superheldenlayouts. Ich lege einen starken Akzent auf die Geschichte und besonders auf „Szenen“ und ich nehme mir mehr Zeit für die Schauplätze als üblich, sodass der Leser komplett in die Welten eintauchen kann, wo wir die Geschichte erzählen. Ich würde es nicht als filmischen Stil bezeichnen, aber ich strebe Klarheit und Glaubwürdigkeit an.

Teil 2 des Interviews folgt nächste Woche auf StarWars.com und natürlich auch wieder bei uns in Übersetzung.

Der Sammelband der fünfteiligen Reihe erscheint am 15. September und kann inzwischen auch bei Amazon gefunden werden. Eine deutsche Übersetzung kommt im Oktober. Mehr Infos zur Serie gibt es hier.

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