Rezension: Das letzte Kommando von Timothy Zahn

Das letzte Kommando (16.02.2015)
Das letzte Kommando (16.02.2015)
Erinnert ihr euch an Krieg der Sterne? Damit meine ich nicht die drei Filme, die zuletzt erschienen sind. Ich meine diese kitschige – manchmal brillante – aber immer fesselnde Weltraumoper aus den Siebzigern. Luke Skywalker, der Held für Millionen Jungs, Han Solo, von dem Mädchen auf der ganzen Welt geträumt haben, und Darth Vader, den alle fürchteten. Diese Saga veränderte das Science-Fiction-Genre grundlegend. Und eines habe ich nach dem Lesen der Romane von Timothy Zahn wie bei keinem anderen Autor von Star Wars-Romanen festgestellt: Timothy Zahn liebte diese Filme genauso wie wir. Er blieb einer Vision treu, welcher George Lucas leider nicht treu geblieben ist. Heute schauen wir uns den letzten Roman der sogenannten „Thrawn-Trilogie“ von Timothy Zahn an. Doch schon vorab kann ich sagen, dass der Roman mit dem Titel Das letzte Kommando das beste Ende einer Star Wars-Geschichte bietet, seitdem wir das Ende von Die Rückkehr der Jedi-Ritter sehen durften. Genau vor einer Woche ist der Roman in überarbeiteter Ausgabe im Großformat erschienen. Damit ist diese Star Wars Legends-Buchreihe komplett in neu überarbeiteten Ausgaben erschienen.

Schauen wir uns zuerst den Klappentext des Romans an:

Die entscheidende Großoffensive gegen die Neue Republik ist in vollem Gange. Und während immer mehr Rebellenplaneten fallen, machen sich Luke Skywalker und Han Solo mit einigen Gefährten auf den Weg nach Wayland, dem Kloning-Zentrum des Imperiums. Dort treffen sie auf den Jedi-Meister C’baoth, der sich zum Herrscher des Imperiums ausgerufen hat. Es kommt zum mörderischen Entscheidungskampf – und zu spät erkennt Luke, dass ihn der Jedi-Meister in eine tödliche Falle gelockt hat.

Furcht überdeckt aso die Neue Republik, da Großadmiral Thrawn, der sich in den Besitz der Katana-Flotte gebracht hat, eine Großoffensive gegen die Neue Republik startet. Jedoch muss auch Großadmiral Thrawn an zwei Fronten kämpfen: Auf der einen Seite die Neue Republik und auf der anderen Seite der verrückte Jedi-Meister Joruus C’baoth, welcher ein Tyrann geworden ist, wie der Imperator selbst – so ernannte er sich eigenmächtig zum neuen Imperator. Han Solo und Luke Skywalker machen sich mit Hilfe von Mara Jade auf den Weg zum Planeten Wayland, auf welchem das neue Klon-Zentrum des Imperiums liegt. Zu spät erkennen Mara und Luke jedoch, dass sie in eine Falle von Joruus C’baoth getappt sind. Der Jedi-Meister möchte die beiden seinem Willen unterwerfen und mit ihnen seine Herrschaft untermauern. Und während Mara sich, verstärkt durch das Ambiente der Schatzkammer des Imperators, mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert sieht – in ihr brennt immer noch das vom Imperator implantierte letzte Kommando, Luke Skywalker zu töten –, muss Luke sich seiner größten Angst stellen…

Wie ich es von einem Zahn-Roman erwarte, ist auch dieser Roman vom Anfang bis zum Ende actiongeladen – damit meine ich jedoch eine Action, die sehr variiert und spannend ist. Von Lichtschwertkämpfen über atemberaubende Raumschlachten hin zu politischen Intrigen und Blutfehden.

Die Charaktere, die durch diese Reihe eingeführten wurden, fühlen sich an, als seien sie einfach nicht von der Kamera erfasst worden, als Lucas die originalen drei Filme drehte. Mara Jade, Talon Kardde und alle anderen Personen sind großartige Charaktere, die vom Leser gemocht und vor allem verstanden werden. Die größte und wohl wichtigste Charakterergänzung stellt jedoch der wahre Bösewicht der Geschichte dar: Großadmiral Thawn. Nach der Lektüre versteht der Leser, warum es gut war, dass Thrawn nicht bei dem Sieg der Rebellen über den Imperator dabei gewesen ist – denn der Ausgang wäre höchstwahrscheinlich anders gewesen. Um die ganze Handlung zu erschweren, ist Thrawns Verbündeter der verrückte Joruus C’baoth (dessen Namen ich erst durch die Hörspiele aussprechen kann – danke dafür, Oliver Döring!), der Luke zur dunklen Seite führen möchte.

Die überarbeitete Thrawn-Trilogie in ihrer Gänze
Die überarbeitete Thrawn-Trilogie in ihrer Gänze

Die spannungsgeladene Handlung nimmt nicht ab und das Ende ist fantastisch, da die Handlungsstränge durch perfekte Emotionen, Action und spektakuläre Raumschlachten zusammenfinden. Die Thrawn-Trilogie ist ein gutes Beispiel dafür, was die authentische und gute Qualität des Star Wars-Universums definiert: Liebe, Mythologie, Action und Fantasie. Auch wenn bald Episode VII bis IX erscheinen werden diese drei Bücher in meinem Unterbewusstsein die Sequel-Trilogie bleiben.

Alles in allem habe ich Das letzte Kommando von Timothy Zahn sehr gerne gelesen – aus meiner Sicht ist es der beste Roman der Trilogie. Obwohl es sich um das längste der drei Romane handelt, wollte ich es am schnellsten durchlesen. Die Geschichte ist sehr flüssig und unglaublich fesselnd, sodass es schwierig war, auch nur daran zu denken, das Buch vor der letzten Seite wegzulegen. Auch hier kann ich gar nicht anders als dem Roman die volle Holocronzahl zu geben. Für 9,99€ ist der Band mit seinen knapp 580 Seiten sogar recht günstig. Wenn ihr die Thrawn-Trilogie noch nicht gelesen habt, verpasst ihr einen der größten und besten Handlungsbögen des Science-Fiction-Genres aller Zeiten. Deshalb kann ich euch nur den folgenden Rat geben: Kauft es, genießt es und erinnert euch an die guten alten Tage.

Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 5 von 5 Holocrons!

Wir bedanken uns recht herzlich bei Blanvalet für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Das letzte Kommando (Montag, 16. Februar 2015)

Das letzte Kommando (16.02.2015)
Medium/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Taschenbuch (Großformat)
Erscheinungsdatum:16.02.2015
Autor(en):
Übersetzer:
Cover:
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:
Seiten:576
ISBN:978-3-442-26408-7
Preis:9,99 €
Kanonstatus:
Ära:
Chronologie:9 NSY
Nachschlagen auf:Amazon.de (Amazon.com, Amazon.co.uk)

2 Kommentare

  1. Schöne Rezension, die es genau trifft. Die „Thrawn“-Trilogie hat für mich nach der OT den größten Stellenwert im SW-Universum. Zahn hat das Flair der Filme haargenau eingefangen. Und selbst nach der x-ten Lektüre, können mich diese drei Bücher nochmal packen und zudem in Jugendzeiten versetzen.

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