Rezension: Gegenwind von Paul S. Kemp

Gegenwind
Gegenwind

Der Roman Gegenwind ist das zweite Werk des Autors Paul S. Kemp im Star Wars-Universum.
Die Geschichte spielt im Jahr 41,5 nach der Schlacht von Yavin und hat in der ersten Hälfte des Buches immer wieder Rückblenden auf 5000 Jahre vor der Schlacht von Yavin, kurz vor der Schlacht von Kirrek. Die Rückblenden spielen parallel zu den Ereignissen aus den Comics „Die Jedi-Chroniken“.

Jaden Korr, bekannt aus dem Videospiel Jedi Knight – Jedi Academy, hat eine Vision der Macht. Um den Ursprung dieser Vision zu finden gelangt er in die Unbekannten Regionen. Dort trifft er auf die Schrottsammler Khedryn Faal und Marr Idi-Shael, die ein geheimnisvolles altes imperiales Signal aufgefangen haben. Parallel dazu erfährt der Leser, warum der Sith-Kreuzer Herold über 5000 Jahre später aus dem Hyperraum auftaucht und warum der Sith-Kreuzer Omen sein Schicksal erleidet. Die Geschichte ergänzt die Erzählungen aus dem Buch Der Vergessene Stamm der Sith – Storys und der 9-teiligen Reihe Das Verhängnis der Jedi-Ritter.
Die Herold kommt im gleichen System aus dem Hyperraum, wo sich auch das alte imperiale Signal auf einem Eismond befindet. In der zweiten Hälfte des Buches versuchen Korr, Khedryn, Marr und jemand aus der Vergangenheit den Schaden für die Galaxis zu begrenzen, den der Sith-Kreuzer aus der Vergangenheit anrichten könnte. Außerdem versuchen Sie das Geheimnis um das Signal herauszubekommen und werden dabei von einem Handlanger der Einen Sith verfolgt.

3von5Ich vergebe dem Buch 3 von 5 Holocrons, weil in der ersten Hälfte keine richtige Spannung aufgekommen ist. Da Herr Kemp mit dem Roman „The Old Republic – Betrogen“ ein sehr gutes Werk abgeliefert hatte, waren die Erwartungen an den Nachfolger natürlich sehr hoch. Leider kommt diese Buch nicht an die Spannung von Betrogen heran.

Dunkle Flut
Dunkle Flut

Mir ist natürlich klar, dass die Handlung die Ereignisse rund um die Omen und die Herold sehr gut erklärt und die neuen Figuren einführt aber dennoch musste ich immer wieder denken: „Wann geht’s denn endlich los?“.
Man merkt, dass die Geschichte von Anfang an als Zweiteiler konzipiert war. Wer also mit Gegenwind anfängt, der sollte sich auf alle Fälle auch Dunkle Flut von Paul S. Kemp kaufen. Am Ende des Buches habe ich nämlich gedacht: „So, und wie geht es jetzt weiter?“. Das erfahrt Ihr aber in einer späteren Rezension.

Wer noch mehr über Khedryn Faal und Marr Idi-Shael erfahren will, dem empfehle ich die Kurzgeschichte „A fair trade“ von Paul S. Kemp. Sie ist am 25.10.2011 im Insider 129 erschienen und erzählt die Geschichte wie die Schrottsammler an ihr Schiff „Schrottkiste“ gekommen sind.

4 Kommentare

  1. Feines Review. Schön kurz gehalten, anders als die deutsche Übersetzung (Crosscurrent war mein erster englischer Star-Wars-Roman, eine kleine Taschenbuch-Ausgabe; daneben steht jetzt die deutlich breitete deutsche Ausgabe).

    Ich muss sagen, ich fand die Herold-Geschichte mit Relin Druur gerade interessant (leicht unglaubwürdig, aber interessant). Korr und die Schmuggler haben aber auch den anderen Handlungsteil interessant gemacht. Den Nachfolgeroman mag ich hingegen überhaupt nicht; bis auf die Auflösung.

  2. Danke. Die Herold-Geschichte fand ich auch interessant, aber wenn man vorher den Rückentext ließt nimmt man an daß die Vision im Vordergrund der Geschichte steht und das ist eben nicht der Fall. Meine Rezension zum Nachfolger „Dunkle Flut“ erfolgt bald, den lese ich gerade.

  3. Das dachte ich mir auch, bevor ich den Roman gelesen hatte. Mein erster Gedanke war, als ich vom Auftauchen eines Sith-Kreuzers aus der Vergangenheit erfahren hatte, Zeitreise in Star Wars oh nein. Aber genau dieser Punkt ist meiner Meinung nach brilliant gelöst worden. Mehr kann ich leider nicht verraten, sonst spoilern wir hier.

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