Rezension: Ahsoka: Staffel 1 – mit Gewinnspiel!

Mitte März erschien der Sammelband Ahsoka, der die bereits in der Comicreihe erschienene Comicadaption der Disney+-Serie enthält. Autor der Adaption ist Rodney Barnes, der auch schon für die Comicadaption der zweiten Staffel von The Mandolorian verantwortlich war. Die Übersetzung wurde von dem erfahrenen Matthias Wieland übernommen. Die Zeichnungen stammen von Georges Jeanty und Steven Cummings. Dexter Vines, Karl Story und Wayne Faucher sind für die Tusche zuständig. Rachelle Rosenberg hat das Ganze koloriert und Joe Caramagna hat das Lettering gemacht.

Diejenigen, die die Serie bereits geschaut haben, werden den Inhalt des Sammelbandes bereits kennen, daher gehe ich in meiner Rezension überwiegenden auf die visuelle Umsetzung ein. Der Sammelband bietet keine neuen Szenen, es handelt sich um eine reine Nacherzählung der Story der Serie, die natürlich etwas gekürzt dargestellt ist. Meiner Meinung nach ist es dabei gut gelungen, alle wichtige Handlungselemente aufzugreifen und dabei auch die Kampfszenen in einer comicgeeigneten Weise umzusetzen. Insbesondere bei einer im All stattfindenden Kampfszene wurden die epischen Momente aus der Serie mit teils seitengroßen Panels hervorragend umgesetzt.

Hiervon gibt es allerdings zwei Ausnahmen: Ahsokas erste Kampfszene wirkt im Comic etwas zu lang und ohne die musikalische Untermalung aus der Serie fast schon langweilig. Im Gegensatz hierzu hätte man der Begegnung zwischen Ahsoka und Marrok und der parallel ablaufenden Begegnung zwischen Sabine und Shin etwas mehr Zeit geben können. Durch die kurze Darstellung wirken die Kämpfe etwas zu chaotisch, sodass man sich doch mehr konzentrieren muss, um alle Ereignisse der beiden Kämpfe wahrnehmen zu können und keine wichtigen Details zu verpassen. Hier hätten ein paar Panels mehr oder auch etwas größere Panel gut getan.

Zu Beginn des Comics gefällt mir die Darstellung von Sabine nicht. Meiner Meinung nach ist ihr Gesicht etwas zu länglich und simpel gehalten, sodass ihr Gesicht teils emotionslos wirkt. Ebenso ist Shin am Anfang nicht sehr detailreich gezeichnet, daher gibt es bei ihr dasselbe Problem.

Im Gegensatz hierzu sind Ahsoka, Baylan und Hera fast durchgehend gut getroffen. Letztere schielt zwar in mindestens zwei Panels, ist aber sonst wie Ahsoka und Baylan auch detaillierter gezeichnet und realistisch koloriert. Und auch Sabine und Shin sind ab dem 3. Kapitel besser getroffen. Das liegt aber nicht nur an den Zeichnungen, sondern auch an der besseren Kolorierung, die beiden mehr Leben einhaucht.

Die Umsetzung der großen Mütter hat mir besonders gut gefallen. Sie tauchen fast ausschließlich im Hintergrund auf und sind eher schemenhaft und undeutlich gezeichnet. Das passt allerdings zu ihren Rollen und fängt das Mystische und Mysteriöse, das sie umgibt, gut ein. Lediglich in einem wichtigen Schlüsselmoment sind die großen Mutter klar erkennbar, was die Bedeutung ihrer Handlung in dieser Szene nochmals unterstreicht.

Fazit

Insgesamt handelt es sich bei dem Sammelband Ahsoka um eine solide Nacherzählung der Serie, bei der mir die zeichnerische Umsetzung zum Teil allerdings nicht gefällt. Ich vergebe daher zwei von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

Wir bedanken uns bei Panini für das Rezensions- sowie das Gewinnspielexemplar!

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