Rezension: Star Wars #78: Krieg der Kopfgeldjäger, Teil 4 & Darth Vader, Teil 4

Vorweg in eigener Sache: Liebe Leser*innen, es tut mir schrecklich leid, aber private Gründe haben dazu geführt, dass sich die Rezensionen bei mir aufgestaut haben. Hiermit soll dieser Rückstau aber beendet werden und werde ich meine Rezensionen wieder aufnehmen!

Nun geht es in der Heftreihe mit Star Wars #78 weiter, welches bereits im Februar diesen Jahres veröffentlicht wurde. Im Heft enthalten sind die beiden Comics Krieg der Kopfgeldjäger #4: Angriff im Morgengrauen von Charles Soule (Autor), Luke Ross, David Messina (Zeichnungen), Neeraj Menon und GURU-eFX (Farben) und Darth Vader – Krieg der Kopfgeldjäger: Skywalker im Visier von Greg Pak (Autor), Raffaele Ienco (Zeichnungen), Jason Keith und Rachelle Rosenberg (Farben). Übersetzt wurden beide Geschichten von Matthias Wieland. Wie immer veröffentlichte Panini das Magazin in zwei Varianten:

Zuletzt hatte ich den Sonderband Star Wars, Band 3: Krieg der Kopfgeldjäger – Rettet Han Solo zum Event gelesen, bei dem mich besonders gestört hatte, dass die einzelnen Teile gefühlt zusammenhangslos ablaufen. In Star Wars #78 geht man nun wieder etwas in der Handlung zurück, und schließt direkt an Star Wars #77 an. Dafür laufen die beiden enthaltenen Geschichten parallel ab; während Angriff im Morgengrauen die Geschichte aus Bobas Perspektive beleuchtet (dabei aber auch Einschübe von Luke und Leia enthält), bekommen wir die gleichen Geschehnisse in Skywalker im Visier aus der Sicht von Darth Vader bzw. Ochi präsentiert. Dabei hat die Story um Boba die interessanteren Punkte, stellt sich ihm doch mit Dengar erneut ein Kopfgeldjäger-Kollege entgegen. Dieser wird von dem T-800er-Verschnitt Valance begleitet. Diese Figur hatte ich zuvor noch gar nicht kennengelernt, aber ich vermute aus dem Kontext heraus einfach mal, dass diese Figur in der eigentlichen Kopfgeldjäger-Reihe eingeführt wurde.

Aber auch die Storyline um den dunklen Lord hat mit dem Kampf zwischen Sly Moore und Ochi von Bestoon das gewisse Etwas zu bieten. Der Kampf bringt nämlich nicht nur Figuren aus der Prequel- (Moore) und der Sequel-Ära (Ochi) zusammen, sondern verankert beide auch noch zu Zeiten der originalen Trilogie, schließlich spielt der Comic zwischen Episode V und VI.

Der Beginn des Vader-Comics hat mich auch direkt mit seiner Illustration abgeholt! Ich stehe darauf, wenn das Medium Comic als solches auch ausgeschöpft wird und eben nicht nur stupide einen Handlungsstrang abarbeitet. Zudem bildet das Intro eine hervorragende Grundlage für das eigentliche Geschehen und zeigt die Motivation von Vader und dem Imperator um Luke Skywalker.

Leider gab es auch eine Stelle, welche mich komplett aus der Handlung geworfen hat. Im Vader-Teil des Magazins will Luke die Aufmerksamkeit Vaders auf sich ziehen. Dabei fliegt er an ein Raumschiff heran, wird kurz darauf von dessen Besatzung mit Magna-Harpunen attackiert und kann nur dank des Eingriffs von Darth Vader entkommen. Ich weiß zum einen nicht, wer Ororab, der Boss der Besatzung ist, noch verstehe ich, weshalb Luke dort überhaupt so nach heranfliegt. Und der Cliffhanger am Ende funktioniert leider nicht mehr, da ich ja aus dem Sonderband bereits weiß, was mit dem imperialen Shuttle passiert – aber dafür kann der Comic natürlich nichts, sondern spiegelt lediglich meinen Eindruck mit meiner Lesereihenfolge wieder.

Die hervorragende Illustration des zweiten Comics habe ich ja bereits erwähnt, aber ich will auch zu der des ersten Teils noch etwas schreiben. Und zwar empfand ich hier teilweise die Handlung zu abrupt wechselnd von einem Panel zum nächsten. Ein Beispiel wäre beim Aufeinandertreffen zwischen Dengar und Boba, bei dem Letzterer eine Rakete abfeuert. Es gibt dann ein Panel, in dem man die Explosion und einen wegfliegenden Dangar sieht. Und im nächsten Panel sieht man Dengar auf einer Eisscholle hocken. Nicht wirklich dynamisch dargestellt leider. Ich musste hier nochmal zurückblättern um sicherzugehen, dass ich nichts überblättert hatte, da es für mich logisch keinen Sinn gemacht hat.

Fazit

Das Vorfinale des Crossover-Events war alles in allem gut zu lesen und auch schön anzusehen. Leider hat der Sonderband doch einiges vorweggenommen, was uns im Finale in Star Wars #79 erwarten wird. Ich gebe dem Magazin dennoch 3 von 5 Holocrons.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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