Rezension: Star Wars #68: Darth Vader: Das dunkle Herz der Sith, Teil 5 / Ins Feuer, Teil 1

Im März ging es in der Panini-Heftreihe mit Star Wars #68 weiter. Im Comic-Magazin enthalten sind der letzte Teil von Das dunkle Herz der Sith und der erste von Ins Feuer. Die entsprechenden US-Einzelhefte erschienen im September und Oktober letzten Jahres bei Marvel. Beide Geschichten stammen von Greg Pak und wurden von Raffaele Ienco (Zeichnungen) und Neeraj Menon (Farben) illustriert.

Wie nicht anders gewohnt erschien auch dieses Magazin in der Kiosk- und einer Comicshop-Ausgabe:

Wir rekapitulieren kurz: Darth Vader ist stocksauer und sucht nach jenen, die seinen Sohn all die Jahre vor ihm geheim gehalten und versteckt haben. Dabei begegnet er Sabé, der ehemaligen Zofe von Padmé Amidala, der Mutter von Luke. Gemeinsam machten sie sich auf den weg nach Naboo, da diejenigen, welche Padmé für die Bestattung vorbereitet haben, auch wissen mussten, dass sie gar nicht mehr schwanger gewesen ist. Dort angekommen stellt sich heraus, dass Sabé und ihre Gruppe der Amidalaner Vader für den Tod von Padmé verantwortlich machen – und folgerichtig nun seinen Tod wollen. Doch Vader ist nicht kleinzukriegen und begibt sich zum Grab seiner verstorbenen Frau und Mutter seines Sohnes.

Im letzten Teil von Das dunkle Herz der Sith betritt Vader nun das Grab und entdeckt dort Hinweise auf Polis Massa, den Ort, am dem Padmé ihre Zwillinge zur Welt gebracht hatte. Unverzüglich bricht Vader dorthin auf – dicht gefolgt von den Amidalanern. Während der Forensikdroide ZED-6-7 die Logbücher von damals durchforstet kommt es zum finalen Angriff der Amidalaner auf Vader. Während des Kampfes werden Vader die letzten Momente seiner Geliebten vorgespielt, bis die Emotionen im „Es gibt noch Gutes in ihm.“ gipfeln, woraufhin Vader die Kontrolle und sich verliert.

Die Amidalaner besiegt und seine Vendetta beendet, kehrt der dunkle Lord zu seinem Meister nach Coruscant zurück – wie es dieser zu Beginn von Star Wars #65 befahl. Dieser ist natürlich nicht erfreut über die jüngsten Abenteuer und Gefühlswelt seines Schülers…

Ohne umschweifen schließt hier direkt Ins Feuer an. Darth Sidious sieht in den Emotionen des vor Kummer triefenden Vaders einen Rückschritt in dessen Ausbildung und auf dem Weg der dunklen Seite. Er muss von ganz vorne erneut anfangen auf dem Weg zur Stärke. Und dieser ist die Furch. Der Imperator bringt Vader zurück nach Mustafar, nimmt ihm seine Gliedmaßen und lässt ihn am Ufer des Lavaflusses zurück. Dort wird Vaders Furch erneut zu Zorn – doch der Plan seines Meister sieht vor, diese erneut zu Furcht werden zu lassen und zwar durch den Attentäter der Sith: Ochi von Bestoon.

Beide Comics sind einwandfrei illustriert, keine Frage, aber die Geschichte keines der beiden holt mich ab. Der Verlauf von Das dunkle Herz der Sith war abzusehen. Mich hat hier überrascht, welche Art von Implantat verwendet wurde, um den Schein der Schwangerschaft Padmés glaubwürdig aufrecht zu erhalten, aber mir gefällt, dass dies schon auf Polis Massa entsprechend umgesetzt wurde und nicht von den Zofen erst auf Naboo durchgeführt wurde. So gesehen macht es absolut Sinn, dass selbst diese wahrhaft von der Schwangeren Padmé überzeugt waren und es nie auch nur einen Zweifel am Tod ihres ungeborenen Kindes gab – bzw. eben vom Verbleib des geborenen. Alles andere an der Geschichte ist aber vollkommen zum Vergessen, die Amidalaner will ich gar nicht mehr erwähnen.

Und auch die Weiterführung der Geschichte hat die Wut in mir hochgetrieben. Natürlich ist der Imperator enttäuscht über seinen Schüler, aber ich kann und will mir einfach nicht noch ein weiteres Mal mit ansehen müssen, wie er seinen Schüler testet. Diese Geschichte hat schon so einen Bart und es scheint einfach sonst nichts zu geben, womit man die Beziehung der beiden erzählen und ausbauen könnte. Wieder und wieder müssen wir ertragen wie der Meister seinen Schüler testet, und wieder und wieder müssen wir mit ansehen, wie sich Vader zurückkämpft. Gähn. Ich will Greg Pak aber lassen, dass mir seine Inszenierung durchaus gefällt – wäre sie in anderer Form nur nicht schon zig mal erzählt worden. Denn wie der Imperator dieses Mal vorgeht ist durchaus meisterhaft. Vader wie einen undankbaren Bengel einfach wieder in den Zustand zurückzuversetzen, in dem er war, als der Imperator ihn auf Mustafar fand und ihn schlussendlich zu dem Darth Vader machte, den wir alle kennen, ist grandios.

Und gleichzeitig wird natürlich auch die Gelegenheit genutzt um eine in den Sequels bzw. Episode IX erwähnte Figur in Szene zu setzen: den Sith-Attentäter, der Jahre später den Sohn des Imperators und dessen Frau töten wird, um dann kurz darauf auf Pasaana sein Ende zu finden. Dieser wird nun auf den verstümmelten Darth Vader losgelassen – ein Duell mit offensichtlich wenig Spannung, wissen wir ja bereits, dass beide daraus lebendig hervorgehen werden. Aber sind wir trotzdem mal gespannt, wie die Konfrontation verlaufen wird.

Fazit

Beide Geschichten in Star Wars #68 könnten für mich langweiliger nicht sein. Ich rechne Greg Pak aber die Inszenierung seiner „Meister prüft Schüler“-Geschichte an, weshalb ich dem Comic-Magazin dann doch noch zwei Holocrons gebe.

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Schreibe einen Kommentar