Rezension: Star Wars, Band 13: Schurken und Rebellen

Ihr seid Rebellen. Wie wir.

Prinzessin Leia Organa von Alderaan

Passend zum Ende des Jahres 2020 hat Panini im Dezember mit Star Wars 13: Schurken und Rebellen die laufende Star Wars-Hauptreihe zu Ende gebracht. Wie der US-Sammelband von Marvel enthält Schurken und Rebellen die letzten drei der achtteiligen Geschichte Rebellen und Schurken, von der die ersten fünf Teile im letzten Band im September erschienen sind. Diese wurden von Greg Pak geschrieben und von Phil Noto gezeichnet. Als Epilog kommt noch Star Wars: An Echo of Victory von Charles Soule und Luke Ross dazu, die aus Empire Ascendant #1 kommen. Im Gegensatz zum US-Sammelband fehlen allerdings Doctor Aphra: Epilogue, den wir schon am Ende der Doktor Aphra-Reihe in Das Ende einer Schurkin bewundern durften, Bounty Hunter: Two Sides to Every Sortie, welcher im ersten Kopfgeldjäger-Band enthalten sein wird und Darth Vader: In Service to the Empire, die hierzulande mit Darth Vader: Das dunkle Herz der Sith kombiniert wird und damit in Star Wars #65 kam und vermutlich dann auch im entsprechenden Sammelband enthalten sein wird.

Wir befinden uns im Jahr 3 NSY und die drei Missionen der drei Teams bestehend aus Han und Leia, die auf Dar Champion getroffen sind, Luke, der auf die Diebin Warba von Jeddha getroffen ist, sowie Chewbacca und C-3PO, die komische Steinwesen als Freunde gewonnen haben und dummerweise von Darth Vader aufgemischt werden, gehen fürchterlich in die Hose. Zumindest vorläufig. Denn hier geht es jetzt eigentlich nur noch ums Aufräumen der Schlammassel, in welche die Helden geschlittert sind!

Luke schafft es zum Einen die kleine Rebellenzelle zu retten und zum Anderen sein Lichtschwert zurück zu bekommen und außerdem eine neue Freundin/Verbündete zu gewinnen. Leia befreit Han und zusammen mit Dar Champion tricksen sie Boss Carpo und das Imperium aus, während 3PO versucht mit seinen neuen Steinfreunden die Situation und die Bomben zu entschärfen, greift Chewbacca mit bloßen Händen Darth Vader an.

Letztlich laufen alle Handlungsstränge super zusammen. Besonders positiv ist mir dieses Mal aufgefallen, dass Chewbacca nicht zum Nebencharakter degradiert, sondern als Hauptcharakter genutzt wird. Sonst steht er so oft im Schatten seiner Begleiter, dieses Mal nutzt er lediglich 3PO, um sich für den Leser verständlich auszudrücken. Er liefert auch die visuell am besten ausgearbeiteten Szenen ab, denn wer versucht sonst schon, Darth Vader mit einem Stein niederzuknüppeln?

Steine sind im Übrigen auch einer meiner größten Kritikpunkte, denn genau wie in Yodas geheimer Krieg kann ich mit Steinwesen so gar nicht warm werden. Schon gar nicht mit der Auflösung, die wir nachher erhalten. Das Ganze ist toll gemacht und auch C-3POs Charakter profitiert unglaublich davon, aber die zugrunde liegende Struktur fehlt einfach. Warum tauchen sie nicht auf den Lebensformscannern auf, wenn sie doch leben? Warum leben sie, sind aber Steine? Es ist ja nicht so wie bei den weinenden Engeln aus Doctor Who, dass sie in bestimmten Momenten zu Stein erstarren, sondern sie sind Stein – und leben gleichzeitig.

Die Imperialen stehen natürlich gewohnt dumm da, allen voran Admial Ozzel, der hier mit Sicherheit nicht seine erste Fehlentscheidung trifft, sonst würde er über Hoth nicht seine Stelle frei machen müssen. Es endet schließlich mit einer Lehre über Freundschaft und einem allein dastehenden Darth Vader.

Die Zeichnungen von Phil Noto sind gewohnt hochwertig, auch wenn sie von Luke Ross in den Schatten gestellt werden, der An Echo of Victory gezeichnet hat. Dieses spielt komplett auf der Echo Basis und hat Kes Dameron und Shara Bey als Hauptcharaktere, denen wir in Charles Soules Handlungsbögen nach Das Imperium schlägt zurück ebenfalls folgen werden. Die Geschichte handelt erneut von der Gleichwertigkeit der Rebellen untereinander und wertet den Band von gutem Durchschnitt auf ein etwas höheres Niveau auf.

Insgesamt gebe ich vier von fünf Holocrons, da ich Message, Story und Zeichnungen wirklich gut gelungen finde, aber die Steinleute zwingen mich leider das fünfte Holocron nicht zu geben, auch wenn sie gut umgesetzt sind.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

Wir bedanken uns bei Panini für das Rezensionsexemplar!

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