Rezension: Star Wars Comic-Kollektion, Band 73: The Force Unleashed

Star Wars Comic-Kollektion, Band 73: The Force Unleashed (10.06.2019)

In Band 73 der Comic-Kollektion wurde der Comic zum Videospiel The Force Unleashed erneut veröffentlicht. Dieses war, wie bereits auch vor ihm Shadows of the Empire, ein Multimediaprojekt von LucasArts. Es gab einen Roman, einen Soundtrack (nur als Download) und einen Comic zu diesem Spiel. Der Comic und der Roman erschienen damals in deutscher Sprache durch die Verschiebung des Videospiels noch vor den englischen Ausgaben und vor dem Spiel selbst. Der Autor Haden Blackman war beim Spiel als leitender Entwickler tätig und schrieb den Comic dazu. Des Weiteren bestand das Kreativteam aus Brian Ching, Bong Dazo und Wayne Nichols (Zeichnungen), Michael Atiyeh (Farben) und im Deutschen übernahm Michael Nagula die Übersetzung.

Die Geschichte handelt von Galen Marek, einem geheimen Schülers Darth Vaders mit dem Codenamen „Starkiller“, der für den dunklen Lord verbliebene Jedi jagen soll, um immer stärker in der dunklen Seite der Macht zu werden, damit er gemeinsam mit Vader den Imperator töten kann. Doch sein Werdegang hat im Laufe der Geschichte eine interessante Wendung.

Der Imperator darf Dich NICHT entdecken. Hinterlasse keine Zeugen. Töte jeden an Bord, Imperiale genauso wie Kotas Leute.

Darth Vader zu Starkiller

Interessant an der Geschichte ist, dass Darth Vader einen geheimen Schüler hat. Das gab es bis zum Erscheinen des Comics noch nicht im Star Wars-Universum. Vader wurde bis dahin immer als treuer Diener des Imperators gezeigt.

Die Umsetzung der sehr linearen Spielehandlung als Comic ist dem Autor Haden Blackman sehr gut gelungen. Die Geschichte wird über Rückblenden von Proxy, Juno und Bail Organa erzählt, die die Erlebnisse von Starkiller durchgehen.

Eine Figur hebt sich besonders in der Geschichte hervor: Bail Organa ist sehr gut charakterisiert. Auch die neuen Figuren wie Juno, Proxy und General Rahm Kota sind schön beschrieben, passen sehr gut in die Geschichte und verleihen den Ereignissen um Starkiller eine größere Tiefe. Leider ist das Ende zu videospielmäßig überspitzt dargestellt. Das war für mich der Moment, als mir die sonst so gute Geschichte nicht mehr gefallen hat.

Die Extras in diesem Band beschränken sich auf einen Artikel von Marco Ricompensa, der sich mit der Geschichte von The Force Unleashed beschäftigt und einem Artikel mit dem Titel Ein fast perfektes Imperium von Angelo Licata, der sich um einige Hintergrundinformationen zu Episode V: Das Imperium schlägt zurück dreht.

Die Zeichnungen sind durch die mitwirkenden Zeichner ähnlich wie bei der sehr guten Comic-Reihe Knights of the Old Republic. Kräftige klare Farben und deutliche Konturen der Figuren und Umgebung machen den Comic sehenswert. Mir gefällt es, wenn ein Gesicht mit Schatten und Furchen gezeichnet ist. So wirkt für mich die Geschichte realistischer und nicht so abstrakt.

Was mich an der Geschichte The Force Unleashed schon immer gestört hat, ist, dass es sogar dem EU widerspricht. Somit kann man es nur als Legende in den Legends ansehen. Die Story in sich ist gut, aber eben nur für sich allein. Man merkt, dass die Macher nicht so sehr an einer Kontinuität interessiert waren, sondern ein gutes Spiel im Star Wars-Universum erschaffen wollten. Da ich aber die Verbindungen zwischen verschiedenen Werken liebe und die oben genannten Gründe auch zählen, kann ich dem Comic nur 3 von 5 Holocrons geben. Es ist eine gute, aber irrelevante Geschichte, die man mag, wenn man sie liest aber nicht vermisst, wenn man sie nicht kennt.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini herzlich für das Rezensionsexemplar.

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