Rezension: Star Wars #64: Age of Resistance: Snoke & Rey

Im November erschien Star Wars #64 im Rahmen der Panini-Heftreihe. Das Magazin enthält die beiden Comic-Kurzgeschichten Rey in „Allein“ und Supreme Leader Snoke in „Scheitere! oder lösch es aus.“ , welche im September letzten Jahres bei Marvel veröffentlicht wurden. Die Geschichten stammen in beiden Fällen von Autor Tom Taylor und auch der Farben nahm sich jeweils Guru-eFX an, aber die Zeichnungen in Rey stamme von Ramon Rosanas (Zeichner) und jene in Snoke von Leonard Kirk (Zeichner) und Cory Hamscher (Tuschezeichner).

Wie üblich ist das Comic-Magazin in zwei Varianten erhältlich. Die Kiosk-Ausgabe wird dabei von Rey geziert, während auf der Comicshop-Ausgabe Snoke zu sehen ist. Beide Motive stammen von Zeichner Phil Noto.

Als Waise hat Rey ihr Leben auf dem Wüstenplaneten Jakku allein verbracht. Bis sie sich dem Widerstand anschloss, der die Galaxis gegen die bösartige Erste Ordnung verteidigt. Nun arbeitet sie daran, ihre Verbindung zur Macht zu stärken, und ist vielleicht die letzte Hoffnung des Widerstands.

PLUS: Aus der Asche des bösen Galaktischen Imperiums erhebt sich die Erste Ordnung, eine heimtückische Sekte von Fanatikern, vereint unter ihrem mysteriösen Obersten Anführer Snoke …

In ihrer Kurzgeschichte landet Rey auf dem Weg zu Luke Skywalker auf einem Schrottplaneten, nachdem der Millennium Falke noch nicht vollständig repariert aus dem Hyperraum fällt. Auf Necropolis muss sie dann einen bösen Despoten stürzen und eine neue Regierung einsetzen, bevor sie sich wieder auf den Weg zu Meister Skywalker machen kann.

Mich hat die zeitliche Verortung der Story am meisten gestört. Dass Rey am Ende von Episode VII, auf dem Weg zu Luke, noch ein Abenteuer erlebt, hat es einfach nicht gebraucht. Das ganze Abenteuer führt nämlich zu keinem besseren Verständnis der Figur, noch trägt es zur Entwicklung ihres Charakters bei. Wenn die Geschichte so beibehalten werden müsste, dann hätte man sie besser zwischen Episode VIII und IX gebaut, parallel zu Resistance Reborn.

Die Illustrationen von Ramon Rosanas sind etwas statisch geraten. Die Figuren sind zu erkennen, keine Frage, und auch der Umgebung wurde in jedem Panel Beachtung geschenkt, aber mir fehlt es einfach an Dynamik und Plastizität in den Bildern – gerade in den Actionsequenzen, wenn Rey ihr Lichtschwert zückt und Kampfhaltung einnimmt.

Genauso wenig begeistert hat mich auch die Snoke-Kurzgeschichte, in der dieser zusammen mit Kylo Ren nach Dagobah reist um die Höhle aufzusuchen. Ich muss ehrlich sagen, ich habe diese Dunkle-Seite-Geschichten allmählich satt. Immer dieses Prüfen des Schülers seitens des Meisters – ächz! Nur dieses Mal sind es zur Abwechslung nicht Imperator/Vader sondern Snoke/Kylo. Das einzige, was der Comic nachhaltig prägt, ist die Tatsache, dass die Höhle auf Dagobah zerstört wird – die nächste Generation an Machtnutzern wird sie also nicht zur Prüfung aufsuchen können.

Auch die Zeichnungen von Leonard Kirk haben mich nicht vom Hocker gehauen. Gesichter, allen voran Kylo Rens, sind eher zu erahnen als klar zu erkennen. Figuren und Umgebung wirken sehr plump und die Proportionen sind nicht im richtigen Verhältnis.

Fazit

„Weiterfahren, weiterfahren“, um hier den Sandtrooper von Tatooine zu zitieren, trifft es ganz passend. Beide im Heft enthaltenen Comics liefern in meinen Augen keinen Mehrwert und können getrost ignoriert werden. Daher vergebe ich den beiden Geschichten 1 von 5 Holocrons und finde das durchaus angemessen.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 1 von 5 Holocrons

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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