Rezension: Star Wars Comic-Kollektion, Band 108: X-Flügler – Renegaten-Staffel: Requiem für einen Renegaten

Genug! Eure Aufmerksamkeiten sind unerwünscht!

Nrin Vakil

Die Comic-Kollektion geht langsam dem Ende entgegen. Wir sind im 108. Band angekommen, der drei verschiedene Geschichten enthält: X-Flügler – Renegaten-Staffel: Requiem für einen Renegaten von Michael Stackpole und Jan Strnad, Tales: Glück, Schicksal und der Ursprung der Sarlacc, von Marc Schultz und Tales: Ein ganz normaler Tag von Brett Matthews.

Zuerst möchte ich kurz was über die Tales-Geschichten erzählen. Beide haben recht eigenwillige Zeichenstile. Während die eine die Geschichte eines Sarlacc auf Speed beschreibt, behandelt die andere Wedges Leben als Captain der Renegaten-Staffel und der traurigen Aufgabe den Verbliebenen seiner gefallenen Untergebenen Briefe zu schreiben. Die Geschichte des Sarlaccs ist dabei auch in den Legends unkanonisch, da hier gezeigt wird, wie sich ein Sarlacc innerhalb kurzer Zeit von einem Baby zu dem komplett ausgewachsenen Exemplar entwickelt, welches wir in der Grube von Carcoon auf Tatooine vorfinden. Dieser ist jedoch nach anderen Quellen weit über 1000 Jahre alt. Die Wedge Geschichte ist tatsächlich sehr interessant, weil sie einen halbwegs normalen Tag von Wedge erzählt und trotzdem irgendwie besonders ist.

Nun zum Titelgeber. Wie die Reihe wurde seit dem Sonderband auch Requiem für einen Rogue zu Requiem für einen Renegaten umbenannt. Er spielt weiterhin im Jahr 4 NSY und ist der letzte Teil der Reihe, der in der Kollektion veröffentlicht werden wird. Auf Deutsch existiert weiterhin der nächste Teil Im Dienste des Imperiums in Sonderband #44, die letzten vier Rogue Squadron-Geschichten bleiben jedoch weiterhin unübersetzt.

Dieses Mal treffen wir auf die Gruppe als sie gerade Plourr verabschieded, die ja jetzt Regentin auf ihrem Heimatplaneten ist. Die nächste Mission scheint ein Spaziergang zu sein, doch wird Wedge direkt abgeschossen und die anderen müssen die verloren gegangenen Bothaner selbstständig retten. Deren Chef scheint jedoch nicht wirklich ehrlich zu sein und so kommen die Renegaten ziemlich in Bedrängnis. Dazu kommt, dass Dllr die ganze Zeit eine merkwürdige Musik hört. Als dann noch die Einheimischen angreifen, ist das Chaos perfekt. Auszugehen scheint das Chaos von einem alten Sith Tempel, der vom Imperium betrieben wurde.

Die Geschichte ist, sagen wir denkwürdig. Der Teil mit den Renegaten ist wie üblich sehr überzeugend und die Flieger sind die Träger der Storyline. Besonders die großen – Wedge, Tycho und Wes – tragen die Geschichte weiter, neben Dllr und Herian, die dieses Mal die großen Nebenrollen erhalten. Die Beziehung zwischen Ibitsam und Nrin wird ebenfalls erneut angesprochen, sind sie doch beide von Dac, aber aus den verschiedenen Spezies und kommen eigentlich nicht gut miteinander aus.

Die Geschichte um den Tempel und die Bothaner hingegen ist merkwürdig. Klar, Machtkontrolle durch die Sith ist nichts neues, wie wir ja auch in den Jedi-Chroniken und anderen Geschichten schon gelesen haben, aber hier ist die Umsetzung irgendwie… komisch. Und wenn wir von den Machtkräften absehen, ist da immer noch die Szene, in der ein Bothaner sich die Hand abschießt, sie fernsteuert und später wieder anwachsen lässt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Bothaner sowas nicht können, auch nicht wenn sie machtsensitiv sein sollten. Da hilft auch nicht, dass Janson sich mit einer Bothanerin vergnügt.

Die Zeichnungen sind größtenteils im Stil gehalten, was bedeutet, dass man die Männer kaum unterscheiden kann, weil sie sich sehr ähnlich sehen, wenn sie nicht verschiedene Haarfarben hätten. Selbst Großmoff Tarkin ist nicht zu erkennen als er in einem Traum auftaucht.

Zusammenfassend ist Requiem für einen Renegaten der bisher schwächste Teil der Reihe und daher bekommt der 108. Kollektionsband von mir nur zwei von fünf Holocrons.

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Wir danken Panini natürlich trotzdem für das Rezensionsexemplar!

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