Marvel-Mittwoch: Bounty Hunters #5

Nachdem am letzten Marvel-Mittwoch die ersten Handlungsbögen der beiden Hauptreihen ihren Abschluss gefunden haben, bringt auch dieser Marvel-Mittwoch ein Heft, welches einen weiteren Handlungsbogen abschließt, nämlich den ersten Handlungsbogen innerhalb der Bounty Hunter Reihe.

Und so wie man bei Kopfgeldjägern immer auf Alles vorbereitet sein muss, sollte der Leser auch hier darauf Acht geben, dass in Marvel-Mittwoch-Artikeln und den zugehörigen Leser-Kommentaren Spoiler erlaubt sind.

Zum Inhalt

Bounty Hunters #5 (03.06.2020)
Bounty Hunters #5 (03.06.2020)

Der Comic führt uns zunächst in einer Rückblende nach Glee Anselm, wo wir Zeuge jener Ereignisse werden, wie aus dem glücklichen Kind Nakano eine Waise wurde, die dann später an die Kopfgeldjägergilde verkauft und eine der führenden Kopfgeldjägerinnen wurde. Umstände, die für ihre Motivation auch beim nun bevorstehenden Showdown mit Boba Fett prägend sind. Leider empfindet Boba, obwohl auch er frühzeitig eine Waise wurde, keinerlei Empathie und sinnt nur auf Rache für sein durch Nakanos Aktion damals beschmutztes Ansehen. In weiteren Rückblenden lernen wir dabei nicht nur warum Nakano tat was sie tat, sondern auch, dass es Boba war, der damals T’ongor erschossen hat, eher er nach einem Streit alleine von Corellia geflohen und Valance den Häschern des Unbroken Clans überlassen hat.

Während der Kampf zwischen den drei hin und herwogt, trifft auch ein Verfolgerkommando des Unbroken Clans unter Vukorah über Ruusan ein und will erklärtermaßen keinerlei Überlebende zurücklassen. Grund genug für Boba Fett, der sich trotz aller Tricks nicht gegen die beiden zusammen kämpfenden Valance und Lash durchsetzen konnte, sich mal wieder eilig abzusetzen; im festen Glauben daran, dass die beiden anderen ihre Ende schon durch die Hand von Vukorah finden werden. Vukorah mag sich aber ganz entgegen früherer Gewohnheiten nicht mehr die Finger durch einen Nahkampf schmutzig machen und belässt es beim Abfeuern von Lasern und Raketen, was mindestens Fett und Valance mit Cadeliah die Chance gibt, mit ihren Schiffen zu fliehen.

Aber wie es sich für eine Comicreihe mit mehreren Handlungsbögen gehört, ist das Ende des einen Handlungsbogens gleichzeitig auch der Anfang des nächsten Handlungsbogens, denn nun ist Valance für das weitere Schicksal von Cadeliah verantwortlich.

Die Umsetzung

Ethan Sacks liefert eine recht runde Geschichte mit stimmigen Charakteren ab, die eigentlich keine Fragen offenlässt. Einzig warum Lash Khamus getötet hat ist für mich noch immer nicht völlig erklärt und vermutlich werden wir da auch nicht mehr erfahren. Der Dreikampf zwischen Fett, Lash und Valance weist all jene Finesse und Wendungen auf, die man für so ein Zusammentreffen der Extraklasse erwarten darf und würde.

Extraklasse sind auch wieder die Zeichnungen und Kolorierungen von Paolo Villanelli und Arif Prianto. In der Qualität darf es sehr gerne weitergehen, dafür warte ich dann auch gerne einen Monat aufs nächste Heft.

Auch zu diesem Heft gibt es wieder ein Sonder-Cover von Chris Sprouse aus der The Empire Strikes Back 40th Anniversary-Reihe, an dem auch Karl Story (Tuschezeichnungen) und Neeraj Menon (Kolorist) mitgewirkt haben.

Das Heft ist übrigens Alan Harris gewidmet, dem Anfang des Jahres verstorbenen Schauspieler von Bossk, der ja aber auch in diversen weiteren kleinen Rollen in Star Wars mitwirkte, unter anderem als der Körper von Han Solo in Karbonit – einer Rolle, der hier an passender Stelle in einem Panel kurz Reverenz erwiesen wird.

Fazit

Auch das fünfte Heft war inhaltlich und grafisch auf einem sehr guten Niveau. Es ist ein sehr schöner Abschluss dieses Handlungsbogens und ein gelungener Übergang zum nächsten, dessen erstes Heft (Bounty Hunter #6) am 21. Oktober erscheint.

Der englische Sammelband mit den ersten fünf Heften, Bounty Hunters Vol. 1: Galaxy’s Deadliest erscheint am 24. November und kann bereits bei Amazon vorbestellt werden. Der entsprechende deutsche Band folgt Ende des Jahres bei Panini.

Wir danken Marvel Comics herzlich für die großzügige Bereitstellung eines digitalen Vorab-Exemplars, ohne welches diese Rezension nicht möglich gewesen wäre!

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