Rezension: Star Wars #59:Der Aufstieg Kylo Rens, Teil 1 & 2

Heute erscheint die erste Hälfte der Comic-Miniserie Der Aufstieg Kylo Rens im Star Wars #59 von Panini. Die US-Einzelheftveröffentlichung zu The Rise of Kylo Ren #1 erschien Ende letzten und The Rise of Kylo Ren #2 Anfang diesen Jahres bei Marvel. Die Geschichte von Autor Charles Soule wurde dabei von Will Sliney (Zeichner) und Guru-eFX (Farben) illsutriert und für uns deutsche Leser von Michael Nagula übersetzt.

Das Comicmagazin erscheint in zwei Varianten, die beide von Clayton Crain stammen:

Panini liefert folgende Inhaltsangabe:

Start der brandneuen Comic-Miniserie um den jungen Ben Solo, einst der vielversprechendste Jedi-Schüler Luke Skywalkers! Er ist der Sohn Leia Organas und Han Solos und damit Lukes Neffe. Sein unermessliches Potenzial birgt große Hoffnung für die helle Seite der Macht. Doch das Skywalker-Erbe wirft einen langen, dunklen Schatten, denn auch in Bens Adern fließt Darth Vaders Blut.

Der Titel des Comis lehnt sich dabei stark an den Titel des finalen Teils der Sequel-Trilogie an, erzählt aber Wort wörtlich, wie der jungen Jedi Ben Solo zu Kylo Ren wird. Die Handlung schließt dabei direkt an eine Schlüsselszene an, die wir aus den Filmen bisher nur aus Rückblenden kennen: der Jedi-Tempel des Luke Skywalker steht in Flammen. Diese entdecken auch die drei im Anflug befindlichen Jedi Hennix, Tai und Voe. Vor Ort können sie den jungen Ben Skywalker stellen, der ihnen offenbart, dass Meister Skywalker offensichtlich versucht haben soll seinen Neffen Ben im Schlaf zu ermorden. Es kommt zu einer Auseinandersetzung zwischen den vieren, nach der es Ben schafft mit einem Schiff vom Planeten zu fliehen. Dabei wird er allerdings von den dreien verfolgt.

Schon die ersten paar Seiten machten mir klar, dass diese Comic-Miniserie super wird! Endlich werden diverse Schnipsel, welche uns von der Sequel-Trilogie hingeworfen, zu einem Ganzen zusammengefügt und viele Fragen werden beantwortet. So erfahren wir hier direkt, dass Ben selbst mit der Vernichtung des Tempels nichts zu tun hat, er ist lediglich Zeuge dieses verehrenden Brandes; gelegt hat diesen jemand anderes! Wir erfahren wir die Ritter Rens sind, was das Ren ist und wer Ren ist! Und wir lernen einen Freund Bens kennen: Snoke. Dieser tritt hier allerdings noch nicht als Großer Anführer der Ersten Ordnung in Erscheinung, sondern als Ratgeber und Freund von Ben, dem dieser sich anvertrauen kann. Hier eine sehr starke Parallele zu Anakin Skywalkers Beziehung zu Kanzler Plapatine. Wir erfahren, dass Ben ähnliche Zweifel an seinem Meister und Onkel hegt was seine Ausbildung anbelangt, wie sie auch Anakin bereits Padmé auf Tatooine offenbart. Und zwischen den Zeilen zeigt sich auch deutlich, dass Snoke, genau wie der Kanzler einst, seinen Protegé manipuliert und gegen seine eigene Familie aufbringen will.

Schlussendlich kennen wir ja das Resultat all dessen, das nimmt aber nichts von der Spanunng, denn sprichwörtlich ist hier der Weg das Ziel. Und die Umsetzung gefällt mir sehr gut, sowohl was die Geschichte an sich angeht, als auch deren Inszenierung. Besonder gefallen hat mir die Darstellung Snokes als isoliert lebender Gärtner auf einer künstlich erschaffenen Welt, was für mich einen gelungenen Kontrast zu seiner Darstellung in Episode VIII darstellt. Und was unverzichtbar war und ich umso begeisterter bin, dass es geschieht: wir lernen die Ritter Rens kennen! Wer sie sind, von wem sie geleitet werden und wie man sich ihnen anschließt.

Begeistert bin ich aber auch davon, dass man die Chance genutzt hat und die Ritter in eine direkte Konfrontation mit dem Jedi-Meister Luke Skywalker schickt. In einer Rückblende erfahren wir, wie Luke, Lor San Tekka und Ben einen Außenposten der Jedi aus der Hochzeit der Republik untersuchen, als sie von den Rittern Rens gestellt werden. In der Überzahl scheint ihr Sieg gewiss gegen einen Jedi, seinen Schüler und einen alten Mann. Doch der Jedi-Meister Luke Skywalker nimmt es alleine mit allen sieben Rittern auf! Hier konnte man zeigen, dass Luke nicht nur als Machtprojektion überragende Kampffertigkeiten entwickelt hat (und selbst Ben hat Jahre später gegen weniger Ritter auf Exegol kein leichtes Spiel). Besiegt ziehen sich die Ritter schließlich zurück, aber nicht ohne vorher noch Ben anzubieten sich ihnen anzuschließen, wann immer er mit über seinen „Schatten“ (die dunkle Seite in ihm) erfahren möge.

Mit dem Jedi-Außenposten hat man auch direkt die erste Saat für die bald startende Reihe zur Hohen Republik gesät. Natürlich am Rand der Unbekannten Regionen, sonst wäre es nur schwer nachvollziehbar, weshalb nach all den Jahren und Ereignissen in der Galaxies dieser Außenposten noch immer unverwüstet ist.

Die Illustration des Comics ist rundum gelungen. Will Sliney schafft es die Verwirrung und Verzweiflung im Gesicht des jungen Ben darzustellen, welche der empfindet nachdem für ihn seine Welt zusammenbricht. Und nicht nur den Gesichtern von mark Hamill und Adam Driver verpasst er plastische Details, auch die Umgebungen in jedem einzelnen Panel sind ausgearbeitet. Die Kolorierung durch Guru-eFX tut natürlich ihr übriges und machen das blättern durch die Seiten und lesen des Comics zu einem Vergnügen.

Fazit

Die Vorgeschichte von Kylo Ren birgt soviel Potential und dieses wurde genutzt, sodass mir die ersten zwei Teile davon sehr gut gefallen haben! Noch offene Fragen der Sequel-Trilogie werden beantwortet. Daher gebe ich Star Wars #59 die volle Anzahl an Holocrons (von denen sich eines sogar im Jedi-Außenposten befindet)!

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

Nächsten Monat geht es mit Star Wars #60: Der Aufstieg Kylo Rens, Teile 3 & 4 weiter, in der die Miniserie um Kylo Ren dann auch schon wieder endet.

Vielen Dank an Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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