Rezension: Star Wars, Band 11: Der Untergang Shu-Toruns

Das ist mein Werk.

Prinzessin Leia Organa

Fast fünf Monate nach Band 10 der Star Wars-Hauptreihe, welcher Die Flucht hieß, erschien nun Band 11: Der Untergang Shu-Toruns von Kieron Gillen bei Panini. Das Artwork stammt von Angel Unzueta und Andrea Boccardo, die Farben stammen vom Guru-eFX Studio.

Wir nähern uns mit großen Schritten Episode V – Das Imperium schlägt zurück an, zwei Star Wars-Bände kommen nach diesem hier noch und daher befinden wir uns im Jahr 2 NSY.

In der letzten Zeit hat Königin Trios von Shu-Torun die Rebellion verraten und sowohl die großen drei, als auch die Narben-Truppe des Imperiums wurden auf dem Mond Hubin festgesetzt, auf dem Leia den Plan gefasst hat, Shu-Torun und Königin Trios zu vernichten. Die Narben-Truppler sitzen übrigens immer noch auch dem verlassenen Mond fest und können daher nicht aktiv in die Handlung des aktuellen Bandes eingreifen.

Die Handlung ist recht einfach erklärt: Leia stellt eine Truppe zusammen, die Bock hat dem Imperium eins auszuwischen. Nicht wirklich eine schwierige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass es bei der Rebellion genau darum geht. Dieses Zusammenstellen führt sie, Luke und Han auch nach Jedha, wo Luke noch einmal mit dem Kult des zentralen Isopters sprechen will, der jedoch verschwunden ist. Die Anhänger dieses Todeskultes sind von Zerstörung und Tod fasziniert und ich weiß nicht, ob es eine Überraschung sein sollte, dass sie später in der Handlung wieder auftauchen, aber sie sorgen für den einen Moment im Band, bei dem ich wirklich lachen musste.

Ansonsten geht es auch sehr geradlinig weiter. Die Rebellen fliegen zum Ziel, führen ihren Plan durch, haben dabei ein paar Probleme, lösen diese, haben Erfolg und am Ende sind die Feinde tot.

Besonders gefallen haben mir dieses Mal die Artworks. Insbesondere Königin Trios sticht dabei hervor und ist durchgehend klasse gezeichnet. Da sind wir aus Vorgängern schon anderes gewohnt. Auch vor der Darstellung von Blut wird hier nicht zurückgeschreckt, was ich den Künstlern hoch anrechne, weil einige Szenen ohne einfach nicht funktionieren würden.

Besonders viel gibt es ansonsten aber nicht zu sagen, finde ich. Der Untergang Shu-Toruns ist ein Comic, etwas besser als der Durchschnitt. Auf keinen Fall ein schlechter Comic, liest sich super, hat natürlich auch einige Schwächen, wie die Rachsucht Leias, oder dass der Millennium Falke durch einen Tunnel einens Planeten geflogen und dabei in den Hyperraum gesprungen ist, dafür auch einige Stärken, wie die Anspielungen auf Solo und Rogue One und R2-D2s Aussage auf die Macht zu vertrauen. Da merkt man dann, wie lange R2 schon aktiv ist und mit Jedi zusammengearbeitet hat. Aber er haut mich nicht aus den Socken.

Generell bin ich mir auch nicht sicher, was die Technologie von Shu-Torun angeht. Wenn ihr den Comic schon gelesen habt, werdet ihr wissen, was ich mit dem Stachel meine, den ich eher skeptisch sehe. Das kommt im Prinzip der Technologie der späteren Starkiller Base extrem nahe, wie ich finde und das ist in meinen Augen nicht wirklich etwas, worauf man vom Storytelling aus hinarbeiten sollte. Auch gibt es keine nennenswerte Charakterentwicklung.

Dennoch vergebe ich vier von fünf Holocrons, weil die durchschnittliche Geschichte durch unglaublich gute Zeichnungen und Farbgebungen massiv aufgewertet wird.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

Wir danken Panini für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

3 Kommentare

  1. Da ich langsam meinen Pile of Shame der Star Wars Comics abgearbeitet hab, kann ich endlich auch mal wieder meinen Senf zu einer aktuellen Rezension geben 🙂

    Ich stimme der Bewertung voll zu. War ein solider, guter Comic, der die Hauptreihe zu einem runden (Zwischen) Ende geführt hat. Hiernach hätte man schon zu Episode V wechseln können. Wieviele Bände kommen denn noch, bis zur neuen „1“? Hab das grad nicht auf dem Schirm.

Kommentar hinterlassen