Rezension: Star Wars Comic-Kollektion, Band 93: Der Outlander

Gesegnet sei der Weg, den du beschreitest.

Tusken Sprichwort

Nachdem wir in Band 90 der Star Wars Comic-Kollektion bereits die ersten sechs Hefte der Reihe Republic lesen durften, die von Ki-Adi Mundi und dessen Familie und Einberufung in den Rat handelten, geht es in Band 93 mit den Heften 6 – 12 weiter, die auch Ki-Adi Mundis Geschichte fortsetzen. Und außerdem einen sehr wichtigen Grundstein für viele weitere Star Wars-Legends Geschichten legt.

Timothy Trumans erste Geschichte in diesem Universum spielt kurz nach Die dunkle Bedrohung und wir befinden uns wieder auf Tatooine. Irgendwie scheint diese Sandkugel am äußeren Rand der Galaxis doch Dreh und Angelpunkt vor unzählige Geschichten ebenjener Galaxis dar. Da wundert man sich schon, dass er nicht besser ausgebaut wurde…

Die Ausgangslage sieht jedenfalls so aus: Die Tusken-Stämme haben sich unter einem gemeinsamen Warlord versammelt und ziehen einem Kreuzzug gleich durch die Wüste. Dabei vernichten sie alles und jeden in Reichweite. Dieser Anführer der Tusken führt ein Lichtschwert mit sich, welches durch den Jedi-Rat als das von Sharad Hett identifiziert wird, einem Jedi, welcher große Kriege führen konnte, leider jedoch verstorben ist. Dachte man zumindest.

Nun wird Mundi nach Tatooine gesandt, um mit Hett zu sprechen und ihn entweder zurück nach Coruscant zu bringen, da er dringend benötigt wird, wo doch Qui-Gon Jinn kürzlich ermordet wurde, oder ihn zu eliminieren. Einfacher Auftrag, nicht wirklich simple Umsetzung. Nach den Geschehnissen mit seiner Tochter ist Ki weder erpicht darauf Tatooine wieder zu sehen, noch mit dem Hutten Jabba in Kontakt zu treten, wie sein Auftrag verlangt.

Hutten. Die machen wieder unnötige Probleme, indem sie sich gegenseitig bekriegen und da auch Kopfgeldjäger mit einbeziehen. In diesem Fall ist Aurra Sing die Auserwählte und wer Band 61 Die Jagd nach Aurra Sing gelesen hat, weiß sogar schon, was sie der Galaxis antut. Es ist der Grundstein für ein Imperium, einen galaxisweiten Krieg und und und …

Was leider nicht über das mittelmäßige Storytelling und die teilweise echt nicht guten Zeichnungen hinweg täuscht. Besonders Aurras Geschichte wirkt ein wenig aufgesetzt und als dann auch noch Gardulla eine Begründung liefern muss war es bei mir vorbei. Das fand ich nicht nur unnötig, sondern sogar störend, auch wenn es dann für A’Sharad ein wichtiger Beweggrund war Tatooine zu verlassen.

Was den Zeichenstil angeht, so berichtet schon R2-D2s Datenbank zu beginn von direkt vier verschiedenen Teams, die an diesem Comic gearbeitet haben und die Qualität der einzelnen Hefte schwankt teilweise stark. Das Problem was ich hier sehe ist, dass die schwächeren, einfacheren Zeichnungen trotzdem irgendwie den Drang verspüren Details zu zeigen, aber an der falschen Stelle. So kommt es, dass Ki auf mehreren Seiten wunderbar angezogen ist, aber aussieht als wäre er gerade 20, statt um die 60. Auch die Farbgebung verhält sich ähnlich. Während einige Seiten ganz normal aussehen, mit Hintergrund und allem, haben andere einfarbige Hintergründe, um mehr Fokus auf die an dieser Stelle sehr detailreichen Charaktere zu legen. Mit beiden Stilen habe ich kein Problem, aber der Mix stört mich hier.

Zusammenfassend ist Der Outlander ein Muss für jeden, der sich in der langen Geschichte der Star Wars Legends Comics und einigen bestimmten Büchern auskennt, für den „Normalen“ Leser gilt: Wenn du Ki-Adi Mundi magst, kannst du dir den Band besorgen, sonst ist er eher durchwachsen und etwas fürs Regal.

Daher vergebe ich drei von fünf Holocrons.

Bewertung: 3 von 5 Holocrons
Bewertung: 3 von 5 Holocrons

Wir danken Panini für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

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