Rezension: The Clone Wars 4×10: „Krells Blutbad“

Was ich euch jetzt vorschlage, ist Hochverrat.

Captain Rex

Die letzte Folge des Umbara-Arcs heißt Krells Blutbad. Der Titel lässt ein wenig Interpretationsspielraum zu. Veranstaltet Krell ein Blutbad, oder ist es sein Blut, in dem gebadet wird? Vielleicht ja ein bisschen von beidem. Wie die anderen drei Folgen wurde auch die zehnte Folge der vierten Staffel The Clone Wars von Att Michnovetz geschrieben. Regie führte Kyle Dunlevy, der auch schon für Befehlsverweigerung verantwortlich war. Premiere war am 18.11.2011, deutsche Erstausstrahlung war am 03.06.12. Dieses Mal haben wir also in Deutschland ein hübsches Datum gehabt.

Unsere Handlungen bestimmen unser Vermächtnis.

Ich meine, mich erinnern zu können, dass ich mal geschrieben hatte, wie wenige Notizen ich mir zu einigen Folgen nur machen konnte. Diese Folge hier ist das genaue Gegenteil, denn ich habe fast eine ganze Seite Notizen, die ich nun runterbrechen muss, um eine lesbare Rezension zu schreiben.

Die Klonkrieger kreisen General Krell ein (Bild von der jedipedia.net)

Wir setzen da an, wo Befehlsverweigerung aufgehört hat. Fives und Jesse sollen vor das Kriegsgericht gestellt werden, um danach hingerichtet zu werden. Rex versucht Krell noch einmal davon zu überzeugen, dass die beiden das Richtige getan haben, doch dieser will davon nichts hören. Stattdessen überlegt er, dass das Kriegsgericht nur Zeit kosten würde, und ordnet die sofortige Hinrichtung der beiden Krieger an. Rex ist entsetzt, doch stellt er eine ausgewählte Truppe an Klonen zusammen, welche die Hinrichtung vollziehen soll. Dogma wird als Leiter des Exekutionskommandos eingesetzt, was auch gut ist, denn er ist der Einzige in der Gruppe, der Fives und Jesse tatsächlich hinrichten will. Alle anderen erkennen die Wahrheit in Fives Worten. Sie sind Klone, keine Droiden.

Krell sieht langsam aber sicher seine Felle wegschwimmen. Er hat den Respekt der Truppe komplett verloren. Das äußert sich darin, dass Rex auf seinen Titel „Captain“ besteht, nachdem Krell ihn als Klon angesprochen hat.

Die Situation wird allerdings durch einen Holo-Anruf entspannt, in dem ein Klonkrieger behauptet, von Umbaranern überrannt worden zu sein. Sie hätten Waffen, Munition und Rüstungen erbeutet. Krell gibt daraufhin den Befehl, diese als Klone verkleideten Umbaraner zu jagen und zu töten.

Die Schlacht beginnt ohne Sichtkontakt. Eine spätere Sichtung bestätigt aber Klon-Rüstungen. Doch Rex riecht, dass da etwas faul ist. Er begibt sich in Lebensgefahr, um herauszufinden, dass zwei Lager Klonkrieger gegeneinander kämpfen, und beendet die Schlacht.

Der Truppenführer des anderen Trupps ist ein uns ebenfalls bekannter Klonkrieger. Es ist Waxer aus dem 212. Angriffsbataillon. Er trägt eine Zeichnung von Numa auf dem Helm, die er in der Ryloth-Geschichte der ersten Staffel gerettet hat. Mit seinen letzten Atemzügen berichtet er, dass auch er den Befehl zum Angriff von Pong Krell erhalten habe. Was folgt, ist einzigartig in der Serie. Er weint. Die jedipedia.net bestätigt, dass es das erste Mal in der Serie ist, dass jemand weint, doch ich glaube, dass es sogar das einzige Mal ist. Und ich weiß auch, dass ich, als ich die Folge als Jugendlicher das erste Mal gesehen habe, auch den Tränen nahe war. Die Stimmung passt einfach. Storytelling-mäßig wurde alles richtig gemacht, die Musik untermalt die Szene unglaublich gut. Und sofort schlägt die Trauer in Wut um. Die Klone verbünden sich gegen Krell und auch der Zuschauer ist dabei. Die folgenden Szenen sind die, die aus der Serie mit am besten in Erinnerung bleiben. Die Klonkrieger marschieren aus dem Nebel in Richtung der Basis, während Rex sich seinen Helm aufzieht. Ich liebe diese Szene!

Die Klonkrieger machen sich bereit, Pong Krell gefangen zu nehmen. (Bild von der jedipedia.net)

Die Folge macht einfach alles richtig. Die Wendungen, von denen ich euch hier wegen der Spoiler nichts erzähle, sind  glaubwürdig, die Handlungen nachvollziehbar, der Zuschauer wird sowohl logisch als auch emotional einfach mitgenommen. Man kann sich vor allem mit Fives unglaublich gut identifizieren und das nicht nur, weil er von Beginn der Serie an einer unserer Begleiter ist. Ich habe die Mortis-Trilogie als die besten Folgen der Serie bezeichnet, aber ich muss mich ein kleines bisschen korrigieren: Die Mortis-Trilogie sind die besten Folgen der Serie, bezogen auf die Macht. Die Umbara-Folgen sind die besten, bezogen auf die Klonkrieger, und vielleicht für diese sogar die wichtigsten.

Fünf von fünf Holocrons sollten an dieser Stelle selbstverständlich sein.

Bewertung: 5 von 5 Holocrons
Bewertung: 5 von 5 Holocrons

vorangegangene Episode: Befehlsverweigerung (Staffel 4, Folge 9)
nachfolgende Episode: Sklaverei (Staffel 4, Folge 11)

Ein Kommentar

  1. Ich finde die Folge sehr gut.

    Zum einen wird hier finde ich der Konflikt zwischen Krell und den Klonen wieder super in Szene gesetzt. Auch das Krell Fives und Jesse hinrichten will fand ich wirklich für Krell mehr als passend und zeigt nochmal richtig gut finde ich was für ein Ekel Krell ist und man ihn mehr als nur hassen sollte. Auch wie Krell die Truppen gegeneinander Ausspielt und die darauffolgende Entscheidung der Klone Krell zzu verhaften finde ich mehr als passend. Auch der darrauffolgende Kampf zwischen Krell und den Klonen finde ich sehr sehr cool und es ist eigentlich ziemlich Krass wieviele Klone Krell abschlachtet. Am Ende finde ich noch Krells Tod wirklich sehr gut gemacht und dadurch findet Dogma endlich sein gewissen wieder.

    Alles in allem sehr gute Folge die wirklich diesen sehr guten Handlungsbogen (Mein 4 lieblings Handlungsbogen in ganz TCW)zu einem wirklich sehr guten und befriedigenden Abschluss bringt. Daher wäre meine Bewertung klar ich würde der Folge 5 von 5 Holocrons geben!

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