Rezension: The Clone Wars 3×09: „Die Jagd nach Ziro“

Ich bin kein perfekter Hutte.

Ziro der Hutte

Nach unserem kleinen Ausflug zurück zur ersten Staffel und ihren schlechten Animationen, kehren wir nun regulär in die dritte Staffel zurück. Die neunte Folge heißt Die Jagd nach Ziro und schließt inhaltlich direkt an Das Geiseldrama an. der Jedi-Rat reagiert nämlich auf die Befreiung des Hutten relativ empfindlich. Geschrieben wurde die Folge von Steve Mitchell und Craig van Sickle, die auch schon die achte Folge und damit den Vorgänger zu Das Geiseldrama geschrieben hatten. Regie führte allerdings Steward Lee. In den USA wurde Die Jagd nach Ziro erstmals am 12. November 2010 ausgestrahlt, wir in Deutschland konnten die Folge am 05. März 2011 erstmals bestaunen.

Die Wege der Liebe sind unergründlich.

Wie erwähnt, ist der Rat nicht glücklich darüber, dass Ziro geflohen ist. Daher werden Obi-Wan Kenobi und Quinlan Vos damit beauftragt, den Hutten zu jagen und zurückzubringen. Vos wird dabei von der ersten Sekunde an als recht überheblicher und arroganter Jedi dargestellt. Auf die Düsternis, die sein Charakter in den Legends permanent ausstrahlt, wurde komplett verzichtet. Erst in Schülerin der Dunklen Seite können wir Vos wieder als ungefähr unseren Legends-Vos betrachten. Übrigens ist dies nicht Quinlans erster Auftritt on-screen. Wie auch Aurra Sing, findet er sich in Die dunkle Bedrohung wieder. Im Legends-Werk Der Stark Hyperspace Krieg wird die Erscheinung des Kiffar-Mannes als Vos bestätigt, im Kanon ist dies bisher noch nicht geschehen, doch sehe ich keinen Grund, dass wir es nicht so handhaben sollten.

Ziro der Hutte unterdessen ist auf Nal Hutta vor den Rat der Hutten gebracht worden und wird von Sy Snootles befreit, welche die Dummheit der gamorreanischen Wachen zu ihrem Vorteil nutzt. Snootles kennen Kenner der Reihe als Sängerin der Max Reebo Band aus Die Rückkehr der Jedi-Ritter. Das ist die gelbe Frau mit den Lippen an ihrem Rüssel. Ein hohes Tier des Rates der Hutten ist übrigens Gardulla die Hutt, welche wir aus Die dunkle Bedrohung ebenfalls bereits kennen. Nachdem Ziro und Snootles entkommen sind und auch die Jedi ihren Anstandsbesuch beim Huttenrat hinter sich gebracht haben, betritt auch der Kopfgeldjäger Cad Bane wieder das Spielfeld. Er ist dabei allerdings deutlich schlechter gelaunt als üblich, denn er wird offenbar nicht nur unter seinem Niveau bezahlt, sondern ist auch von der Art der Aufträge, die ihm die Hutten andrehen, nicht allzu angetan.

Obi-Wan Kenobi kämpft gegen Cad Bane (Bild von der jedipedia.net)

Die Reise führt uns weiter zum Haus von Ziros Mama. Dieses wirkt von außen normal groß. Innen merkt man jedoch, wie groß es tatsächlich ist, denn Ziros Mama könnte auch als Hügel in der Landschaft durchgehen und ist so groß wie das halbe Haus an sich. Aus dem Raum, in dem sie sich befindet, kann sie sich definitiv nicht heraus bewegen. Trotzdem scheint sie ein Sternenschiff zu besitzen. Ihre Synchronisation ist dabei für mich eines der Highlights der Folge. Ziros Mama wird von einer Frau gesprochen, deren Stimme elektronisch so weit herunter moduliert wurde, dass sie sich tiefer anhört als ein männlicher Bass normalerweise sprechen kann. Das passt einfach zu dieser unglaublich fetten Huttin.

Ziros Papa, welcher auf Teth begraben liegt, dem Mond, auf dem wir bereits im The Clone Wars-Pilotfilm unterwegs waren, ist übrigens normal groß, also nur etwas größer als Ziro. Ich verstehe nicht viel von huttischer Fortpflanzung, aber irgendwas scheint da rein verhältnismäßig nicht zu passen…

Das wahre Highlight dieser Folge ist in meinen Augen allerdings der abschließende Kampf zwischen Cad Bane, Obi-Wan und Quinlan. Nicht nur, dass der Kopfgeldjäger sich gegen die Jedi mehr als nur kurzzeitig behaupten kann, zeitweise ist er sogar deutlich im Vorteil. Daran sieht man mal, wie krass dieser Typ im Gegensatz zu der The Clone Wars-Darstellung von General Grievous und Assajj Ventress ist, die derartiges bisher nicht vollbracht haben. Der bildgewaltige Kampf hat dabei zunächst eine klare Western-Atmosphäre, bevor wir uns wieder ins Science-Fiction-Gebiet bewegen. Das ist eine sehr interessante Wahl und passt dank Bane definitiv.

Letztlich kann ich Die Jagd nach Ziro mit vier von fünf Holocrons bewerten. Die Episode bringt den „Dreiteiler“ zu einem guten Abschluss und beendet auch noch endlich einen anderen losen Handlungsstrang, den ich jetzt nicht spoilern möchte.

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

Vorherige Episode: Das Geiseldrama (Staffel 1, Folge 22)
Nachfolgende Episode: Helden auf beiden Seiten (Staffel 3, Folge 10)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

1 Kommentar

  1. Schosch

    Ich hasse diese Folge meiner Meinung nach eine der schlechtesten der Serie!

    Ziro geht mir hier total auf die Nerven genauso wie Quinlan Vos!
    Quinlan Vos wird hier viel zu Arrogant und dumm dargestellt und auch die Verfolgungsjagd der ganzen Folge ist extrem langweilig und unnötig!

    Was aber mich am meisten aufregt ist der Kampf am Ende mit Cad Bane wo er die Jedi wieder platt macht!
    Kann man die Jedi nur einmal gescheid gegen Cad Bane darstellen und nicht so schwach. Eigentlich müssten sie mindestens 10 Stufen über Cad Bane stehen und er dürfte keine Chance haben!

    In diesem Fall wäre meine Berwertung klar! Da die Folge aus meiner Sicht Komplett unnötig ist und Cad Bane wieder viel zu Stark dargestellt wird! (was mich extrem aufregt und dafür sorgt das ich diese Folge nicht zum Spaß gucke sondern nur immer um The Clone Wars komplett zu haben und jedes mal ist es ein durchbeißen)

    Ich würde der Folge wenn ich sie Bewerten müsste 0 von 5 Holocrons geben!

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