Rezension: The Clone Wars 1×10: In den Fängen von Grievous

Ich darf euch im Februar des Klonkriegsjahres 2019 begrüßen! Die heutige Folge ist eine recht wichtige, denn wir erfahren ein bisschen etwas über einen Hauptcharakter der Sendung. In den Fängen von Grievous spielt nämlich in dessen Geheimversteck! Autor war Henry Gilroy, Regie führte der Japaner Atsushi Takeuchi. In den USA wurde die Folge am 12.12.2008 erstausgestrahlt, in Deutschland am 25.01.2009.

„Mächtig ist der, der Herr über sich selbst ist.“

Nachdem Kit Fistos „Flotte“ in der letzten Folge ja in der Nähe von Nute Gunrays Befreiungsort war, ist der Jedi jetzt alleine unterwegs, um den Vizekönig der Handelsföderation wieder aufzuspüren. Schnell findet er das Peilsignal des gestohlenen Transporters und unterrichtet Luminara Undili und Ahsoka Tano darüber, welche ihn darüber informieren, dass auch sein Ehemaliger Padawan Nahdar Vebb das Signal aufgefangen hat.

Grievous Maske hat bei dem Kampf mit Fisto einige Kratzer abbekommen. (Bild von der jedipedia.net)

Beide befinden sich nun auf Vassek, welches sich als Falle herausstellt. Für wen, ist jedoch die Frage. Denn wie eingangs bereits erwähnt, werden die Jedi in Grievous‘ Geheimversteck eingeschleust und finden dort lediglich ein Hologramm des Neimoidianers vor, welches sie auslacht. Kurz darauf wird er jedoch durch Count Dooku ersetzt, welcher den Jedi den General als Ersatz vorschlägt. Die Jedi und die Klone, welche Nahdar mitgebracht hat, untersuchen unterdessen die Basis und finden eine Art Schrein vor, welcher Grievous‘ Verwandlung vom Kriegsherrn der Kaleesh zum Cyborg-General der Droiden zeigt.

Der Hausherr trifft schließlich auch ein und sorgt für einige verlustreiche Scharmützel mit den republikanischen Truppen in seinem Heim. Dabei gehen nicht nur sämtliche Klone drauf, sondern auch der Roggwart Gor, welchen der Cyborg als Haustier gehalten hatte.

Schnell wird dem Zuschauer klar, warum Nahdar Vebb zuvor und später nicht wieder auftaucht. Er ist überheblich und versucht dem Gegner mit Stärke zu begegnen, wo Weisheit gefordert ist, gibt anderen die Schuld, wenn klar niemand etwas dafür kann. Er ist impulsiv und zu sehr von sich selbst überzeugt. Bereits in seiner Sprechweise merkt man das und das hat das deutsche Synchron-Team super vom englischen kopiert.

So wird Nahdar der erste und einzige Jedi, der von General Grievous on-screen innerhalb der Serie The Clone Wars getötet wird. Ja richtig, Grievous tötet nur diesen einen. In ­Clone Wars kam er bereits nach einer Minute Screen-Time auf mehr Opfer. Aber das gehört ja inzwischen zu den Legends.

Ebenfalls zu den Legends gehört die Vorgeschichte des Generals, der ursprünglich schwer verletzt, dann gegen seinen Willen ausgeschlachtet und schließlich wiederum mit seinem Einverständnis und einer gewissen Erpressung wieder zusammengesetzt wurde.  Hier und an dieser Stelle hilft vor allem das Featurette zur Folge weiter, in dem Dave Filoni mit seinem Kollegen drüber redet, dass Grievous weiterhin ein Krieger von Kaleesh ist, sich aber wünscht, ein Jedi zu sein. Da er nicht machtsensitiv ist, lässt er sich immer weiter „verbessern“, was durch die Statuen und sein Gespräch mit dem Droiden-Arzt angedeutet werden soll. So  wurde er schließlich zu dem, was er jetzt ist: ein Droiden-General, der es schafft, on-screen einen einzigen Jedi zu töten, und eine miese Backstory hat.

Im Director‘s Cut ist allerdings die schöne Referenz „Ich habe ein ganz mieses Gefühl bei der Sache“ enthalten, kurz bevor die Republikaner die unteren Ebenen besichtigen.

Diese Folge ist eine der wenigen, die ich nicht mit Holocrons bewerten werde. Auf der einen Seite ist es eine super Folge, die spannend ist, interessante Charaktere präsentiert (Kit Fisto steigt hier ebenfalls in die Serie ein), glaubhaft rüberkommt, gefühlt besser animiert ist als der Rest der ersten Staffel, Witz hat,…

Auf der anderen Seite ist da die Sache mit Grievous‘ Hintergrundgeschichte. Zu diesem Zeitpunkt war niemandem klar, dass es den Kanon-Cut geben würde und man hat sich bewusst dagegen entschieden, Grievous‘ Backstory aus dem damaligen EU zu übernehmen, und stattdessen etwas gebaut, was der Zuschauer nur komplett versteht, wenn er Sprachlehrer mit einer guten Interpretationsgabe ist oder das Featurette der Folge ansieht. Heute kann man sagen, dass diese Folge zum Kanon gehört und die ursprüngliche Version zu den Legends, aber trotzdem macht mich das extrem sauer. Daher dieses Mal keine Holocron-Bewertung.

An dieser Stelle darf ich auch in ungenierter Eigenwerbung noch einmal auf unseren hauseigenen Podcast verweisen, der sich im Dezember ebenfalls mit The Clone Wars beschäftigt und dieses Thema ebenfalls angeschnitten hat.

vorherige Episode: Im Mantel der Dunkelheit (Staffel 1, Episode 9)
nachfolgende Episode: Die Ergreifung des Count (Staffel 1, Episode 11)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

1 Kommentar

  1. im-chaos-daheim.de

    Ich mag die Folge eigentlich ganz gerne.

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