Rezension: The Clone Wars 1×02: Der Angriff der Malevolence

In Staffel 1 Episode 2 der Serie The Clone Wars geht es mit einem neuen Handlungsbogen los, der sich über drei Folgen erstreckt und der sich hauptsächlich mit einem Schiff beschäftigt. Diese Folge heißt Der Angriff der Malevolence und wurde am 03.10.2008 in den USA erstausgestrahlt, am 30.11.2008 bei uns in Deutschland. Autor der Story war Steven Melching, Regie führte Dave Filoni.

„Glaube ist keine Frage der Wahl, sondern der Überzeugung.“

Die Malevolence verfolgt die Twilight. Bild von der jedipedia.net

Relativ früh sehen wir einen der Jedi wieder, der im Prolog des Kinofilms schon aufgetaucht war: Meister Plo Koon. Dieser fliegt mit drei Venator-Klasse-Sternenzerstörern auf ein Schiff unbekannten Typs zu, welches vor der Sonne Abregado kreuzt. Auf der Brücke dieses Schiffes befinden sich Count Dooku und ein merkwürdig klingender Droide, den wir ebenfalls im Prolog bereits gesehen haben. Er wird uns recht schnell als General Grievous vorgestellt. Dies ist dabei sein erster kanonischer Auftritt, bei dem er auch Handlung hat. Warum er sich so merkwürdig anhört, wird im Kanon aber bisher nicht geklärt, in den Legends gibt es meines Wissens mehrere Varianten. Die, die mir geläufiger ist, ist die, dass Mace Windu ihm während der Schlacht um Coruscant den Brustkorb zerdrückt. Dies geschieht allerdings erst wenige Stunden vor Die Rache der Sith. Trotzdem wird im Videospiel The Clone Wars: Lichtschwertduelle ein Witz über den Husten des Generals gemacht.

Mit einer Szene, die dem Abschuss des Todessterns ähnelt, werden alle republikanischen Schiffe spektakulär zerstört und dies verdeutlicht dem Zuschauer sofort den Ernst der Lage. Die Klone und der Jedi begeben sich also in die Rettungskapseln. Der zuvor kontaktierte Anakin Skywalker startet daraufhin gegen den Willen des Jedi-Rates eine Rettungsmission. Dabei gibt es ein Wiedersehen mit der Twilight, dem Schiff, welches Anakin auf Teth entdeckt und offensichtlich von Tatooine geborgen hat, nachdem er dort bruchgelandet war.

Wir erfahren von der Beziehung zwischen Ahsoka und Plo Koon und lernen Commander Wolffe kennen, der hier noch nicht wirklich beeindruckend ist, aber glaubt mir, wir werden ihn noch ein paar Mal wiedersehen.

Besonders nennenswert sind neben der „Vorstellung“ der Charaktere aber vor allem die Verbindung zwischen Ahsoka und Plo Koon, da er sie zum Tempel gebracht hat, und die Tatsache, dass Koon als Kel’Dor eine kurze Zeit im Vakuum überleben kann und dass die Klonrüstungen den Klonen ebenfalls Arbeiten im All ermöglichen. Da im All allerdings keine Schallübertragung stattfindet (oder zumindest für uns nicht hörbar ist), finden wir in dieser Episode eine wichtige Metainformation: Wir können den Funkverkehr beider Seiten ebenfalls hören. Denn sowohl die Droiden als auch die Klone verständigen sich im Weltraum problemlos, entsprechend kann es an dieser Stelle nur der Funkverkehr sein. Dank Koons Maske kann auch er an dem Gespräch mit den Klonen teilnehmen. Wie ich finde, eine sehr wichtige Information. Zu guter Letzt ist auch noch die Verdrehung der Tatsachen durch Count Dooku interessant, der die vollständige Schuld am Versagen Grievous in die Schuhe schiebt.

Durch die Kampfdroiden kommt ein wenig Humor in dieser Folge auf, so summt einer vor sich hin und andere lassen ihre Beine baumeln, als hätten sie echten Spaß an ihrer Arbeit.

Die Animation ist jedoch nicht ausgereift. Die Gangart, besonders die von Anakin, wirkt in dieser Folge steif, als hätte er seine Knie bandagieren müssen. Die Gesichter wirken wie Knete. Selbst bei den Klonen ist dies der Fall, obwohl man ihnen verschiedene Frisuren und Features gegeben hat. Das muss man den Machern also lassen, hier haben sie sich richtig ausgetobt. Nicht ganz so auffällig ist es bei Ahsoka und Plo, da diese ja Fremdweltler sind, doch wenn man sie mit späteren Folgen vergleicht, fällt auch hier der Unterschied auf.

Schön dynamisch hingegen ist die Flucht der Twilight vor dem Ionenstrahl der Malevolence, deren Name in dieser Episode übrigens gar nicht erwähnt wird.

Letztlich bin ich mir unschlüssig, welche Bewertung ich geben möchte. Die Superwaffe hat schon wieder etwas von Overpower und da man nie wieder von ihr gehört hat, sondern nur vom großen, bösen Todesstern, ist bereits jetzt klar, dass sie letztlich zerstört werden wird, wie es Superwaffen nun einmal so an sich haben. Aber wir treffen auch auf Grievous, Koon, Wolffe und so weiter.

Ich gebe der Folge aber trotzdem nur zwei Holocrons, weil man die eigentliche Story in ca. drei Sätzen zusammenfassen kann, wenn man will, und das ist mir an der Stelle ein bisschen zu wenig Inhalt, neben der Animation.

Bevor ihr weiterlest: Wenn ich hier über die Animation rede, ist das natürlich Meckern auf hohem Niveau. Ich könnte es auf keinen Fall besser und es ist auch hier schon viel Arbeit in die Animation geflossen. Behaltet das also bitte immer im Hinterkopf, wenn ich hier sage, dass die Animation nicht so schön ist.

Bewertung: 2 von 5 Holocrons
Bewertung: 2 von 5 Holocrons

vorherige Episode: Der Hinterhalt (Staffel 1, Episode 1)
nachfolgende Episode: Der Schatten der Malevolence (Staffel 1, Episode 3)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

1 Kommentar

  1. Schosch

    Ich mag die Folge überhaupt nicht sie gehört für mich definitiv zu den langweiligsten der Serie!

    Die Idee mit der Malevolence ist an sich ganz nett jedoch ist die Suche von Anakin und Ahsoka nach Plo Koon extrem langweilig!
    Das einzige was was Positiv ist ist das man mehr über Ahsokas Hintergrundgeschichte erfährt.

    Wie gesagt ich finde die Folge extrem langweilig und unnötig und würde ihr daher 1 von 5 Holocrons geben!

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