Rezension: Star Wars Adventures: Destroyer Down #3 von IDW

Das dritte Heft der Destroyer Down-Reihe schließt diese Reihe mit ihren beiden parallel laufenden Comics ab. Wie nicht anders zu erwarten, gab es bei dem Autoren Scott Beatty und seinen Künstler-Teams für die beiden Geschichten, Derek Charm bzw. Jon Sommariva als Zeichner und Sean Parsons als Tuschezeichner, keine Veränderungen. Matt Herms war weiterhin bei beiden Geschichten der Kolorist und Tom B. Long wieder für die Schriftgestaltung verantwortlich. Neben dem regulärem Cover von Derek Charm gibt es auch noch ein Sondercover (Retailer Incentive Cover) von Jon Sommariva. Beide Cover seht ihr unten abgebildet.

Die Hauptgeschichte Destroyer Down

Im dritten und letzten Teil findet die Erforschung des verschollenen Sternenzerstörers Spectral ihr Ende. Von Auflösung mag ich dabei aber nicht sprechen, denn es bleibt einfach zu viel ungeklärt, da sich die Geschichte in diesem Teil im Wesentlichen auf das Ausschalten und Entkommen konzentriert und am Ende nur noch eine kleine moralische Lektion anhängt. Das ist an sich nicht schlecht, aber das etwas schnelle und etwas unglaubwürdige Ende für die Spectral birgt doch sehr, sehr viel verschenktes Potenzial. Etwas versöhnlich stimmt aber, dass sich Beatty in dieser Geschichte viel Mühe gegeben hat, auf die Lebensumstände auf Jakku in Das Erwachen der Macht im Allgemeinen und Reys im Besonderen zuzuarbeiten, und dabei auch einige Charaktere nutzt, deren Auftritte im Film Opfer der notwendigen Kürzungen geworden sind.

Die Begleitgeschichte The Ghost Ship

Recht munter und aktionreich geht auch die Begleitgeschichte um Bak Rychuk und seinen Droiden an Bord der Spectral zu Ende. Das Ende der Spectral ist natürlich angesichts der Ereignisse in der Hauptgeschichte wenig überraschend, aber trotzdem sehr charmant und witzig gelöst. Ich musste besonders über die Sturmtruppen zu Beginn des dritten Teils doch sehr lachen. Mir hat die Geschichte sowohl vom Inhalt als auch vom Zeichenstil rundum gut gefallen und ich hoffe sehr, dass IDW das Versprechen der letzten Zeile „Just the beginning…“ einhält und wir noch mehr von dem unerschrockenen Lt. Bak Rychuck zu lesen bekommen werden.

Fazit

Über alle drei Hefte gesehen, finde ich die Idee eines solchen „Duetts“ aus zwei sich inhaltlich stark überlagernden Geschichten recht reizvoll. Es wird interessant zu sehen sein, ob IDW beim am 11.06.2019 erscheinenden Sammelband die Segmentierung der parallelen Geschichten in 3 Teile beibehält oder die Folgen direkt hintereinander bringt, was einiges vom Reiz dieser Konstellation nehmen würde, da dann der Kontrast zwischen aktuellem Geschehen und Vorgeschichte nicht so gut rüberkommen würde. Bei der im Dezember 2017 erschienen exklusiven Loot-Crate-Ausgabe blieb es bei der Dreiteilung. Hoffentlich kommt dies auch im Sammelband so.

Für mich wirkt die Hauptgeschichte Destroyer Down durchgängig schwächer als die inhaltlich etwas kompaktere und konsistentere Nebengeschichte The Ghost Ship. Im Ganzen liegt dieser Sammelband im überdurchschnittlichen Bereich für die IDW-Comics und erhält vier Holocrons von mir.  

Bewertung: 4 von 5 Holocrons
Bewertung: 4 von 5 Holocrons

Der Sammelband Destroyer Down erscheint am 11.6.2019 und kann über Amazon bereits vorbestellt werden. Wir danken IDW Publishing für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

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Über den Autor

Matthias

Matthias
Baut als Global Service Architect bei einem der globalen IT-Provider zwar keine Todessterne, ist aber ansonsten immer für alles zu haben, was mit Sci-Fi und Star Wars zu tun hat.

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