EW: Die Leiden des Obersten Anführers Snoke

Heute gibt es von EW neue Infos zur Geschichte des Obersten Anführers Snoke, der in Star Wars: Die letzten Jedi erneut von Andy Serkis gespielt wird. Wir haben euch aus diesem gewaltigen Text die wichtigsten Infos auf Deutsch zusammengefasst.

Snoke leidet große Schmerzen, die er vergrößert und auf die Welt loslässt. Andy Serkis verrät nun etwas mehr über den Schurken, der in Die letzten Jedi endlich aus den Schatten hervortritt, und seine Entstehung:

„Diesmal sehen wir ihn wirklich, also leibhaftig“, erklärt Performance-Capturing-Experte Snoke. „Im letzten Film haben wir ihn als dieses riesige Hologramm gesehen, das aus der Ferne Präsenz zeigt, und diesmal begegnen wir ihm in Fleisch und Blut.“

Serkis beschreibt ihn als grausamen Meister, ein 9 Fuß (= 2,74 m) großer humanoider Nichtmensch, der seine beiden Untergebenen erniedrigt und beherrscht: Kylo Ren und General Hux. Er ist ein Raubtier, der Schwächen identifiziert und ausbeutet, der junge Leute mit Machtversprechen auf seine Seite zieht und seine Schützlinge ausnutzt und dann wegwirft, wenn sie ihm nicht mehr von Nutzen sind.

Im nachfolgenden Bild sieht man ihn als Hologramm aus Die letzten Jedi. Er brüllt Hux wegen irgendeines Versagens oder einer Enttäuschung an, doch laut Serkis wird sich der Großteil seiner Unzufriedenheit im Film auf den ehemaligen Ben Solo richten.

<em>Star Wars: Die letzten Jedi</em>: Andy Serkis als Snoke und Domhnall Gleeson als General Hux

Star Wars: Die letzten Jedi:
Andy Serkis als Snoke und Domhnall Gleeson als General Hux


„Seine Ausbildung von Kylo Ren liefert nicht den gewünschten Ertrag“, so Serkis. „Daher verstärkt sich sein Zorn auf Kylo Ren, da er Schwäche in anderen nicht ausstehen kann. Als Teil der Manipulation reizt er ihn mit Hux und spielt die beiden gegeneinander aus.“

EW vermutet, dass Snoke Kylo eventuell mit einem anderen Schüler anstacheln könnte – einer Schülerin namens Rey, wenn es so weit kommt.

Snoke hasste die Republik, die er in Das Erwachen der Macht vernichten lies, und nun verlagert sich dieser Hass auf die verwundete Militärstreitkraft der Republik – der Widerstand.

„Die Sache mit Snoke ist, dass er extrem stark in der Macht ist, genauer gesagt in der dunklen Seite der Macht. Er ist schrecklich stark, natürlich. Aber er ist auch ein sehr verletzlicher und verletzter Charakter“, beschreibt Serkis seine Rolle. „Er hat gelitten und Verletzungen erlitten. Seine Boshaftigkeit ist seine Reaktion darauf. Sein Hass auf den Widerstand wird von dem angetrieben, was ihm persönlich widerfahren ist.“

Snoke im Trailer zu <em>Die letzten Jedi</em>

Snoke im Trailer zu Die letzten Jedi

In Die letzten Jedi werden wir erfahren, dass die Erste Ordnung weitaus stärker ist als der Rest der Galaxis ahnte. „Trotz der Tatsache, dass die Starkiller-Basis zerstört wurde und die Widerstand ihnen einen ordentlichen Kampf lieferte, werden wir entdecken, dass die Erste Ordnung [in diesem Film] grenzenlose Ressourcen hat“, behauptet Serkis.

Wie genau Snoke körperlich entstellt wurde, ist noch nicht enthüllt wurde, aber in diesem Film werden wir zumindest ein bisschen mehr erfahren.

„Genau wie die Frage nach Reys Eltern erfüllt Snoke hier eine Funktion in der Geschichte“, erklärt Autor und Regisseur Rian Johnson. „Und wie ihr wisst ist eine Geschichte keine Wikipedia-Seite.“

Das bedeutet, dass der Film nicht mit allen Snoke-Theorien aufräumen wird. Rian Johnson vergleicht dies damit, dass wir in Episode IV-VI nichts über Palpatine wussten, weil es nicht um ihn ging, und dann erst in den Prequels alles über seinen Aufstieg erfahren haben, weil dies in Episode I-III eben die Geschichte war. „Wir werden nur so viel über Snoke erfahren wie wir müssen“, konstatiert Johnson, der sich aber darauf freut, Andy Serkis in diesem Film in einer prominenteren Rolle zu sehen: „Dieser Mann ist einfach eine Naturgewalt.“

In Das Erwachen der Macht begrenzte Serkis‘ Schauspiel sich hauptsächlich auf das Gesicht des Schurken (bzw. dessen Überreste), aber da wir Snoke nun wirklich begegnen, spielt er die Gesamtheit seiner Bewegungen und seiner körperlichen Schäden.

Dazu sagt Serkis: „Wir werden Zeuge seiner Körperlichkeit. Sein Körper ist verdreht wie ein Korkenzieher, also sind seine Bewegungen eingeschränkt. Seine Aggression und sein Zorn werden von dieser Körperlichkeit eingedämmt und eingeschränkt.“

Von seiner Rolle als Gollum in den Herr der Ringe-Filme ist Serkis es schon gewohnt, seinen Körper für eine Darstellung zu verdrehen. Genauso hat er in den Planet der Affen-Filmen einen affenartigen Gang angenommen, um Caesar zu spielen. Doch bei Snoke kam noch dazu, dass seine linke Gesichtsseite komplett zerfetzt ist, inklusive seiner Kieferpartie. „Daher habe ich die linke Seite meines Munds mit Klebeband fixiert, um die Lippenbewegungen auf dieser Seite einzuschränken“, erläutert Serkis.

Snokes Verletzungen basieren auf realen Wunden, die Soldaten in den Gräben des ersten Weltkriegs erlitten haben, verrät Serkis zudem. Diese Überlebenden des Krieges trugen Schäden davon, die man zuvor nur bei Leichen gesehen hatte.

Snokes Thronsaal in <em>Die letzten Jedi</em>

Snokes Thronsaal in Die letzten Jedi

Womöglich aufgrund seines Leidens gönnt sich Snoke so viele Annehmlichkeiten und Reichtümer, die seine Macht mit sich einher bringen. Während Imperator Palpatine sich bescheiden wie ein Sith-Mönch kleidete, hüllt sich Snoke in schimmerndes Gold, das man auf der Erde nur in den Palästen von Diktatoren oder bei Unterhaltungskünstlern in Las Vegas sieht.

Rache ist allerdings nur ein Teil einer Motivation. Gier spielt auch mit hinein.

„Er ist ein bisschen wie ein Oligarch“, verrät Serkis. „Wisst ihr, er hat keine Angst, seinen Prunk zu zeigen. Dieser Luxus ist ihm ureigen.“

Dies kann man an seinem Thronsaal und seinen scharlachroten Prätorianer-Wachen gesehen. „Sein Hofstaat wird so präsentiert, dass er sehr totalitär und zugleich extravagant ist“, führt Serkis weiter aus. „Ich denke, er genießt diese Theatralik.“

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Über den Autor

Florian

Florian

Florian ist Gründer und Admin der Jedi-Bibliothek sowie angehender Englisch- und Spanischlehrer. Er arbeitet außerdem für das Offizielle Star Wars Magazin als Übersetzer und betreut für die Panini-Heftreihe die „Skytalker“-Leserbriefe. Er sammelt vor allem Romane und Comics, doch weiß auch ein schönes Sachbuch zu schätzen. Außerdem hat er bis 2016 Star Wars: The Old Republic gespielt und schaut für sein Leben gern Serien.

4 Kommentare

  1. BennyBenny

    Im Moment reizt mich das Mysterium um Snoke mehr als alles andere in der neuen Trilogie. Ich hoffe nur das er nicht gänzlich neu sein wird sondern irgendwie schon immer auf den Moment gewartet hat. Plagueis oder Bane welcher irgendwie als Machtgeist der dunklen Seite zurückgekehrt ist…Es war ja schon öfters im Gespräch das er älter als die Prequels ist, daher passt für mich auch der ganze Proll den er hegt, da er aus einer Zeit kommt, welche wir im Star Wars Universum noch nicht kennen.

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    1. FlorianFlorian (Autor des Beitrags)

      Da hoffst du vergebens. Es ist zu 100% bestätigt von JJ, Pablo, Rian und anderen bei Lucasfilm, dass Snoke eine neue Figur ist. Er kann vielleicht Verbindungen zu anderen Charakteren haben, aber nichts im Sinne von Bane oder Plagueis als Wiedergeburt oder so.

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      1. BennyBenny

        Aber was gibt es den im Kanon von Plagueis außer das Gespräch zwischen Palpatine und Anakin in E3? Irgendwie will ich nicht glauben dass es einfach eine neue Figur sein soll..Plagueis konnte laut Palpatine den Tot überlisten, zwar nicht bei sich aber Palpatine könnte sich ja auch geirrt haben.

        Naja wir werden letztendlich irgenwann ja sehen was es mit ihm auf sich hat

      2. FlorianFlorian (Autor des Beitrags)

        Nun, ich denke, wer sich entgegen offizieller Aussagen falsche Hoffnungen macht, sorgt nur dafür, dass er letzten Endes enttäuscht wird – wegen niemand anderem als sich selbst. 😉

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