Rezension: Star Wars Comic-Kollektion, Band 21: Die Rebellenbraut

Ein herzliches Hallo und Willkommen zur 21. Rezension der Star Wars Comic-Kollektion. Heute mit: Die Rebellenbraut. Diese Geschichte ist das Finale der Star Wars-Storyline des Dark Horse Comic-Verlages, welche bereits in Band 1 der Kollektion mit Im Schatten Yavins begonnen wurde. In der Zwischenzeit haben wir übrigens keine weitere dieser Geschichten gelesen, mit anderen Worten: Bisher kennen wir den Anfang und das Ende der Geschichte, die übrigens von Brian Wood geschrieben wurde, nicht jedoch den Mittelteil. Sowohl im einleitenden Text als auch in R2-D2s Speicherkarte wird auf die Reihe eingegangen, R2 verweist außerdem darauf, dass die Teile 13 und 14 der Reihe vom Rest losgelöst sind und im nächsten Band Imperium: Hochverrat enthalten sein werden. Nach dem aktuellen Planungsstand werden auch die Teile 7-12 noch in der Kollektion enthalten sein, nämlich unter dem Titel Aus den Trümmern Alderaans. Die Reihenfolge der Kollektionsveröffentlichungen ist dann also 1-2-3-4-5-6-15-16-17-18-19-20-13-14-7-8-9-10-11-12. Dazu habe ich eine Frage, die sich aber so nicht schreiben lässt, daher ein einfaches „Wieso?“

Star Wars Comic-Kollektion, Band 21: Die Rebellenbraut

Star Wars Comic-Kollektion, Band 21: Die Rebellenbraut

Inhaltlich befinden wir uns im Jahr 0 nach der Schlacht um Yavin des Legends-Teils unseres Universums. Die Rebellen sind weiterhin auf der Suche nach einer neuen Basis und Leia scheint den perfekten Planeten für eine solche gefunden zu haben. Übrigens passt dies zeitlich gut zu den klassischen Marvel-Comics, welche sich zu diesem Zeitpunkt der Story ebenfalls mit der Suche nach einer neuen Basis beschäftigen. Die Bedingung, dass die Rebellen ihre Basis auf besagtem Planeten errichten dürfen: Leia muss den Prinzen heiraten.

Luke indes versucht sich in der Rebellion einzuleben, kommt aber nicht mit den festgelegten Kommandostrukturen zurecht, weswegen er immer wieder mit Staffelkollegen und Wedge aneinandergerät, der offenbar die Staffelleitung übernommen hat.

Han und Chewbacca tauchen erst etwas später wieder auf und haben keine wirklich tragende Rolle, obwohl sie die Story doch etwas vorantreiben.

In diesem Band haben mir, so ungern ich das zugeben mag, die Zeichnungen am besten gefallen. Man konnte jeden Charakter sofort erkennen, Hintergründe waren super ausgearbeitet und es hat richtig Spaß gemacht den Figuren dabei zuzusehen, wie sie ihre jeweiligen Situationen emotional miterleben. Zugegeben, Leia hat zeitweise etwas sehr Jugendliches, aber hey, sie ist hier immerhin erst 19 oder 20. Besonders Wedge ist gut getroffen.

Ich würde gerne sagen, dass ich das Finale der Story angemessen fand, doch kenne ich ja leider den Mittelteil noch nicht! Für sich selbst gesehen finde ich jedoch auch kaum Makel an der Geschichte. Lediglich Lukes massiven Ungehorsam fand ich etwas überzogen. Als störrisch wurde er bereits beschrieben, aber selten als ungehorsam, soweit ich mich erinnern kann. Das Ganze passt jedoch zur dann folgenden Geschichte, sodass ich hier nicht allzu dick auftragen möchte.

Auch die Einführung einer gewissen rebellischen Waffe, welche wir auch auf Hoth sehen werden, hat mir sehr gut gefallen. Daran bemerkt man dann endlich auch, dass die Rebellen nicht ganz so hilflos sind, wie das Imperium gerne glauben würde.

Die Wendung des Comics war zwar von vorne herein absehbar, wurde jedoch beeindruckend umgesetzt, weswegen es hierfür keinen Abzug gibt.

Im Bonusmaterial ist leider wieder ein neuer Fortsetzungstext zu finden, dessen Inhalt so nichtig ist, dass ich ihn zum Zeitpunkt dieser Rezension wieder vergessen habe. Ich werde ihn nun nachlesen. Ahja, es geht um Die Kunst des Kampfes, insbesondere des Lichtschwertkampfes und insbesonderer die Choreografien aus Die dunkle Bedrohung. Insgesamt ganz nett zu lesen, doch ist nichts Neues dabei, sodass sich der Leser, welcher schon länger mit dabei ist, fragt, was das Ganze denn soll. Die Cover-Galerie ist auch wieder mit dabei.

Letztlich gibt es von mir doch vier von fünf Holocrons. Der Comic alleine hätte zwar fünf verdient, doch geht mir die Veröffentlichungsweise zu sehr gegen den Strich, als dass ich an dieser Stelle die volle Punktzahl geben könnte.

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 4 von 5 Holocrons!

Außerdem danken wir Panini für die großzügige Bereitstellung des Rezensionsexemplares.

Star Wars Comic-Kollektion, Band 21: Die Rebellenbraut (Montag, 26. Juni 2017)

Star Wars Comic-Kollektion, Band 21: Die Rebellenbraut
Gattung/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Hardcover, Sammelband
Erscheinungsdatum:26.06.2017
Autor(en):
Übersetzer:
Zeichner:, ,
Cover:
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:, ,
Seiten:148
ISBN:978-3-7416-0428-7
Preis:12,99 €
Kanonstatus:
Ära:
Chronologie:0 NSY
Bestellbar hier:Amazon.de (Amazon.com)

Über den Autor

Maximilian

Maximilian
Maximilian ist seit 2013 im Team der Jedi-Bibliothek mit dabei. Seitdem rezensiert er sich fleißig durch das Star Wars-Universum. Außerdem kümmert er sich um den Rezensions-Index. Im echten Leben studiert er Informatik und bringt Kindern das Schwimmen bei.

2 Kommentare

  1. FlorianFlorian

    Hm. Also ich fand die Zeichnungen in diesem Comic – gerade bei den Filmfiguren – extrem mies. Leia sah viel zu zickig aus und ähnelte Carrie Fisher kein Stück.

    Dazu kommt, dass Luke und Leia auch eine ordentliche Fehlcharakterisierung erhalten haben, finde ich. Gerade Luke ist zu diesem Zeitpunkt seiner Entwicklung zwischen ANH und TESB viel zu weinerlich und bockig… also ein bisschen ist er das ja auch in den Filmen, aber das hier war schon ordentlich überzogen. Das war eher Anakin als Luke, was man hier erlebt hat.

    Die Hochzeitsstory war unnötig, hätte man aber ggf. mit einem besseren Autoren- und Zeichnerteam noch vernünftig hinbiegen können.

    1/5 Holocrons von mir. Ich hab über zwei Jahre gebraucht, um mich da endlich durchzukämpfen.

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  2. Prinzenroller

    Für mich wird der Band durch den letzten Teil mit IG-88 gerettet. Die Zeichnungen dort haben mir sehr gut gefallen und die Ionenkanone verleiht mir auch im Comic Gänsehaut. Der erste Part erinnerte mich einfach zu sehr an einen vergangenen Band, wo Leia auch schonmal einen Planeten erheiraten sollte.
    Zur Rezension selbst: obwohl ich inhaltlich nicht ganz übereinstimme, war das für mich eine der besten Rezensionen der Sammlung hier bisher. Toll geschrieben, bitte weiter so! (Und vielen Dank für die Lesereihenfolge!)

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