TV-Rezension: Star Wars Rebels 3×14: „Mit den eigenen Waffen“

Nach dem Gastauftritt von Saw Gerrera in der Doppelfolge „Die Rückkehr nach Geonosis“ kehrt Star Wars Rebels mit der heutigen Folge „Mit den eigenen Waffen“ (Originaltitel: „Warhead“) wieder zum Alltagsgeschäft zurück. Im Mittelpunkt stehen heute nämlich Zeb, Chopper und AP-5.

Zeb findet in "Mit den eigenen Waffen" einen harmlos aussehenden Droiden.

Zeb findet in „Mit den eigenen Waffen“ einen harmlos aussehenden Droiden.

Hera und der Rest der Crew haben die Basis verlassen, um eine Übung durchzuführen. Sie lassen Zeb zurück, um für die Sicherheit zu sorgen. Gesellschaft leisten ihm nur Chopper und AP-5, der die Vorräte der Basis inventarisieren will. Als das Imperium gefährliche Aufklärungsdroiden aussendet, um die Rebellenbasis zu finden, landet einer auch auf Atollon, wo Zeb ihn in seiner harmlos wirkenden Protokolldroiden-Tarnung auffindet und ohne nachzudenken mitnimmt. Agent Kallus warnt die Rebellen in der Basis noch vor dem Aufklärungsdroiden, doch es ist schon zu spät, denn dieser hat bereits in den Kampfmodus gewechselt und die Rebellenbasis identifiziert. Zeb, Chopper und AP-5 müssen versuchen, ihn daran zu hindern, dem Imperium seine Daten zu schicken. Doch zu allem Überfluss trägt der Droide auch noch einen Protonen-Sprengkopf in sich, welcher die gesamte Basis zerstören könnte…

In "Mit den eigenen Waffen" entpuppt sich der Droide als gefährlicher als gedacht.

In „Mit den eigenen Waffen“ entpuppt sich der Droide als gefährlicher als gedacht.

Bei der ganzen Sache mit dem Aufklärungsdroiden stellen sich mir eine ganze Menge Logikfragen:

  • Warum stattet man Aufklärungsdroiden mit einer so gefährlichen Waffe aus, wenn sie hauptsächlich Aufklärung betreiben und unauffällig sein sollen? Thrawn hatte offensichtlich nicht das Ziel, die Rebellenbasis sofort von dem Droiden zerstören zu lassen, sondern nur deren Standort herauszufinden.
  • Warum schickt ein Genie wie Thrawn Droiden, die mit einer solch wertvollen und gefährlichen Waffe ausgestattet sind, allein und ungeschützt auf irgendwelche Planeten? Man muss doch damit rechnen, dass so eine Waffe irgendwie in die Hände des Feindes fallen kann.
  • Warum nimmt Zeb einfach einen unbekannten Droiden mit, der einfach so in der Landschaft herumliegt? Zeb wird zwar immer als nicht der Schlauste dargestellt, aber was Militär und Sicherheit angeht, hat er ja schon etwas auf dem Kasten. Seine Naivität in diesem Fall finde ich etwas seltsam.
  • Warum schickt Zeb den Droiden mit aktiviertem Sprengkopf zurück zum Imperium, ohne zu wissen, auf welches Schiff oder zu welcher Basis der Droide zurückkehren wird? Ich persönlich hatte direkt den Gedanken, dass der Sprengkopf auf dem Schiff, auf welchem sich Kallus befindet, hochgehen und diesen mit in den Tod reißen könnte. Dieses Risiko muss Kallus als Doppelagent wohl auf sich nehmen, aber ein kurzer Gedanke an diese Möglichkeit oder ein Abwägen seitens Zeb wäre schon nett gewesen.
  • Thrawn weiß am Ende von "Mit den eigenen Waffen", dass sich die Rebellenbasis auf einem von 94 Planeten befindet.

    Thrawn weiß am Ende von „Mit den eigenen Waffen“, dass sich die Rebellenbasis auf einem von 94 Planeten befindet.

  • Und die letzte Frage, die sich mir stellt: Warum weiß Thrawn am Ende der Episode immer noch nicht, auf welchem Planeten genau sich die Rebellen befinden? Immerhin scheinen sich alle anderen 93 Droiden außer dem auf Atollon bereits früher wieder zurückgemeldet zu haben. Haben die für diese Droiden verantwortlichen Leute Thrawn nicht gemeldet oder zumindest irgendwo dokumentiert, dass diese und jene Planeten sauber zu sein scheinen und nur der auf Atollon gelandete Droide fehlt? Gut, am Ende explodiert das Heimatschiff der Droiden und damit sind wahrscheinlich auch viele Daten verloren, aber man könnte schon erwarten, dass die Verantwortlichen ihre Erkenntnisse zeitnah weitergeben oder dass die Daten auch irgendwo anders als nur auf dem Schiff gespeichert werden.

Insgesamt steht die Folge für mich in Sachen Logik also auf ziemlich tönernen Füßen.

Trotz dieser Logiklöcher und auch den vielen Kampfszenen, die mich nicht recht vom Hocker reißen konnten, hat die Folge auch etwas Positives, und zwar den Humor. Besonders gut gefallen hat mir AP-5 mit seiner gelangweilten Stimme und seinen trockenen Sprüchen, die allesamt darauf abzielen, sich selbst als überlegenes Genie und Zeb als dummen Muskelprotz hinzustellen. Das hat mich durchaus ein paar Mal zum Schmunzeln gebracht und erinnerte mich teils ein wenig an Sheldon aus The Big Bang Theory. Insofern hat „Mit den eigenen Waffen“ zumindest etwas Unterhaltungswert.

Insgesamt kommt die Folge für mich aber trotzdem nicht über zwei von fünf Holocrons hinaus.

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Die Rezensentin vergibt 2 von 5 Holocrons!

Hier könnt ihr euch nochmals die Rebels Recon zur Folge ansehen:

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Über den Autor

Ines

Ines
Ines bildet im echten Leben zahlreiche Padawan-Schüler an einem Gymnasium in den Fächern Englisch und Deutsch aus. Star Wars konsumiert sie am allerliebsten in Romanform und hat sich zum Ziel gesetzt, sämtliche Romane des Kanons zu lesen. Bereits jetzt ist sie begeistertes Claudia-Gray-Fangirl.

2 Kommentare

  1. JeremyJeremy

    Vielleicht sollte die Rezensentin von Zeit zu Zeit daran erinnert werden, dass Rebels eine Kinderserie ist und dementsprechend auf einem einfachen Niveau gestrickt ist (weswegen Thrawn in Rebels auch wesentlich inkompetenter als in der Literatur ist).

    Der Roman-Thrawn hätte nach ebenjenem Vorfall den Aufenthaltsort der Rebellen herausgefunden (spätestens indem er Scouts zu alle Kandidaten schickt), für den Rebels-Thrawn würde das nicht funktionieren, da es offscreen passieren würde und sowas für eine Kinderserie nicht funktioniert, da man es ja nicht sehen würde.

    Ansonsten stimmte ich der Rezensentin aber zu, was das Niveau dieser Episode angeht, ohne Thrawn und Kallus wäre diese Folge ohne Probleme überspringbar.

    1. InesInes(Autor des Beitrags)

      Ich bin mir immer bewusst, dass die Serie für Kinder ist. Daher akzeptiere ich auch gerne einfacher gestrickte Plots, aber keine Logiklöcher. Auch für Kinder muss man so erzählen, dass die Geschichte logisch bleibt. Wenn man das nicht kann, weil die Geschichte zu kompliziert wird, dann muss man einfachere Geschichten erzählen.

      Um die Folge schlüssiger zu machen, hätte man einfach am Ende schließen müssen, dass Thrawn nun genau weiß, auf welchem Planeten die Basis ist. Das hätte dann vielleicht erfordert, dass man die Folge weiter nach hinten in der Staffel schiebt.

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