Rezension: Star Wars: Das Erwachen der Macht – Comic zum Film

Heute veröffentlicht Panini offiziell Marvels Comicadaption von Das Erwachen der Macht als Sonderband auf Deutsch. Die Adaption wurde von Chuck Wendig (Nachspiel-Trilogie) geschrieben, von Justin Aardvark ins Deutsche übersetzt und größtenteils von Luke Ross (Darth Maul) gezeichnet, ein Heft übernahm Marc Laming. Koloriert wurde das Ganze von Frank Martin. Der Comic umfasst 148 Seiten und enthält die US-Ausgaben The Force Awakens #1-6. Den Sonderband gibt es in drei verschiedenen Versionen: Als normales Softcover für 14,99€, als limitiertes (333 Stück) Hardcover für 29€ und als auf 222 Exemplare limitiertes Variantcover auf der Leipziger Buchmesse (23. März) für 25€. Das Softcover kann man auf Amazon.de kaufen und das limitierte Hardcover ist im Comicfachhandel oder im Onlineshop von Panini erhältlich.

Das Standardcover wurde von Phil Noto gezeichnet und enthält alle wichtigen Figuren aus Episode VII, während man im Hintergrund einige Schiffe aus dem Film erkennen kann. Die anderen Cover folgen ähnlichen Mustern und spielen teils auch auf Filmszenen an.

Folgende Inhaltsangabe liefert Panini:

AUF DER SUCHE NACH LUKE SKYWALKER

Luke Skywalker ist verschwunden, das Wissen um die Existenz der Macht ging verloren und aus den Trümmern des Galaktischen Imperiums hat sich die First Order erhoben – eine neue, bösartige Organisation, die sich die Galaxis unterwerfen will. Als ein alter Verbündeter des Widerstands einen Hinweis entdeckt, wo sich Luke Skywalker aufhalten könnte, schickt General Leia Organa ihren draufgängerischsten Piloten auf eine geheime Mission nach Jakku, um diese Information zu erhalten.

Zu der Story muss man nicht viel sagen; die solltet ihr schließlich alle kennen. Umgesetzt wurde sie grundsätzlich erstmal ganz gut. Der Comic startet jedoch direkt mit Poes Mini-Verhör durch Kylo Ren auf Jakku, was etwas abgeschnitten wirkt. Sonst sind größtenteils alle wichtigen Szenen aus dem Film enthalten, aber da kommen wir schon direkt zum ersten großen Kritikpunkt: mehr ist nämlich nicht enthalten! Die einzigen, geringfügigen Ergänzungen sind erstens ein kleiner visueller Rückblick auf Hans Vergangenheit, nachdem Rey diesen erkennt; außerdem sieht man in Reys Vision Silhouetten von Obi-Wan und Yoda und zum Ende der Adaption wird noch eine Müllpresse samt Phasma gezeigt. Besonders die Müllpresse wirkt jedoch so, als ob man zwanghaft noch eine Ergänzung im Gegensatz zum Film einbauen wollte.

Die Zeichnungen von Luke Ross sind leider auch nur mittelmäßig. Besonders gestört hat mich der geringe Detailgrad in einem Großteil der Panels; bei manchen wenigen Panels hat der Zeichner sich zwar viel Mühe gegeben, aber das eben leider nur selten. Der geringe Detailgrad fällt besonders bei Figuren im Hintergrund auf. Zum Ende hin wurde das Ganze allerdings immerhin nochmal etwas besser und auf den letzten 20 Seiten würde ich die Zeichnungen sogar fast als gut bezeichnen. Darüber hinaus gibt es ja auch noch den von Marc Laming gezeichneten Teil, der sehr gut geworden ist. Besonders fallen da Panels wie das mit dem Skywalker-Lichtschwert in der Kiste auf. Zusätzlich ist mir relativ am Anfang noch eine kleine Unstimmigkeit aufgefallen: Finns Helm wurde in der Adaption nicht gesäubert, und so läuft er einfach mit dem Helm mit Blutspuren in Poes Zelle und befreit ihn – das wäre dann doch etwas auffällig!

Die Übersetzung von Justin Aardvark ist durchweg gelungen und da sie zum Glück, im Gegensatz zu der Romanadaption, stark am Film orientiert ist, kam beim Lesen des Comics zusammen mit dem Soundtrack wieder ein bisschen das Feeling des Films auf.

Einen kleinen Kritikpunkt gibt es noch: bei mir waren auf dem Rücken des Comics Teile des Front- und Backcovers zu sehen, was im Regal nicht so toll aussieht. Das könnte aber auch ein einmaliger Druckfehler sein, der nur bei mir aufgetreten ist.

Trotzdem muss ich leider allgemein sagen, dass der Comic eigentlich niemandem einen Mehrwert liefert und ich ihn deswegen nicht wirklich empfehlen kann. Wenn man Komplettist ist, kann man ihn ruhig kaufen. Aber sonst sollte man sich für das Geld doch lieber einen anderen der coolen Kanon-Comics mit einer Geschichte holen, die man noch nicht kennt. Es wird hier halt einfach nur die Story von Episode VII eins zu eins wiedergegeben und die Zeichnungen können nicht so herausstechen, dass man den Comic deswegen unbedingt kaufen sollte. Daher kann ich dem Comic leider nicht mehr als 2 von 5 Holocrons vergeben.

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Der Rezensent vergibt 2 von 5 Holocrons!

Wir haben auch 16 Vorschauseiten für euch, die ihr in unserer Meldung vom 16. Januar findet.

Wir danken Panini für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Star Wars: Das Erwachen der Macht (Montag, 27. Februar 2017)

Star Wars: Das Erwachen der Macht (27.02.2017)
Medium/Sprache: ()
Ausgabe/Format:Softcover
Erscheinungsdatum:27.02.2017
Autor(en):
Übersetzer:
Zeichner:, , ,
Cover:
Verlag: (Verlagsseite)
Reihe:,
Seiten:148
ISBN:978-3-7416-0265-8
Preis:16,99 €
Kanonstatus:
Ära:
Chronologie:34 NSY
Nachschlagen auf:Amazon.de (Amazon.com, Amazon.co.uk)
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Über den Autor

Bendix

Bendix
Bendix kümmert sich hauptsächlich um die Kanon-Timeline und die Literaturdatenbank der Jedi-Bibliothek. Zur Zeit studiert er Wirtschaftsinformatik dual bei einem IT-Dienstleister. Seit dem neuen Kanon ist er vollkommen bei Star Wars dabei und versucht, alles Kanonische in seinen Besitz zu bringen.

2 Kommentare

  1. BennyBenny

    Bei aller Liebe, aber Panini macht momentan in jedem Heft Fehler. Hier mal wieder der Name vom Autor falsch geschrieben… Im letzten Comic Magazin Falsche Daten bei den Neuerscheinungen und falscher Autor beim R1 Jugendroman….. Für die Storys kann Panini ja nichts ich bin ja froh dass sie alle bringen. Aber zumindest der Redaktionsteil sollte doch stimmen

    1. FlorianFlorian

      Wir haben das an Panini weitergegeben… ärgerlich, dass es passiert ist, aber so kann es bei künftigen Auflagen korrigiert werden.

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