TV-Rezension: Star Wars Rebels 2×14: „Die Legenden der Lasat“

Nachdem es in der Mando-zentrierten Folge „Der Beschützer von Concord Dawn“ sehr actionreich zuging, wird es in „Die Legenden der Lasat“, wie der Titel der Folge schon sagt, etwas mystischer.

Hondo Ohnaka nimmt erneut Kontakt mit der Ghost-Crew auf, um den Rebellen Hinweise auf zwei vom Imperium gefangene Lasat zu geben, woraufhin sich Kanan, Ezra und Co. sofort aufmachen, um die vermeintlich letzten weiteren Angehörigen von Zebs Rasse zu befreien. Nach einer Schießerei und einigen Loyalitätswechseln Hondos, gelingt das schließlich.

<em/><figcaption id=Die Legenden der Lasat“ class=“size-medium wp-image-50118″ width=“300″ height=“169″> Die Legenden der Lasat

Zeb ist allerdings weniger glücklich, die beiden anderen Lasat – eine ältere Dame namens Chava und einen Krieger namens Gron – zu sehen, als man annehmen könnte. Denn die beiden sind davon überzeugt, den mystischen Planeten Lira San finden zu können, welcher den Lasat, deren Ursprungsplanet Lasan vernichtet wurde, in einer Prophezeiung versprochen wurde. Sie glauben offenbar beide an die Macht, welche sie als „Ashla“ bezeichnen und von der sie sich Führung erhoffen. Laut der Prophezeiung müssen drei wichtige Beteiligte für das Auffinden von Lira San zusammenwirken: das Kind, der Krieger und der Narr. Zeb hält von all dem Hokuspokus wenig und glaubt nicht an die Prophezeiung. Als Chava, Gron und Ezra beginnen, ein Ritual zum Auffinden des Planeten durchzuführen, verzieht er sich griesgrämig.

Zebs schlechte Laune, so erfahren wir in der Folge, hat viel mit seiner Vergangenheit zu tun, denn auf Lasan war er unter seinem vollen Namen Garazeb Orrelios Captain der königlichen Ehrengarde, fühlt sich aber schuldig, da er die königliche Familie nicht schützen konnte, als Lasan zerstört wurde. Ezra muss nun versuchen, Zeb zu überreden, seinen Glauben wiederzufinden, denn nur mit seiner Hilfe kann das Ritual gelingen.

Auf dem Weg nach Lira San
Auf dem Weg nach Lira San

Die Folge beginnt schwung- und humorvoll mit der Befreiung der beiden Lasat, wobei vor allem Hondo mit seinen ständigen opportunistischen Wechseln zwischen der Seite der Rebellen und der Imperialen für lustige Momente sorgt. Im weiteren Verlauf geht es dann jedoch wesentlich ruhiger zu, da der Fokus dann umschwenkt auf eine Art spirituelle Reise Zebs. Die neuen Informationen über Zebs Vergangenheit verleihen der Figur eine zusätzliche Tiefe, an der es ihr bisher mangelte. Allerdings finde ich Zebs Schuldgefühle als Captain der Ehrengarde ziemlich übertrieben und unangebracht. Was soll er als Einzelperson oder gemeinsam mit seiner Garde denn gegen einen ein koordinierten Vernichtungsschlag des Imperiums ausrichten?

Bis hierhin kann ich die Episode noch ganz gut nachvollziehen. Auch dass man mit der Macht einen mysteriösen Planeten auffinden kann, ist im Star Wars-Universum durchaus im Bereich des Möglichen. Was ich Rebels aber nicht abkaufe, ist, dass man ein Schiff durch ein Gravitationsfeld eines implodierten Sternenclusters, welcher normalerweise alles vernichtet, lenken kann, indem man ein Bo-Gewehr durch mystische Blitze mit den Instrumenten des Schiffs verbindet – vor allem, wenn das Ganze von einem Nicht-Machtbenutzer durchgeführt wird. Da hört für mich die Glaubwürdigkeit innerhalb des Star Wars-Universums auf. Die Macht braucht keine bestimmten Gegenstände wie das Bo-Gewehr, um zu wirken, sondern einen begabten Machtnutzer. Und gerade das Gegenteil ist in dieser Episode der Fall. Daher gibt es von mir deutliche Abzüge in punkto Handlungslogik und Machtphilosophie.

Einen dicken Pluspunkt bekommt aber Kevin Kiner für seine sehr ungewöhnliche, mutige, aber extrem gut zur mystischen Szenerie passenden Musik. So ewas hat man in Star Wars bis jetzt noch nicht gehört.

Insgesamt gebe ich der Folge trotzdem nur 3 von 5 Holocrons, da mir die Handlung zu sehr in die Magie-Ecke abdriftet.

Die Rezensentin vergibt 3 von 5 Holocrons!
Die Rezensentin vergibt 3 von 5 Holocrons!

Hier könnt ich euch nochmals die Rebels Recon zur Folge ansehen:

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Wie ist eure Meinung zu „Die Legenden der Lasat“?

5 Kommentare

  1. Tatsächlich sagt mein Physik-Consultant, ohne den ich keine Folge gucke ( ;P ), dass es zwischen den Gravitationsfeldern der Supernovae einen Weg geben kann, in dem sich die Felder gegenseitig aufheben. Den zu finden, obliegt dann dem Ashla und dem Bo-Gewehr. 😉 Physikalisch ist die Folge also total okay.
    Ich liebe das Battlestar Galactica feeling mitsamt Prophezeiungen, seltsamen Space Phänomenen und Opera House Musik

    1. Physikalisch hatte ich mit der Folge auch weniger ein Problem. Dass ein Weg durch das Gravitationsfeld gefunden werden kann (gerne auch auf technischem Wege mit Berechnungen!), geht für mich vollkommen in Ordnung. Für mich war nur die Machtsache fraglich: Wieso kann kann jemand wie Zeb, der sonst auch nicht das „Ashla“ nutzt, so eine anspruchsvolle Aufgabe bewältigen? Dagegen ist ja alles andere, was wir Jedi in den Filmen tun sehen, ein Witz!

      Außerdem habe ich ein generelles Problem damit, dass man einen bestimmten Gegenstand benötigen soll, um mit der der Macht / „Ashla“ etwas bewerkstelligen zu können. SW ist nicht Harry Potter, wo man erst einen Zauberstab braucht, um Gegenstände bewegen zu können, o.ä. Machtbenutzer in SW benötigen dazu nur die Kraft ihrer Gedanken, sonst nichts.

      1. Ich finde es gut, dass die Macht sich auf verschiedene Weise manifestieren kann und nicht nur von Jedi genutzt wird, es ist toll, dass die Serie Gelegenheit bietet, auch andere Arten zu zeigen, mit denen die Macht in die Geschicke der Galaxis eingreift. Nach meinem Verständnis war das auch nicht Zeb, der sie genutzt hat, sondern das Bo-Gewehr hatte als Steuerungsinstrument aus „alter Zeit“ die Funktion, Schiffe durchs Sternencluster führen zu können, wenn alle Puzzleteile der Prophezeiung vorhanden waren.
        „Machtbenutzer in SW benötigen dazu nur die Kraft ihrer Gedanken, sonst nichts.“ Wer weiß, was noch so alles passiert, die Welt ist im Wandel. 😉

  2. Eher durchschnittliche Folge. Ich finde es Schade, das es nun plötzlich einen ganzen Planet voller Lasat gibt, was Zeb etwas die Tragik nimmt. Die Prophezeiungsgedöns gefällt mir ebenso wenig. Optisch natürlich ein Hingucker, ebenso musikalisch, aber generell nicht wirklich mein Fall die Folge. Wird wohl nicht noch mal geschaut werden.

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