Rezension: Jedi-Padawan 10: Der gefährdete Frieden von Jude Watson

Im Oktober 2000 erschien Jedi Apprentice 10: The Shattered Peace von Jude Watson bei Scholastic. Dominik Kuhns Übersetzung, Jedi-Padawan 10: Der gefährdete Frieden, schaffte es bereits im November desselben Jahres über den Dino-Verlag zu uns. Sammelband 4, mit den Einzelbänden 10 bis 12, erschien 2007 als erster Sammelband der Reihe direkt bei Panini. 2009 folgte eine zweite Auflage.

Jedi-Padawan 10: Der gefährdete Frieden (01.11.2000)
Jedi-Padawan 10: Der gefährdete Frieden (01.11.2000)

Wir folgen weiterhin dem jungen Obi-Wan Kenobi und seinem Meister Qui-Gon Jinn. Diese befinden sich wieder einmal auf einer neuen Mission. Dieses Mal geht es um die Planeten Rutan und Senali. Senali ist dabei ein Satellitenplanet von Rutan und war ursprünglich auch von den rutanischen Einheimischen kolonisiert worden. Inzwischen jedoch haben beide Planeten eigenständige Regierungen und die Völker können sich wegen eines Krieges schon längere Zeit nicht ausstehen. Um den Frieden zu gewährleisten, werden die jeweiligen Kinder der Herrschenden Familie mit sieben Jahren auf den jeweils anderen Planeten gebracht, bis sie 16 sind. Dann werden sie gegen das nächste Kind getauscht, bis ihre eigenen Kinder sieben Jahre alt sind.

Der Thronfolger von Rutan, Prinz Leed, jedoch möchte nicht zurück auf seinen eigenen Planeten, was seinen Vater, den aufbrausenden König Frane, hochgradig verstört und vor allem verärgert. Daher werden die Jedi geschickt, um die Situation zu klären und einen weiteren Krieg zwischen den beiden Planeten zu vermeiden.

Die Hintergrundgeschichte der beiden benachbarten Planeten hat mich sofort an Das Erbe der Jedi-Ritter 1: Die Abtrünnigen erinnert. Hier sind es die Planeten Rhommamool und Osarian, die einander bekriegen. Da die beiden Bücher jedoch ungefähr zeitgleich entstanden, ist davon auszugehen, dass es sich um einen Zufall handelt und nicht der eine Autor von einem anderen abgeschrieben hat. Vielleicht haben Watson und Salvatore sich aber auch abgesprochen, ganz nach dem Motto: Mal sehen, wem es auffällt… Wir werden es nie erfahren.

Was allerdings besonders auffällt, ist, dass trotz der eigentlich spannenden Handlung eine Art roter Faden fehlt, seitdem die eigentliche Haupthandlung weggefallen ist. So fliegen Kenobi und Jinn zu Beginn dieses Buches auf eine Mission, schließen sie zum Ende hin ab und verlassen den Handlungsort wieder. So wird zwar für Kurzweil gesorgt, doch eine wirklich Relevanz, warum gerade dieses Kapitel aus dem Leben der beiden Jedi aufgezeigt werden muss, zeigt sich nicht.

Wie in einem Jugendroman nicht anders zu erwarten, tritt natürlich auch das weniger überraschende Happy End ein, auch wenn mir persönlich einige Übereinkünfte zu schnell kamen. Die Handlung selbst hatte ein viel größeres Potential als hier in Anspruch genommen wurde. Da hätte man statt 155 Seiten auch gut das Doppelte raushauen können.

Was wieder sehr schön gelungen ist, ist das Worldbuilding; dieses Mal mit zwei neuen und völlig unterschiedlichen Welten. Eine geht mehr so Richtung mittelalterlicher Wald, die andere in Richtung des klassischen Karibik-Urlaubs. Bei mir kam beim Lesen auch ein wenig Urlaubsfeeling auf, muss ich zugeben.

Auch sind wieder viele Szenen mit einigem an Humor gestaltet, der mit Fortlaufen der Reihe zunehmen sarkastischer zu werden scheint; jedoch immer noch auf einem Niveau, dass junge Leser ihn ebenfalls verstehen können.

Ich bewundere an dieser Stelle einfach mal Watsons Gabe, eine ähnliche Handlung immer wieder neu zu verpacken, von mir gibt es allerdings trotzdem nur drei Holocrons.

Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!
Der Rezensent vergibt 3 von 5 Holocrons!

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar