Rezension: Clone Wars: Unter Belagerung von Karen Miller

Clone Wars: Unter Belagerung
Clone Wars: Unter Belagerung

Dieses Buch ist der zweite Teil des Gambit-Zweiteilers. Wer also den ersten Teil Clone Wars: Im Verborgenen noch nicht gelesen hat, sollte hier aufhören, denn die Rezension enthält massive Spoiler zu diesem Teil.

Interessant ist, dass das Cover des Taschenbuches nicht dem Cover entspricht, das der Verlag auf seiner Seite hat und das auch für das E-Book verwendet wird. Auf dem Taschenbuch ist der Reihentitel als The Clone Wars angegeben, also mit dem englischen Artikel vorneweg.

Nach der gescheiterten Rettungsmission der Wissenschaftlerin Bant’ena Fhernan aus den Händen Lok Durds sind die Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker in das Dorf Torbel geflohen. Während die zwei Jedi-Ritter in dem Dorf festsitzen und nach einem Ausweg suchen, hat auf Coruscant Darth Sidious bereits mit General Grievous und Count Dooku Pläne geschmiedet, damit seine neue Biowaffe geschützt bleibt. Lok Durd versucht wieder die Gunst von Count Dooku zu erlangen und plant einen ersten Einsatz seiner Waffe. Im Jedi Tempel versucht Doktor Netzl weiterhin ein Gegenmittel zu finden und Padme Amidala und Bail Organa überlegen, wie sie Hilfe für Obi-Wan und Anakin organisieren.

Das klingt alles spannend. Leider hat die Autorin selbst die Spannung genommen. Ab dem ersten drittel des Buches ist bereits klar, wie sich der Rest des Romans abspielt. Ich habe trotzdem dem großen Showdown entgegengefiebert und erfahre auch dort eine herbe Enttäuschung. Karen Miller hat die entscheidende Schlacht auf ein paar Seiten abgehandelt. Sie hat es geschafft, in diesem Zweiteiler so viele Seiten mit unnötigen Informationen vollzustopfen und zusätzlich noch das Ende versaut.

Ein kleiner Lichtblick war die Figur der Jedi-Ritterin und Freundin von Obi-Wan Taria Damsin, die trotz ihrer Krankheit für ihre Freunde kämpft. Außerdem gefiel mir auch, wie Lok Durd dargestellt wurde, denn so habe ich mir diesen Neimoidianer auch vorgestellt, nachdem ich ihn – leider nur kurz – in der The Clone Wars-Folge „Die Verteidiger des Friedens“ gesehen hatte. Er ist skrupellos und brutal. Das und die Auftritte von Bail Organa und Padme Amidala haben dem Roman geholfen, für mich nicht als kompletten Schrott vom Kaliber Der Kristallstern dazustehen.

Wenn man den Verlagstext liest, könnte man denken, dass man ein gutes Star Wars-Buch in den Händen hält.

Verlagsinfo

Der Krieg der Sterne geht weiter …

Der Planet Lanteeb besitzt weder strategischen Wert noch politische Macht – trotzdem wurde er völlig unerwartet von Separatisten okkupiert. Die Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker finden heraus, dass auf dem unscheinbaren Planeten Material für eine schreckliche biologische Waffe abgebaut wird. Als die Kommunikation zum Jedi-Orden abbricht und sich weit entfernt, im Herzen der Republik, ein Verräter bereit macht, lastet das Schicksal ganzer Welten auf den Schultern der beiden Jedi.

Die Verlagsbeschreibung verspricht aber leider mehr als der Roman hält. Wie ich bereits in der Rezension des ersten Teils erwähnt habe, ist es sehr deutlich zu spüren, dass die Geschichte bewusst in die Länge gezogen wird, um ein zweites Buch zu schaffen. Hätte Karen Miller die relevanten Teile in ein Buch gefasst, dann wäre wahrscheinlich ein sehr gutes Star Wars: The Clone Wars-Buch entstanden. So aber kämpft man sich durch zwei Bücher und ist froh, wenn die Geschichte endlich ein Ende findet. Leider hat der plötzliche Ausstieg von Karen Traviss aus der The Clone Wars-Reihe und dem Star Wars-Franchise allgemein diesen Roman zerstört. Am Ende war ich froh, dass ich diesen Zweiteiler endlich geschafft hatte. Da der Roman ein paar oben erwähnte Lichtblicke hatte, erhält er zwar mehr als nur ein Holocron, aber dennoch kann ich diesem Werk nur 2 von 5 Holocrons vergeben.

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